5 unbekanntere Reiseziele in Kambodscha abseits vom Touristenstrom

Es gibt Rei­se­zie­le in Kam­bo­dscha, die zäh­len zu den Klas­si­kern. Dort be­fin­den sich die gro­ßen, be­kann­ten Se­hens­wür­dig­kei­ten des Lan­des. Ein Groß­teil der Tou­ris­ten und Rei­sen­den be­schrän­ken sich auf die­se Haupt­or­te. Da­bei gibt es in Kam­bo­dscha noch viel mehr in­ter­es­san­te Or­te zu entdecken.

In die­sem Bei­trag stel­le ich Dir fünf Rei­se­zie­le in Kam­bo­dscha vor die mich fas­zi­ne­ren und aben­teu­er­lich oder ent­spannt sind. Ei­ni­ge von ih­nen sind eher un­be­kann­te Rei­se­zie­le, da sie „off the bea­ten path“, al­so ab­seits des Tou­ris­ten­stroms, liegen.

Wo rei­sen die meis­ten Tou­ris­ten in Kam­bo­dscha ei­gent­lich hin? Die meist­be­such­ten Rei­se­zie­le lie­gen dort, wo auch die Top-Se­hens­wür­dig­kei­ten sind. Für die meis­ten Kam­bo­dscha­be­su­cher ste­hen die Tem­pel­an­la­gen von Ang­kor Wat ganz oben auf der Lis­te der Top-Se­hens­wür­dig­kei­ten. Auch mich fas­zi­nie­ren die ver­schie­de­nen Tem­pel und Ge­bäu­de des ehe­ma­li­gen Khmer-Reichs, die sich über ei­ne Flä­che von über 300 km2 ver­tei­len. Ich ha­be die Ge­gend rund um Ang­kor Wat schon zwei­mal be­sucht. Be­son­ders im Mor­gen- und Abend­licht be­ein­dru­cken die his­to­ri­schen Gebäude.

(Falls Vi­deo nicht kor­rekt an­ge­zeigt wird, bit­te hier kli­cken)

Zweit­wich­tigs­tes Rei­se­ziel in Kam­bo­dscha ist die Haupt­stadt Phnom Penh. Die Se­hens­wür­dig­kei­ten in Phnom Penh, das Ge­no­zid­mu­se­um Tuol Sleng und die Kil­ling Fiel­ds ste­hen hier ganz oben auf der Sight­see­ing-Lis­te. Vie­le be­su­chen in der Haupt­stadt noch den Kö­nigs­pa­last und den ei­nen oder an­de­ren Tempel.

Auf Platz 3 kommt Siha­nouk­vil­le an der Küs­te. Dort kann man sich’s an den Strän­den gut ge­hen las­sen. Ge­heim­tipps sind sie aber schon län­ge nicht mehr, sie zäh­len zu den meist­be­su­chen Strän­den in Kambodscha.

Strand in Sihanoukville

Kurz nach ei­nem Re­gen­schau­er ist der Strand in Siha­nouk­vil­le menschenleer.

Nicht weit von Siha­nouk­vil­le ent­fernt gibt es aber we­sent­lich ru­hi­ge­re Strände.

1: Rabbit Island (Koh Tonsay)

Ei­ne In­sel, die mir be­son­ders gut ge­fällt, ist Rab­bit Is­land. Von der Küs­ten­stadt Kep aus dau­ert die Über­fahrt mit ei­nem klei­nen Boot rund 25 Mi­nu­ten. Die Be­su­cher er­war­ten Ru­he und Ent­span­nung. Ein paar klei­ne Hüt­ten ver­mit­teln Ro­bin­son-Cru­soe Fee­ling, Strom ist ra­tio­niert und man ist hier weit weg vom Straßenlärm.

Rabbit Island in Kambodscha

Die ru­hi­ge In­sel “Rab­bit Is­land” liegt 25 Mi­nu­ten vor der Küs­ten­stadt Kep.

Mit ei­nem Sta­pel (vir­tu­el­ler) Bü­cher im Ge­päck lässt es sich in der Hän­ge­mat­te oder am Sand­strand gut aus­hal­ten. Oder man frönt ein­fach ein­mal dem sü­ßen Nichts­tun, lauscht dem Plät­schern der Wel­len und dem Rau­schen des Win­des in den Pal­men. Rab­bit Is­land ist traum­haft. In die­sem Bei­trag er­zäh­le ich mehr über das Tro­pi­sche In­sel­pa­ra­dies Rab­bit Is­land.

