7 Sicherheits-Tipps fürs Geld auf Reisen

Ei­nes der wohl hei­kels­ten Si­cher­heits-The­men auf Rei­sen ist die si­che­re Ver­wah­rung des Gel­d­es. Vor al­lem in­di­vi­du­ell rei­sen­de Back­pa­cker, die mit dem Ruck­sack um die Welt rei­sen, ma­chen si­ch ei­ni­ge Ge­dan­ken über die si­che­re Ver­wah­rung der Rei­se­kas­se. Was tun, wenn das ge­sam­te Rei­se­geld ge­stoh­len wird? Und no­ch wich­ti­ger: Was tun, um das Geld auf Rei­sen so gut wie mög­li­ch vor Die­ben zu schüt­zen.

Ei­nen hun­dert­pro­zen­ti­gen Schutz gibt es nicht, aber ein paar gu­te Mög­lich­kei­ten das Ri­si­ko zu mi­ni­mie­ren, um nicht plötz­li­ch oh­ne Geld in frem­den Län­dern da­zu­ste­hen.

Sicherheits-Tipp 1: Karten statt Bargeld

Bar­geld ist die un­si­cher­s­te Me­tho­de, um Geld im Ur­laub mit si­ch zu füh­ren. Klar, oh­ne Bar­geld kommt nie­mand aus. Ban­ko­ma­ten bzw. Geld­au­to­ma­ten ge­hö­ren heu­te in den meis­ten In­dus­trie- und Schwel­len­län­dern zum Stan­dard. In Städ­ten ist ein ATM – so der in­ter­na­tio­na­le Na­me des Geld­au­to­ma­ten – schnell zu fin­den. Über­all dort soll­te auf über­mä­ßi­ge Bar­gel­d­re­ser­ven ver­zich­tet wer­den.

Ei­ne in­ter­es­san­te Kon­to-Kre­dit­kar­ten-Kom­bi­na­ti­on für Rei­sen­de bie­tet zB. das DKB-Cash Kon­to. Das Kon­to be­inhal­tet ei­ne kos­ten­lo­se Kre­dit­kar­te* von Vi­sa, mit der man kos­ten­los welt­weit Bar­geld be­he­ben kann. So kann man ne­ben dem Si­cher­heits-As­pekt gleich­zei­tig beim Geld­be­he­ben Kos­ten spa­ren.

Ge­stoh­le­nes Bar­geld wird von kei­ner Ver­si­che­rung er­setzt. Kre­dit­kar­ten und Ma­es­tro-Kar­ten (EC-Kar­te) kön­nen al­ler­dings schnell ge­sperrt und so der Scha­den mi­ni­miert wer­den.

Geld

In länd­li­chen Ge­gen­den, man­chen Ent­wick­lungs­län­dern und in Län­dern oh­ne in­ter­na­tio­na­len Ab­kom­men (z.B. Nord Ko­rea) gibt es kei­ne Geld­au­to­ma­ten und so muß wei­ter­hin auf Bar­geld ge­setzt wer­den.

Sicherheits-Tipp 2: Mehrere Geldquellen

Bei län­ge­ren Fern­rei­sen ist es rat­sam, meh­re­re Ban­ko­mat- und Kre­dit­kar­ten auf Rei­sen mit­zu­neh­men.  Mit ei­ner Kom­bi­na­ti­on aus ei­ner EC-Kar­te, min­des­tens ei­ner VISA- oder Mas­ter­card und ei­ner “ei­ser­nen” Bar­geld-Re­ser­ve in Dol­lar (au­ßer­halb der EU) ist man auf der si­che­ren Sei­te.

VISA- und Mas­ter­card ha­ben welt­weit die höchs­te Ak­zep­tanz. Au­ßer­dem kann mit ih­nen am ATM in Kom­bi­na­ti­on mit ei­nem Code Bar­geld be­ho­ben wer­den. Ach­tung! Häu­fig muss dies mit dem Kre­dit­kar­ten­in­sti­tut ex­tra ver­ein­bart wer­den!

Wird ei­ne Kar­te ge­stoh­len oder geht der Ma­gnet­strei­fen ka­putt, ist im­mer ei­ne an­de­re EC- oder Kre­dit­kar­te als Re­ser­ve vor­han­den.

Sicherheits-Tipp 3: Karten und Bargeld aufteilen

Um das Dieb­stahls-Ri­si­ko zu mi­ni­mie­ren, soll­ten Ma­es­tro-Kar­ten, Kre­dit­kar­ten und Bar­gel­d­re­ser­ven auf das Ge­päck auf­ge­teilt wer­den. Je nach Wer­tig­kei­ten kann zB. je­ne Kar­te, mit der am kos­ten­güns­tigs­ten Geld be­ho­ben wer­den kann, und ein Teil der Bar­gel­d­re­ser­ve in ei­ner un­ter der Ho­se un­sicht­bar ver­steck­te Bauch­ta­sche de­po­niert wer­den. Sol­che Hüft- oder Bauch­ta­schen, die Du un­ter der Klei­dung trägst, fin­dest Du hier*.

