Irun – Lisboa: Im Nachtzug nach Lissabon

Man­che Zü­ge sind be­kannt und be­rühmt. Der Ho­tel­zug von Irun nach Lis­sa­bon hat sei­ne Be­rühmt­heit durch ei­nen Ro­man bzw. Film er­langt. Der Schwei­zer Pe­ter Bie­ri ali­as Pas­cal Mer­cier schrieb 2004 ei­nen Best­sel­ler*. Die Ro­man­fi­gur Rai­mund Gre­go­ri­us reist mit dem Zug von Pa­ris nach Irun an der Spa­nisch-Fran­zö­si­schen Gren­ze. Dort be­steigt er den “Nacht­zug nach Lis­sa­bon”.

Lust auf ei­ne rea­le Rei­se im Ho­tel­zug? Hier fin­dest Du mei­nen Er­leb­nis­be­richt und ei­ni­ge Tipps für Dei­ne ei­ge­ne Bahn­rei­se in die Por­tu­gie­si­sche Haupt­stadt. Im ers­ten Bei­trag hier im Rei­se­b­log er­fährst Du mehr über die Rei­se mit dem Zug nach Por­tu­gal bis an die Fran­zö­sisch-Spa­ni­sche Gren­ze. Dort, in Irun, kom­me ich mit dem TGV aus Pa­ris an und be­stei­ge den Nacht­zug nach Lis­sa­bon.

Hotelzug in Irun

Im Grenz­bahn­hof Irun be­ginnt die Rei­se im Ho­tel­zug durch Spa­ni­en und Por­tu­gal.

Am In­ter­na­tio­na­len Bahn­steig in Irun war­tet der Nacht­zug. Seit vie­len Jah­ren fährt er un­ter dem Na­men “Süd­ex­press” (“Sur­ex­pre­so). Im Fahr­plan ist der Nacht­zug Irun – Lis­boa San­ta Apo­lo­nia als “HOT 313” zu fin­den, in die Ge­gen­rich­tung fährt er von Lis­sa­bon nach Irun und wei­ter über die Gren­ze nach Hen­daye als HOT 310. HOT steht für “Ho­tel­zug” (Tren­ho­tel).

Zugklassen:

Im Nacht­zug nach Lis­sa­bon hast Du ver­schie­de­ne Mög­lich­kei­ten um zu rei­sen. Es sind Sitz­wa­gen und Bett­plät­ze im Schlaf­wa­gen buch­bar. Fol­gen­de Schlaf­wa­gen-Ka­te­go­ri­en wer­den im Süd­ex­press an­ge­bo­ten:

  • Vier­bett-Ab­tei­le “Ca­ma Turista”/Tourist Class mit Wasch­be­cken
  • Zwei­bett-Ab­tei­le “Ca­ma Preferen”/First Class mit Wasch­be­cken
  • Zwei­bett-Ab­tei­le mit Du­sche und WC “Ca­ma Gran Cla­se”

Die güns­tigs­te Va­ri­an­te mit dem Zug nach Por­tu­gal zu rei­sen ist der Sitz­wa­gen, die teu­ers­te das 2-Bett Ab­teil mit Du­sche und WC. Die Ab­tei­le wer­den, wenn nicht ge­mein­sam (z.B. als Fa­mi­lie) das gan­ze Ab­teil ge­bucht wird, ge­schlech­ter­ge­trennt be­legt. 2-Bett-Ab­tei­le kön­nen auch ein­zeln be­legt wer­den.

Dies­mal rei­se ich al­lei­ne im De­lu­xe-Ab­teil mit Ein­zel­bett und ei­ge­nem Bad mit Du­sche und WC. Die an­de­ren Ka­te­go­ri­en wa­ren zu mei­nem Bu­chungs­zeit­punkt aus­ge­bucht.