2: Die Süßwasserdelfine in Kratie beobachten

Früh am Mor­gen, wenn die Son­nen­strah­len den Me­kong oran­ge fär­ben, kann man bei Kra­tie (spricht man „Krat­schi“) mit dem Boot hin­aus auf den Me­kong fah­ren. Mit­ten am Fluss ist es ganz ru­hig, nur das Plät­schern des Was­sers ist zu hören.

Delfinbeobachtung mit dem Boot am Mekong

Mit dem Boot…

Ich ge­nie­ße die­se Ru­he am frü­hen Mor­gen. Der Blick schweift über den Me­kong in der Hoff­nung ei­nen Ira­waddi­del­fin zu se­hen. Im Ge­gen­satz zu ih­ren be­kann­ten Na­mens­vet­tern im Meer sind die Süß­was­ser­del­fi­ne eher plum­pe Tiere.

Sie kom­men, wie Wa­le, nur kurz zum Luft­schnap­pen an die Was­ser­ober­flä­che. Da heißt es ge­nau hin­schau­en, um sie zu ent­de­cken. Ei­ne Zehn­tel­se­kun­de spä­ter sind sie wie­der verschwunden.

Der Mekong bei Kratie

…geht es bei Son­nen­auf­gang am Me­kong bei Kratie…

„Da ist ei­ner!“ – und schon ist das plum­pe Tier wie­der ab­ge­taucht. We­ni­ge Se­kun­den spä­ter ist ein grau­er Rü­cken auf der an­de­ren Sei­te des Boo­tes zu se­hen, dann schwim­men meh­re­re Del­fi­ne in si­che­rer Ent­fer­nung zu un­se­rem Boot.

Beim Be­ob­ach­ten der Ira­waddi­del­fi­ne muss man schnell sein. Wer sich akro­ba­ti­sche Ein­la­gen er­hofft, den muss ich ent­tä­su­chen. Au­ßer­dem sind die Süß­was­ser­del­fi­ne gar nicht so ein­fach zu fo­to­gra­fie­ren. Aber: Ein schö­ner Rü­cken kann be­kannt­lich auch entzücken.

Delfinbeobachtung der Irawaddydelfine im Mekong

…zur Del­fin­be­ob­ach­tung. Die Ira­wad­dy­del­fi­ne tau­chen nur kurz zum Luft­schnap­pen auf.

Der bes­te Platz um die Süß­was­ser­del­fi­ne zu be­ob­ach­ten liegt ei­ni­ge Ki­lo­me­ter nörd­lich von Kra­tie. Du ge­langst z.B. mit ei­nem Mo­ped­ta­xi dort hin (ca. 5 US-$), die Boots­fahrt für die Del­fin­be­ob­ach­tung kos­tet ca. 9 US-$. Prei­se va­ri­ie­ren je nach An­zahl der Teil­neh­mer und sind, wie im­mer, verhandelbar.

Boot am Mekong

Sonst ist Kra­tie ein eher ver­schla­fe­nes Nest, so wie vie­le an­de­re Kam­bo­dscha­ni­sche Städ­te auch. Ent­lang des Me­kongs Rich­tung Nor­den führt die Stra­ße wei­ter nach Stung Treng – ein wei­te­res Rei­se­ziel für je­ne, die un­spek­ta­ku­lä­re Städ­te und Lo­kal­ko­lo­rit mögen.

We­ni­ge Ki­lo­me­ter nörd­lich von Stung Treng be­fin­det sich dann die Gren­ze zu La­os, Rich­tung Os­ten ge­langt man nach Banlung.

Sekongbrücke bei Stung Treng in Kambodscha

Bei Stung Treng führt die Stra­ße über den Se­kong zur Gren­ze nach Laos.

3. Banlung und Yeak-Laom See

Ja rich­tig. Wir spre­chen wie­der von ei­nem ver­schla­fe­nen Nest, fast wür­de ich sa­gen „in the midd­le of nowhe­re“. Das Zen­trum be­fin­det sich haupt­säch­lich rund um den Markt. Dort kann man gut den Rei­se­pro­vi­ant auf­fül­len und so man­che ku­li­na­ri­schen Ent­de­ckun­gen in Kam­bo­dscha sind nichts für schwa­che Ner­ven. Die gibt es auf fast al­len Märk­ten, nur we­gen des Es­sens rei­sen Tou­ris­ten nicht nach Banlung.