Ein wei­te­rer Teil der ei­ser­nen Bar­geld-Re­ser­ve und ei­ne Kre­dit­kar­te kom­men in ein schwer zu­gäng­li­ches Fach im Ruck­sack. Sie die­nen für den ab­so­lu­ten Not­fall und wer­den im Ide­al­fall auf der gan­zen Rei­se nicht an­ge­tas­tet. Al­le wei­te­ren Kar­ten kön­nen be­lie­big auf­ge­teilt wer­den.

Schlech­te Plät­ze für Geld­kar­ten und Bar­geld sind leicht zu­gäng­li­che Au­ßen­ta­schen. Auch die au­ßen ge­tra­ge­ne Bauch­ta­sche oder Hand­ta­schen sind ris­kan­te Auf­be­wah­rungs­plät­ze.

Sicherheits-Tipp 4: Geheimversteck nicht verraten

So ba­nal die­ser Tipp klingt, so sel­ten wird er be­ach­tet. Er­st wer­den Wert­sa­chen und Do­ku­men­te  von Tou­ris­ten auf­wän­dig in ei­ner un­sicht­ba­ren Bauch­ta­sche ver­steckt. Be­nö­tigt der Rei­sen­de dann et­was da­von, wer­den die Wert­sa­chen in al­ler Öf­fent­lich­keit aus dem Ge­heim­ver­steck her­vor­ge­kramt. Mit “ge­heim” ist es dann auf je­den Fall vor­bei!

Dar­um soll­ten be­nö­tig­tes Bar­geld, Kar­ten oder Do­ku­men­te recht­zei­tig an ei­nem si­che­ren Ort aus dem Geld­gür­tel oder ei­nem an­de­ren Ver­steck in leich­ter zu­gäng­li­che Ta­schen  (zB. Geld­ta­sche) trans­fe­riert wer­den. Als “ru­hi­ge Ört­chen” bie­ten si­ch da­für zB. Toi­let­ten an.

Sicherheits-Tipp 5: Karten-Nummer und Sperrnummer notieren

Wenn dann mal doch der un­an­ge­neh­me Fall ein­tritt, dass die EC-Kar­te oder Kre­dit­kar­te ge­stoh­len wird, muß schnell ge­han­delt wer­den. Ein An­ruf beim Kre­dit­kar­ten-Not­ruf hält den Scha­den in Gren­zen. So­bald die Kre­dit­kar­te ge­sperrt ist sind kei­ne gro­ßen fi­nan­zi­el­len Schä­den zu be­fürch­ten.

Für die schnel­le Selbst­hil­fe müs­sen al­le Kar­ten-Num­mern auf ei­nem Not­falls-Blatt no­tiert wer­den. Auch die Sperr-Te­le­fon­num­mern der un­ter­schied­li­chen Kar­ten­an­bie­ter soll­test Du be­reits vor der Rei­se no­tie­ren um im Not­fall ra­sch re­agie­ren zu kön­nen.

Das Not­falls-Blatt mit al­len wich­ti­gen Da­ten soll­te auch ei­ner Ver­trau­ens­per­son im Hei­mat­ort über­ge­ben wer­den. Sie kann bei grö­ße­ren Schwie­rig­kei­ten al­le wei­te­ren Schrit­te ein­lei­ten.

Na­tür­li­ch kann man die Da­ten der Kre­dit- und Geld­kar­ten auch im Smart­pho­ne oder iPho­ne hin­ter­le­gen. Bei ei­nem Raub­über­fall ist das Mo­bil­ge­rät dann aber mit ziem­li­cher Si­cher­heit auch weg.

Sicherheits-Tipp 6: Kleine Mengen Geld griffbereit halten

Lei­der ste­hen in man­chen Län­dern be­waff­net Raub­über­fäl­le auf Tou­ris­ten an der Ta­ges­ord­nung.  In die­sem un­an­ge­neh­men Fall gilt es in ers­ter Li­nie Leib und Le­ben zu schüt­zen.  Um den For­de­run­gen der Die­be nach­kom­men zu kön­nen, soll­te man im­mer ei­ne klei­ne Men­ge Bar­geld in der Ho­sen­ta­sche mit si­ch tra­gen. Im Not­fall wird dann das Geld in Rich­tung der Räu­ber ge­wor­fen und in die an­de­re Rich­tung das Wei­te ge­sucht.