Tickets und Preise

“Was kos­tet das Ti­cket für den Zug nach Lis­sa­bon?” Wer­de ich oft ge­fragt. Die Ant­wort ist nicht ganz ein­fach zu be­ant­wor­ten, da der Fahr­preis von Dei­nem Ab­fahrts­bahn­hof ab­hängt und es ver­schie­de­ne Ti­cket­mög­lich­kei­ten gibt. Au­ßer­dem än­dern sich die Ti­cket­prei­se häu­fig. Nach­fol­gend ein paar Preis­bei­spie­le und Mög­lich­kei­ten güns­ti­ge Ti­ckets zu kau­fen.

Ei­nen Fahr­schein für die ge­sam­te Rei­se gibt es nicht. Du kannst z.B. von Deutsch­land aus ein Spar­preis Ti­cket der DB bis Pa­ris* kau­fen, dann ei­ne wei­te­re Fahr­kar­te, z.B. bei der SNCF für den TGV nach Irun* (Deutsch­spra­chig). Küm­me­re Dich schon früh um Ti­ckets, dann hast Du gu­te Chan­cen auf güns­ti­ge Ti­ckets. Deutsch­land – Pa­ris gibt’s bei der Spar­schie­ne ab 39 Eu­ro, Pa­ris – Irun im TGV ge­se­hen ab 49 Eu­ro, meist um die 60 Eu­ro.

Das Ti­cket für den Nacht­zug nach Lis­sa­bon musst Du im­mer ex­tra kau­fen. Du be­kommst das Ti­cket Irun – Lis­boa San­ta Apo­lo­nia z.B. über die Web­site der RENFE (Spa­nisch) oder auch am Ti­cket­schal­ter an­de­rer Bahn­ge­sell­schaf­ten. Die Ti­cket­prei­se für den Schlaf­wa­gen Irun – Lis­sa­bon star­ten um die 50 Eu­ro und geht bis ca. 200 Eu­ro fürs Gran Cla­se Ab­teil.

Die ta­ges­ak­tu­el­len Prei­se fin­dest Du auf den je­wei­li­gen Web­sites.

Zu­ver­läs­sig in­klu­si­ve per­sön­li­chem Ser­vice be­kommst Du die Ti­ckets bei den Spe­zia­lis­ten bei der Bahn­agen­tur Gleis­nost in Frei­burg (Deutsch­spra­chig). Ich ha­be die Bu­chung an sie wei­ter­ge­ge­ben, da ich wäh­rend der Bu­chungs­zeit län­ge­re Zeit in Asi­en ver­reist war. Au­ßer­dem macht die Bu­chung der Ti­ckets von Irun nach Lis­sa­bon oft Pro­ble­me, Gleis­nost kennt sich da­mit aus.

Ei­ne wei­te­re Ti­cket-Al­ter­na­ti­ve für die Bahn­rei­se nach Lis­sa­bon ist das In­ter­rail-Ti­cket. Zu­sätz­lich zum Ti­cket brauchst Du in den TGV-Zü­gen und im Süd-Ex­press ei­ne kos­ten­pflich­ti­ge Re­ser­vie­rung.

Der Nacht­zug nach Lis­sa­bon taucht oft erst sehr spät im Fahr­plan auf und es sieht so aus als wür­de er nicht fah­ren. Theo­re­tisch sind Zug­ti­ckets für Irun – Lis­sa­bon bis zu drei Mo­na­te im Vor­aus er­hält­lich. Prak­tisch ist es so, dass Ti­ckets manch­mal erst kurz­fris­tig zur Bu­chung frei­ge­ge­ben wer­den.

Die Reise von Portugal nach Frankreich

Na­tür­lich kann man mit dem “Nacht­zug nach Lis­sa­bon” auch wie­der zu­rück fah­ren. Das Be­son­de­re dar­an ist, dass der Süd Ex­press dann sei­nen letz­ten Halt nicht in Irun hat son­dern bis Hen­daye, in Frank­reich, fährt. Von dort fährst Du dann mit dem TGV wei­ter nach Pa­ris.

Nachtzug Madrid - Lissabon - Hendaye

Von Ma­drid und Irun fährt der Nacht­zug nach Lis­sa­bon, zu­rück führt die Rei­se bis Hen­daye (Hen­da­ya).