Das ei­gent­li­che High­light ist der Yeak-Laom-See. Dort­hin ge­langt man mit ei­nem Mo­to (Mie­te: ca. 5 US-$, Ein­tritt: Yeak-Laom-See 6000 Ri­el). Der glas­kla­re Vul­kan­see ist kreis­rund und sieht auf Bil­dern fas­zi­nie­rend aus. Ich ha­be mich von den Luft­auf­nah­men be­ein­dru­cken las­sen, vor Ort kann man die­se ex­ak­te, kreis­run­de Form lei­der nicht erkennen.

Banlung: Yeak Laom See

Den Yeak Laom See bei Banlung…

Der Yeak-Laom-See ist von dich­ten Bam­bus­wäl­dern um­ge­ben, ein Weg führt durch den dich­ten Ur­wald ein­mal rund um den See. Die Son­ne bringt die Blät­ter zum Leuch­ten, blitzt durch die Bam­bus­stä­be und spie­gelt sich im Wasser.

Ich tref­fe auf Ju­gend­li­che, die am Ufer ih­re Zeit ver­brin­gen. Sie sit­zen auf ei­ner Mat­te, zwi­schen ih­nen lie­gen Bier­do­sen, Zi­ga­ret­ten­pa­ckun­gen und lee­ren Sty­pro­por­be­häl­tern, in de­nen sich ein­mal das Es­sen befand.

Dschungel-Weg rund um den Yeak Laom See

…kann man auf ei­nem Dschun­gel­weg umrunden.

Als sie mich bei mei­ner Wan­de­rung rund um den See ent­de­cken kom­men sie gleich auf mich zu „Hel­lo! Whe­re are you from?“ Wie oft ha­be ich die­se Phra­se auf mei­ner Rei­se durch Kam­bo­dscha schon ge­hört. Vor al­lem das „Hel­loooooo“ mit ei­nem lang ge­zo­ge­nen „oooo“.

Dann er­schöpft sich die Dis­kus­si­on rasch we­gen der feh­len­den Eng­lisch­kennt­nis­se und ich set­ze mei­ne Wan­de­rung durch den Ur­wald fort.

Verschlungene Äste eines Baums in Kambodscha

Die dich­te Ve­ge­ta­ti­on ist faszinierend.

Ver­rückt wie dicht hier die Ve­ge­ta­ti­on ist. Die Äs­te man­cher Bäu­me sind ver­kno­tet und verwachsen.

Rund um Ban­lung kann man noch mehr Na­tur er­le­ben. Trek­king, klei­ne Dör­fer und Wasserfälle…

Hütten am Yeak-Laom-See

Di­rekt am Yeak-Laom-See kann man auch in klei­nen Hüt­ten übernachten.

Wä­re da nicht die Kreis­run­de Form des Yeak-Laom-Sees, dann wür­de die Be­schrei­bung von Ban­lung auch durch­aus auf mein nächs­tes eher un­be­kann­tes Rei­se­ziel in Kam­bo­dscha pas­sen: Sen Monorom.

4. Bou-Sraa-Wasserfall und Elefanten in Sen Monorom

Das klei­ne Sen Mo­norom ist mit et­was mehr als 7.000 Ein­woh­nern die Haupt­stadt der Re­gi­on Mon­dul­ki­ri. Der ab­ge­schie­de­ne Ort in die­sem dünn be­sie­del­ten Ge­biet ist nur we­ni­ge Ki­lo­me­ter von der Viet­na­me­si­schen Gren­ze ent­fernt, und liegt ex­akt süd­lich von Ban­lung. Die Rei­se auf der di­rek­ten Li­nie ist al­ler­dings (noch) nicht mög­lich – zu­min­dest nicht mit öf­fent­li­chen Ver­kehrs­mit­teln. Aben­teu­rer mit ei­ge­nem Fahr­zeug könn­ten viel­leicht doch ei­nen di­rek­ten Weg zwi­schen den bei­den Or­ten finden.