Sicherheits-Tipp 7: Wenn alle Stricke reißen…

…dann geht die Rei­se doch wei­ter. Wur­de das ge­sam­te Geld ge­stoh­len und sind auch kei­ne Kre­dit­kar­ten mehr im Ge­päck, dann hilft nur no­ch der Griff zum nächs­ten Te­le­fon. Da­heim ge­blie­be­ne Ver­wand­te und Be­kann­te kön­nen dann mit ei­ner Geld­an­wei­sung aus der Pat­sche hel­fen. Wahr­schein­li­ch der be­kann­tes­te welt­wei­te An­bie­ter für “Mo­ney Trans­fers” ist Wes­tern Uni­on. In über 200 Län­dern hat man so die Mög­lich­keit, in­ner­halb we­ni­ger Mi­nu­ten wie­der zu Bar­geld zu kom­men.

Mit ei­ner Kre­dit­kar­te kann ei­ne Geld­an­wei­sung rund um die Uhr im In­ter­net durch­ge­führt wer­den. Das Bar­geld wird dann an ei­ner der 300.000 Ver­triebs­stel­len aus­be­zahlt. Im Not­fall ist so die Ver­sor­gung mit Bar­geld ge­si­chert, wenn auch die Kos­ten für Geld­an­wei­sun­gen sehr hoch sind. Vor al­lem für Back­pa­cker, die al­lei­ne rei­sen, ist der Mo­ney Trans­fer ein wich­ti­ges Si­cher­heits­netz.

Fazit

Es gibt ei­ni­ge Mög­lich­kei­ten, um die Rei­se­kas­se si­cher zu ver­wah­ren. Nichts ist un­an­ge­neh­mer, als un­er­war­tet im Ur­laub und auf Rei­sen oh­ne Geld zu sein. Ei­ne gu­te Por­ti­on Haus­ver­stand hilft bei der Pla­nung schon wei­ter. So sol­len Geld­beu­tel und an­de­re Wert­ge­gen­stän­de nie un­be­auf­sich­tigt blei­ben. Auch gut ge­füll­te Brief­ta­schen zie­hen die Bli­cke von Die­ben ma­gi­sch an. Die Geld­ta­sche in der Ge­säß­ta­sche zu tra­gen ist auch ei­ne will­kom­me­ne Ein­la­dung für Lang­fin­ger.

Mit ein paar gu­ten Vor­be­rei­tun­gen und ei­nem Not­falls­plan ist das The­ma Geld auf Rei­sen um ei­ni­ges ent­spann­ter.

Wie sieht’s aus: Hast Du Fra­gen oder wei­te­re Si­cher­heits-Tipps für Geld auf Rei­sen? Ich freue mi­ch auf Dei­nen Kom­men­tar!

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Bei­trag wur­de zu­letzt am 26.3.2017 ak­tua­li­siert.

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Kommentare

  1. Sehr gu­te und aus­führ­li­cher „Gui­de“

    Er­gän­zend kann man viel­leicht fol­gen­des er­wäh­nen

    Bei Kre­dit­kar­ten zah­lung im Lä­den und Re­stau­rants soll man na­tür­li­ch dar­auf ach­ten das die Kar­ten nicht ir­gend­wie im Hin­ter­raum ge­lan­gen.

    Bei der Ab­he­bung von Bar­geld im­mer über­prü­fen, das nichts Auf­fäl­li­ges bei der ATM ma­schine zu se­hen ist.

    Ich fin­de das auch rat­sam Kar­ten-Num­mer und Sperr­num­mer im Han­dy zu hin­ter­le­gen, Pech hat man na­tür­li­ch dann wenn auch das Han­dy weg ist (:

  2. Schön zu­sam­men­ge­fasst. Man­che Leu­te le­gen es eben ein­fach drauf an be­raubt zu wer­den. Ge­wis­se Rea­li­tä­ten muss man an be­stimm­ten Ur­laubs­zie­len eben ak­zep­tie­ren.
    Gruß
    Fu­la­no

  3. Andersreisender meint:

    @Morten: Will­kom­men im An­ders Rei­sen Blog! Wie Du rich­tig Schreib­st, gibt es beim “hand­ling” mit dem Geld dann no­ch wei­te­re Si­cher­heits­tipps zu be­ach­ten. In den Tipps ha­be ich die Ba­sics zu­sam­men­ge­fasst, die man schon vor der Rei­se be­ach­ten soll­te.

    @Fulano: Du sagst es. Im­mer wie­der lau­fen mir Men­schen in der Salz­bur­ger In­nen­stadt über den Weg, die die Geld­ta­sche in der Ge­säß­ta­sche ein­ste­cken. Ta­schen­die­be sind auch im Deutsch­spra­chi­gen Raum un­ter­wegs – das dürf­ten vie­le no­ch nicht ka­piert ha­ben.

  4. Dan­ke für die Tipps, die Du sehr schön zu­sam­men­ge­fasst hast! Wer­de ich auf mei­ner Wan­de­rung be­rück­sich­ti­gen.
    LG Chris­ti­an

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