Die Fahr­plä­ne sind auch hier auf­ein­an­der ab­ge­stimmt. Du fährst am Abend von Lis­sa­bon ab und bist am nächs­ten Tag vor Mit­tag in Hen­daye. Dort ist rund ei­ne Stun­de Auf­ent­halt. Der TGV er­reicht am frü­hen Abend Pa­ris.

Ausstattung der Abteile

Beim Ein­stei­gen er­hal­te ich vom Schaff­ner ei­ne Schlüs­sel­kar­te, mit der ich das Ab­teil ver­schlie­ßen kann. Ein klei­nes Will­kom­mens­pa­ket mit Hand­tuch, klei­ne Was­ser­fla­sche, Täsch­chen mit Oh­ro­pax, Haus­schu­hen, Zahn­bürs­te, Ta­schen­tü­cher, Sei­fe, Kamm und Dusch­hau­be liegt im Ab­teil be­reit.

Schlüsselkarte im Hotelzug Irun - Lissabon

Ei­ne Schlüs­sel­kar­te fürs Ab­teil…

Willkommenspaket im Nachtzug nach Lissabon

…und ein Will­kom­mens­pa­ket lie­gen im Nacht­zug be­reit.

Die Ab­tei­le sind in Grün und Ro­sa ge­hal­ten. Ich ma­che es mir in mei­nem ro­sa­ro­ten Gran Cla­se Ab­teil be­quem. Ei­ne Tü­re führt in das klei­ne Ba­de­zim­mer mit Du­sche, WC und Wasch­be­cken.

Gran Clase Abteil mit Dusche und WC im Nachtzug Irun-Lissabon

Ba­de­zim­mer mit Du­sche und WC

Noch sieht das Ab­teil wie ein ty­pi­sches Zug­ab­teil mit zwei Sit­zen aus. Mit ei­nem Hand­griff kann es der Schaff­ner auf Nacht­be­trieb um­bau­en und es er­scheint das ge­mach­te Bett. Für groß­ge­wach­se­ne Per­so­nen wich­tig: Die Bett­län­ge im Nacht­zug ist ca. 195 cm, bei mei­ner Grö­ße von 189 cm ist oben und un­ten noch et­was “Luft”.

Gran Clase Abteil im Nachtzug der RENFE und CP

…im Granc Cla­se Ab­teil.

Gran Clase Abteil im Nachtzug Irun - Lissabon

Über dem Bad ist groß­zü­gig Platz für Ge­päck. Et­was un­prak­tisch fin­de ich, dass es kei­ne Steck­do­sen im Ab­teil gibt, um z.B. Lap­top oder Smart­pho­ne zu la­den. Auch ein klei­nes Tisch­chen su­che ich ver­geb­lich.

Gerhard Liebenberger im Nachtzug nach Lissabon

Kurz nach dem Start des Nacht­zugs nach Lis­sa­bon…

Der Zug setzt sich in Be­we­gung, ich ge­nie­ße im Abend­licht die Land­schaft bei der Fahrt durch den Nor­den Spa­ni­ens, ge­nau ge­nom­men durch das Bas­ken­land. Ich mag Zug­rei­sen. Lang­sam ver­än­dert sich die Land­schaft und auch die Spra­che.

Eben wur­de noch Fran­zö­sisch ge­spro­chen, in Irun am Bahn­hof Spa­nisch und im Nacht­zug spricht das Per­so­nal Por­tu­gie­sisch und Eng­lisch. Der Zug wird näm­lich in Zu­sam­men­ar­beit von RENFE (Spa­ni­sche Ei­sen­bahn) und CP (Por­tu­gie­si­sche Staats­bahn) be­trie­ben, das Per­so­nal im Zug ist Por­tu­gie­sisch.

Pyrenäen vom Nachtzug aus

…führt die Rei­se durch die Py­re­nä­en.