Wer zum Bou-Sraa-Was­ser­fall will muss auf ein Mo­ped­aben­teu­er aber trotz­dem nicht ver­zich­ten. Von Sen Mo­norom ist er ca. 30 Ki­lo­me­ter ent­fernt. We­ni­ge hun­dert Me­ter nach dem En­de der Ort­schaft en­det dann auch die asphal­tier­te Straße.

Moped auf der Sandpiste bei Sen Monorom

Über Sand­pis­ten führt die Fahrt mit dem Mo­ped von Sen Monorom…

Mein Mo­ped ist nicht mehr ge­ra­de in bes­tem Zu­stand. Die Spie­gel sind ab­ge­bro­chen, die Ket­te rutscht manch­mal durch und ir­gend­wie „zieht“ das Klap­per­teil auch nicht or­dent­lich. Auch die Brem­sen sind eher Zier­ele­men­te als sinn­vol­le Aus­stat­tung. Auf der orang­far­be­nen Sand­pis­te hüllt mich je­des vor­bei­fah­ren­de Fahr­zeug in ei­ne dich­te Sand­wol­ke. Luft an­hal­ten, Au­gen zu und durch die Wol­ke durch – das ist die bes­te Lö­sung um die Fahrt zu über­ste­hen. Auch Bäu­me, Bü­sche und Häu­ser ent­lang der Stra­ße sind von oran­gem Staub bedeckt.

Die Sand­pis­te wird bald Ver­gan­gen­heit sein, ein gro­ßes Stra­ßen­bau­pro­jekt quer durch den Dschun­gel ist ge­plant. Aber auch die dich­ten Wäl­der sind an vie­len Plät­zen in Mon­dul­ki­ri schon Ver­gan­gen­heit – groß­flä­chi­ger Kahl­schlag ist ent­lang der Stra­ße zum Bou-Sraa-Was­ser­fall zu sehen.

Bou-Sraa-Wasserfall

…zum be­ein­dru­cken­den Bou-Sraa-Wasserfall.

Di­rekt vor Ort ist es dann aber doch idyl­li­scher, hier ist der Ur­wald auch noch In­takt. Das Was­ser fällt to­send über zwei Stu­fen den Ab­hang hin­un­ter. In den Was­ser­be­cken, kann ich not­dürf­tig den ro­ten Sand ab­wa­schen und mich bei ei­nem Bad ab­küh­len. Am be­ein­dru­ckends­ten ist der Was­ser­fall wäh­rend Re­gen­zeit, aber auch wäh­rend der Tro­cken­zeit ist er ein ent­spann­tes und we­nig be­such­tes Rei­se­ziel in Kambodscha.

Lei­der gibt es den Geo­cache beim Bou-Sraa Was­ser­fall nicht mehr. Er war für mich ei­ner der Grün­de hier her zu kom­men. Mehr als ein Jahr nach­dem er ver­steckt wur­de hat­te ihn noch nie­mand ge­fun­den. Da muss­te ich na­tür­lich un­be­dingt hin um der ers­te Fin­der zu sein.

Geocache beim Bou-Sraa-Wasserfall

Hier konn­te ich ei­nen Geo­cache als ers­ter finden.

Sen Mo­norom ist au­ßer­dem be­kannt für Ele­fan­ten-Trek­king­tou­ren. In den um­lie­gen­den Dör­fern kann man ei­ne Tour in den Dschun­gel un­ter­neh­men und auch beim Ver­sor­gen der Dick­häu­ter hel­fen. Bei der Aus­wahl des Tour­an­bie­ters soll­te man dar­auf ach­ten, dass die Tie­re art­ge­recht ge­hal­ten werden.

(Falls Vi­deo nicht kor­rekt an­ge­zeigt wird bit­te hier kli­cken)

Wer sich traut kann die Ele­fan­ten im Fluss wa­schen. Sie tau­chen da­bei kom­plett un­ter, nur der Rüs­sel ragt über die Wasseroberfläche.

5. Battambang und Bambuszug

Mein letz­ter Tipp für Rei­se­zie­le in Kam­bo­dscha ab­seits des Tou­ris­ten­stroms bringt uns vom „Out­back“ wie­der in die Zi­vi­li­sa­ti­on zu­rück. Bat­tam­bang (spricht man Bat­tam­bong) lässt sich gut als Zwi­schen­stopp auf der Rei­se von Phnom Penh nach Siem Reap einplanen.