Ich ver­ste­he die Lo­bes­hym­nen im In­ter­net auf die Lauf­ru­he von Tal­go-Nacht­zü­gen nicht ganz. Ich kann mich nicht er­in­nern, wann ich in ei­nem so lau­ten Nacht­zug ge­fah­ren bin. Ein Ru­mo­ren, Rüt­teln und Rat­tern macht sich im Ab­teil breit. Die Po­si­ti­on mei­nes Ab­teils Nr. 11 in der Nä­he des Fahr­ge­stells ist viel­leicht Schuld dar­an, viel­leicht auch der Zu­stand der Stre­cke und we­ni­ger der Zug selbst. Aber auch im Spei­se­wa­gen fühlt sich die Fahrt al­les an­de­re als ru­hig an.

Der Speisewagen

Wäh­rend des Abend­essens im Spei­se­wa­gen blit­zen noch die letz­ten Son­nen­strah­len durchs Fens­ter. Auf der auf­ge­kleb­ten Kar­te fin­den sich ei­ni­ge Me­nüs zur Aus­wahl. Es gibt auch noch zu­sätz­li­che Spei­sen, die nicht dar­auf ste­hen. Ich ent­schei­de mich für Spa­ghet­ti.

Speisekarte im Speisewagen Irun - Lissabon

Die Me­nüs auf der Spei­se­kar­te im Spei­se­wa­gen Irun – Lis­sa­bon sind durch­aus at­trak­tiv.

Abendessen im Speisewagen Irun - Lissabon

Ich ent­schei­de mich im Spei­se­wa­gen zum Abend­essen für Spa­ghet­ti und ein “Su­per­bock”.

Ge­ges­sen wird di­rekt an der Bar, klas­si­sche Ti­sche wie in ei­nem Zugre­stau­rant gibt es nicht. An der Bar kom­me ich schnell mit an­de­ren Fahr­gäs­ten ins Ge­spräch, be­stel­le mein ers­tes Por­tu­gie­si­sches “Su­per­bock” Bier und ler­ne da­bei auch die ers­ten Wor­te Por­tu­gie­sisch. Obri­ga­do. Dan­ke!

Speisewagen im Nachtzug Irun - Lissabon

Ge­ges­sen wird an der Bar.

Der Bar­wa­gen im Nacht­zug nach Lis­sa­bon ist bis 1 Uhr ge­öff­net, ge­nug Zeit um noch mit wei­te­rem Su­per­bock-Bier (zum fai­ren Preis von 2 Eu­ro pro 0,33 Li­ter Fla­sche) die Bett­schwe­re wei­ter zu er­hö­hen. Das Rum­peln und Rat­tern des Zu­ges scheint mich bis Lis­sa­bon zu be­glei­ten.

Kurz vor Mit­ter­nacht er­reicht der Ho­tel­zug Me­di­na del Cam­po. Hier wird der Zug­teil des Nacht­zugs Ma­drid – Lis­sa­bon “Lu­si­ta­nia” an­ge­hängt. Statt der E-Lok zieht nun ei­ne Die­sel­lo­ko­mo­ti­ve den Zug wei­ter Rich­tung Wes­ten.

Nachtzug in Medina del Campo

In Me­di­na del Cam­po wird der Nacht­zug-Teil aus Ma­drid an­ge­kop­pelt.

Den nächs­ten Stopp in Sa­la­man­ca neh­me ich nicht mehr war. Ich wer­de sanft in den Schlaf ge­rüt­telt. Üb­ri­gens: Vor dem Schla­fen­ge­hen soll­test Du die Uhr ei­ne Stun­de zu­rück stel­len! Zwi­schen Spa­ni­en und Por­tu­gal gibt es ei­ne Zeit­ver­schie­bung von ei­ner Stun­de. So­mit kann Du ei­ne Stun­de län­ger schla­fen. An der Gren­ze zwi­schen Spa­ni­en und Por­tu­gal gibt es kei­ne Grenz­kon­trol­le, hier stört nie­mand Dei­nen Schlaf.

Ca. 20 Mi­nu­ten vor An­kunft in Lis­sa­bon weckt mich der Schaff­ner.

Die Ankunft in Lissabon

Von Salz­burg nach Lis­sa­bon bin ich rund zwei Ta­ge un­ter­wegs. Erst über Mün­chen, Stutt­gart und Strass­burg nach Pa­ris. Dort ver­brin­ge ich ei­nen traum­haf­ten Abend und ha­be am nächs­ten Tag noch Zeit für kur­zes Sight­see­ing. Dann führt die Rei­se am nächs­ten Tag wei­ter zur Spa­ni­schen Gren­ze und im Ho­tel­zug nach Por­tu­gal. Luft­li­nie sind es 2.050 Ki­lo­me­ter zwi­schen den bei­den Städ­ten.

Ei­ne Zug­rei­se nach Por­tu­gal braucht de­fi­ni­tiv et­was Zeit und Vor­aus­pla­nung. Lan­ge Bahn­rei­sen ma­chen aber Ent­fer­nun­gen gut be­greif­bar. Ich mag die lang­sa­me Ver­än­de­rung der Land­schaft, der Spra­che und auch Ar­chi­tek­tur der Städ­te.

Bahnhof Lissabon Oriente

Der Bahn­hof Lis­sa­bon Ori­en­te…

Bahnhof Lissabon Oriente

…be­ein­druckt durch sei­ne be­son­de­re Ar­chi­tek­tur.

Das i-Tüp­fel­chen ist die An­kunft in ei­ner frem­den Stadt. Zu­erst fährt der Zug den Bahn­hof Lis­boa Es­ta­ção do Ori­en­te an. Der Ost­bahn­hof wur­de von Star­ar­chi­tekt San­tia­go Ca­lat­ra­va ge­stal­tet. Ich mag die Leich­tig­keit der Ar­chi­tek­tur Ca­lat­ra­vas, von ihm stammt z.B. auch die Stadt­bahn­brü­cke in Je­ru­sa­lem (Is­ra­el).

We­ni­ge Mi­nu­ten nach der An­kunft in Lis­boa Ori­en­te ist dann das Ziel des “Nacht­zugs nach Lis­sa­bon” er­reicht.

Bahnhof Lisboa Sta. Apolonia

End­sta­ti­on ist der Bahn­hof Lis­boa San­ta Apo­lo­nia auf Mee­res­hö­he.

Der Kopf­bahn­hof Lis­boa San­ta Apoló­nia liegt auf Mee­res­hö­he. Ich schlür­fe den Es­pres­so im klei­nen Bahn­hofs­ca­fé am Bahn­steig 5 und bli­cke von dort di­rekt auf die gro­ßen Kreuz­fahrt­schif­fe, die vor dem Bahn­hof an­kern.

Ich freue mich auf span­nen­de Rei­se­ta­ge in Lis­sa­bon und in der Re­gi­on Cen­tro de Por­tu­gal. Mit dem Zug führt mei­ne Rei­se wei­ter u.a. nach To­mar, Cas­te­lo Bran­co und Óbi­dos.

Bist Du schon ein­mal mit dem Nacht­zug nach Lis­sa­bon ge­fah­ren? Ich freue mich über Dei­nen Er­fah­rungs­be­richt oder Dei­ne Fra­gen in den Kom­men­ta­ren.

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Kommentare

  1. In­ter­es­sant be­schrie­ben, Ger­hard! Mit mei­nen 1,93 wä­re für mich die “Luft” im Schlaf­wa­gen noch­mal ei­ne Spur dün­ner. Ob so ei­ne lan­ge Zug­fahrt wohl auch et­was für mich wä­re? Mit Nacht­zü­gen bin ich bis jetzt nur die Stre­cke Wien-Dorn­birn ge­fah­ren, ein­mal im nor­ma­len Sitz­ab­teil (kei­ne gu­te Idee) und ein an­der mal eben­falls in ei­nem Lie­ge­wa­gen mit 3-4 an­de­ren Rei­sen­den. Auch da muss­te ich mit an­ge­zo­ge­nen Bei­nen schla­fen, wenn ich mich recht er­in­ne­re 😉

  2. Ich bin noch nie mit dem Nacht­zug nach Lis­sa­bon ge­fah­ren, aber ich ha­be mehr­mals das Buch ge­le­sen…

  3. Alexander meint:

    Das ist ei­ne wun­der­schö­ne Mög­lich­keit für die Rei­sen­de. Dan­ke sehr!