Bat­tam­bang ist die dritt­größ­te Stadt Kam­bo­dschas, das Stadt­zen­trum wirkt aber eher klein­städ­tisch. Nur we­ni­ge Tou­ris­ten ha­ben die­ses Rei­se­ziel auf ih­rem Plan. Ein paar Ein­drü­cke be­kommst Du bei ei­nem Bil­der­bum­mel durch Bat­tam­bang.

Bambuszug in Kambodscha

Der Bam­bus­zug in Kambodscha…

Mein Haupt­grund für ei­nen Be­such ist aber nicht das Flair der Stadt son­dern es sind die Bam­bus­zü­ge. Die klei­nen mit Mo­tor an­ge­trie­be­nen Platt­for­men rat­tern über die al­ten Glei­se der Ko­lo­ni­al­ei­sen­bahn. Es ist ein be­son­de­res Er­leb­nis mit den klei­nen Zü­gen zu fah­ren, mitt­ler­wei­le ge­hö­ren die Bam­boo-Trains zu den be­lieb­ten Se­hens­wür­dig­kei­ten in Battambang.

Bambuszug in Kambodscha

…ist ei­nes der ver­rück­tes­ten Schie­nen­fahr­zeu­ge der Welt.

Die Fra­ge ist nur: Wie lan­ge noch? Das Ei­sen­bahn­netz wird in Kam­bo­dscha nach und nach re­ak­ti­viert. Wenn wie­der re­gu­lä­re Zü­ge auf der Stre­cke rol­len be­deu­tet das wahr­schein­lich das „Aus“ für die Bam­bus­zü­ge. In die­sem Bei­trag fin­dest Du mei­nen Rei­se­be­richt, Tipps und ein Vi­deo vom Bam­bus­zug.

Wie schon er­wähnt lässt sich Bat­tam­bang gut als Zwi­schen­stopp auf dem Weg von Phnom Penh nach Siem Reap – oder um­ge­kehrt – ein­pla­nen. Von und nach Bat­tam­bang gibt es gu­te Bus­ver­bin­dun­gen, für die Wei­ter­rei­se emp­feh­le ich aber das Boot.

Kind bei der Bootsfahrt von Battambang nach Siem Reap

Schö­ne, in­ter­es­san­te und auch trau­ri­ge Ein­bli­cke ins kam­bo­dscha­ni­sche Land­le­ben bie­tet die Boots­fahrt von Bat­tam­bang nach Siem Reap.

Die­se Fahrt über den Fluss Sang­ker und den Ton­le Sap bringt fas­zi­nie­ren­de, be­ein­dru­ckend aber auch manch­mal trau­ri­ge Ein­bli­cke ins Le­ben der Men­schen in Kam­bo­dscha. Wei­ter­le­sen: Mit dem Boot von Bat­tam­bang nach Siem Reap.

Anreise zu den entlegenen Orten in Kambodscha

Rei­se­zie­le ab­seits vom Tou­ris­ten­strom sind nicht so gut er­schlos­sen, wie die Top-Rei­se­zie­le ei­nes Lan­des. In den Os­ten und Nord­os­ten Kam­bo­dschas ist die Fahrt mit öf­fent­li­chen Ver­kehrs­mit­teln durch­aus be­schwer­lich und aben­teu­er­lich. Von Siem Reap und Phnom Penh muss man ei­nen kom­plet­ten Rei­se­tag bis nach Stung Treng, Ban­lung (ab Stung Treng even­tu­ell Wei­ter­rei­se erst am nächs­ten Rei­se­tag mög­lich) und Sen Mo­norom einplanen.

Minibus in Kambodscha

In die ent­le­ge­nen Ge­bie­te Kam­bo­dschas fah­ren öf­fent­li­che Minibusse.

Kra­tie ist et­was bes­ser er­schlos­sen. In al­le vor­ge­stell­ten Or­te fah­ren öf­fent­li­che Mi­ni­bus­se. Sie sind zwar schnel­ler un­ter­wegs als nor­ma­le Bus­se, das Ein­sam­meln der Fahr­gäs­te am Rei­se­be­ginn nimmt aber viel Zeit in An­spruch. Au­ßer­dem wer­den die Mi­ni­bus­se bis zum äu­ßers­ten be­packt und die Fahr­gäs­te re­gel­recht in die Fahr­zeu­ge hin­ein ge­schlich­tet. Von “Fahr­kom­fort” kann kei­ne Re­de sein.  Un­be­dingt Rei­se­pro­vi­ant mitnehmen.