  4. Andersreisender meint:

    – Flo: Mit der Grö­ße ab 1,90 m wird’s in den Schlaf­wa­gen­bet­ten die­ser Welt tat­säch­lich eng. Die Me­ter­spur-Zü­ge in Viet­nam ma­chen schon ab 180 cm Pro­ble­me. Schlaf­wa­gen musst Du mal aus­pro­bie­ren, ich find’s an­ge­neh­mer als den Lie­ge­wa­gen. Zu­letzt im Night­Jet ha­be ich die Bett­län­ge lei­der nicht ge­mes­sen. Ge­fühlt war es in mei­ner Grö­ße im Schlaf­wa­gen aber nicht zu eng. 

    – Gud­run: Das hät­te ich bei Dir auch gar nicht an­de­res er­war­tet. Und? Kannst Du das Buch emp­feh­len?

    – Alex­an­der: 😉

  5. Ich glaub ich bräuch­te da mehr als drei Bier­chen, um in den Schlaf zu fin­den. Auch die feh­len­den Steck­do­sen sind ja eher sub­op­ti­mal. War denn Kli­man­an­la­ge oder so was im Zim­mer? Und gab es Früh­stück? Viel­leicht pro­bier ich es ja mal aus. Ir­gend­wann. 🙂

    Dan­ke für den tol­len Be­richt!

  6. Andersreisender meint:

    – Ja­nett: So arg is­ses dann auch nicht. 😉 Kli­ma­an­la­ge im Ab­teil ge­hört na­tür­lich zum Stan­dard. Was das Früh­stück be­trifft: Es steht auf der Spei­se­kar­te. Der Zug kommt schon um 7:30 Uhr in der Früh in Lis­sa­bon an, dar­um ha­be ich gleich dort am Bahn­hof im klei­nen Es­pres­so ge­früh­stückt.

  7. tol­ler be­richt. lohnt sich mal das zu ma­chen an­schei­nend und so kann man auch mal den flie­ger mei­den und kommt in der stadt an. dan­ke dir 🙂

  8. Florian meint:

    Hal­lo erst­mal,

    Sehr schön ge­schrie­be­ner Be­richt über dei­ne Rei­se. Man kann sich die Rei­se sehr gut vor­stel­len, liegt aber viel­leicht auch dar­an, dass in ge­nau dem sel­ben Zug mit­ge­fah­ren bin 😉
    Wie man es im Be­richt le­sen kann, er­in­nerst du dich ja noch an die Mit­rei­sen­den, die auch mit im Spei­se­wa­gen wa­ren 🙂
    Üb­ri­gens: Bei mir im Ab­teil gab es im Bad ei­ne Steck­do­se, dort konn­te mein Han­dy la­den.
    Gruß
    Flo­ri­an

  9. Andersreisender meint:

    – Flo­ri­an: Klar kann ich mich an die Mit­rei­sen­den im Zug nach Lis­sa­bon er­in­nern. Als wä­re es ges­tern ge­we­sen. 😉 Ich hof­fe Euch geht’s gut und Ihr hat­tet noch ei­ne schö­ne Rei­se durch Por­tu­gal! Ja, stimmt. Im Bad ist ei­ne Steck­do­se. Ein Han­dy zu la­den funk­tio­niert auch wahr­schein­lich. Ich kann die­se Steck­do­sen al­ler­dings nicht für stär­ke­re Ge­rä­te emp­feh­len, da es meist Schutz­steck­do­sen sind, die nur ei­ne ge­rin­ge Strom­stär­ke bie­ten (ich hof­fe, das ist fach­lich kor­rekt aus­ge­drückt 😉 ). An­ders rum und ein­fach for­mu­liert: Der Strom in der Ba­de­zim­mer-Steck­do­se ist oft nur für klei­ne Ge­rä­te wie Ra­sier­ap­pa­ra­te ge­dacht.

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