Vollbeladener Minibus in Kambodscha

Sie sind ex­trem be­la­den und die Fahrt ist nicht ge­ra­de bequem.

Nach Bat­tam­bang und nach Kep – von dort ge­langt man mit dem Boot zu Rab­bit Is­land – ist die An­rei­se we­sent­lich an­ge­neh­mer und es fah­ren mehr Busse.

Kambodscha hat mehr als nur Angkor Wat zu bieten

Ich fin­de, dass man das ei­ne oder an­de­ren Rei­se­zie­le in Kam­bo­dscha ab­seits vom „Tou­ris­ten­tram­pel­pfad“ und den Top-Se­hens­wür­dig­kei­ten ein­pla­nen soll­te. Kam­bo­dscha hat mehr zu bie­ten als nur Ang­kor Wat und Phnom Penh.

Die Rei­se dort­hin kann durch­aus be­schwer­lich, aber auch aben­teu­er­lich sein. Ne­ben den fünf vor­ge­stell­ten Rei­se­zie­len die ich per­sön­lich schön, fas­zi­nie­rend oder auch span­nend fin­de, gibt es be­stimmt noch wei­te­re tol­le Or­te in Kam­bo­dscha, die man be­su­chen sollte.

Wo lie­gen Dei­ne tolls­ten Rei­se­zie­le in Kam­bo­dscha ab­seits vom Main­stream? Ich freue mich auf Dei­nen Kommentar!

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Kommentare

  1. In­ter­es­san­te Ein­bli­cke, schö­ne Fo­tos… vor al­lem die klei­nen Hut­ten, den Was­ser­fall und die “dich­te Ve­ge­ta­ti­on”. Und beim Bam­bus­zug wa­re ich auch dabei. 🙂

  2. Hal­lo Gerhard, 

    dank dir viel­mals für die tol­len Tipps. Ich war zwar vor ei­ni­gen Jah­ren selbst in Kam­bo­dscha, al­ler­dings nur ei­ne Wo­che, was viel zu kurz ist. Klar, dass Siem Reap und Ang­kor Wat auf dem Pro­gram stan­den. Viel­leicht schaf­fe ich es in die­sem Jahr noch ein­mal nach Kam­bo­dscha. Dein Blog­bei­trag hat mir auf al­le Fäl­le Lust auf ei­nen wei­te­ren und noch in­ten­si­ve­ren Be­such ge­macht. Vie­len Dank dafür. 

    Bes­te Grü­ße aus Ba­li, Daniel.

  3. Der Wa­gen ist ja voll ge­packt… Das wä­re in Deutsch­land un­vor­stell­bar… Schö­ne Fo­tos, sieht sehr in­ter­es­sant aus.

  4. Andersreisen_Service meint:

    – Alex: Dan­ke Dir! Ich be­kom­me beim Schrei­ben mei­ner ei­ge­nen Bei­trä­ge gleich wie­der Fernweh. 😉

    – Da­ni­el: Zu­ge­ge­ben: Bei mei­nem ers­ten Be­such in Kam­bo­dscha wa­ren es bei mir auch nur Phnom Penh, Siem Reap und Bat­tam­bang. 😉 Aber das ist ja gott­sei­dank aus­bau­fä­hig! Wenn Du noch wei­te­re Tipps für Kam­bo­dscha brauchst, ein­fach melden!

    – Man­ni: Stimmt… die Schwer­kraft scheint in Süd­ost­asi­en au­ßer Kraft ge­setzt zu sein. 😉

  5. Der Lo­cal Bus kommt mir be­kannt vor, wo­bei da ja noch viel Platz ist 😉

    Kam­bo­dscha kommt mir so vor, als wä­re man am bes­ten da­mit be­ra­ten an der Ober­flä­che zu blei­ben (Ang­kor) oder so wie Du ganz tief zu gra­ben und lo­kal zu gehen.

    Zwi­schen­drin gibt’s nicht viel, oder?

  6. Katharina meint:

    Dan­ke für den aus­führ­li­chen Ar­ti­kel, ich bin im Ok­to­ber für 4 Wo­chen in Kam­bo­dscha und freue mich schon to­tal auf die­ses fas­zi­nie­ren­de Land!

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