5 Mal Sightseeing in Schwarz-Weiß

Meine ehemalige Kollegin von der Prager Fotoschule in Kefermarkt, Katerina Fišer, hat mich für ein kleines Spiel nominiert: 5 Tage lang täglich ein Schwarz-Weiß Bild auf Facebook zu posten.

Eigentlich sehe ich die Welt gerne in Farbe, aber das Spiel fand ich reizvoll. Darum habe ich vergangene Woche im Archiv gewühlt um passende Bilder zu finden. Zeit für eine kleine Zusammenfassung, Hintergrundinfos und Reiseanekdoten, die in Facebook keinen Platz fanden.

1. Takaoka Daibutsu in Takaoka/Toyama (Japan)

Ich hatte großes Glück, dass mein Ryokan in Takaoka bei Toyama den gleichen Namen trägt wie die religiöse Stätte nebenan. Sonst würde ich vielleicht heute noch durch die Straßen der 181.000 Einwohner Stadt irren und meine Unterkunft suchen. Google Maps hat mich wegen fehlender Straßenbezeichnungen mehrere Kilometer in die falsche Richtung gelotst.

Bild: Takaoka Daibutsu in Japan

Mit 15,8 Metern ist die Statue in Takaoka einer der “großen Buddha” in Japan.

Gottseidank gibt es in Japan viele hilfsbereite Menschen. Auch wenn ich mit den meisten nicht in Englisch oder einer anderen mir bekannten Sprache sprechen konnte, kam ich doch rechtzeitig in meine Unterkunft.

Daibutsu bezeichnet nämlich die riesigen Buddhastatuen in Japan, mit 15,8 Metern Gesamthöhe ist jener in Takaoka nicht zu übersehen. Wer Lust hat kann die ganze Geschichte im Reisetagebuch-Eintrag aus Takaoka nachlesen.

2. Markt in Mumbai

Schon ziemlich am Ende meiner ersten Reise durch Südindien habe ich den “Null Bazar” bei einem Bummel durch die größte Stadt Indiens entdeckt. Er liegt in einem von Moslems bevölkerten Stadtteil von Mumbai. Vom Knoblauch bis zum Ziegenkopf kann man hier alles kaufen.

Bild: Knoblauch-Verkäufer im Null Bazar in Mumbai

Knoblauch in allen Variationen wird im Null Bazar in Mumbai verkauft.

Den authentischen Geruch muss man sich zum Bild einfach vorstellen. Die unzähligen Knoblauchzehen lässt die Herzen von Knofl-Fans höher schlagen.

3. Compañía de Jesús in Quito

Es ist eine gute Idee die Compañía de Jesús in der Hauptstadt Ecuadors zuerst einmal in schwarz-weiß zu betrachten. So sind die feinen Kontraste des Deckengewölbes besser zu erkennen.

Bild: Kirche Compañía de Jesús in Quito

Atemberaubend: Die Compañía de Jesús in Quito.

Beim Betreten der Jesuitenkirche weiß man nicht, wo man zuerst hinschauen soll. Man taucht in eine strahlende, von Gold und Reichtum überladene Halle ein. Rund zehn Tonnen Blattgold verzieren allein die Wände der Kirche. Das Auge ist bei diesem Anblick zuerst einmal überfordert.

4. Die Sieben Schwestern in Moskau

Eine Sightseeing-Tour mit dem Schiff durch Moskau führt am imposanten Wohngebäude an der Kotelnitscheskaja-Uferstraße vorbei. Das Gebäude ist eines der “Sieben Schwestern”, Gebäude die im Sozialistischen Klassizismus von Stalin in Auftrag gegeben wurden.

Die besondere Bauart hat den unverwechselbaren Bauwerken auch den Namen “Stalinkathedralen” oder “Stalinfinger” eingebracht.

Bild: Wohngebäude an der Kotelnitscheskaja Uferstraße in Moskau

Eine der “Sieben Schwestern” an der Kotelnitscheskaja Uferstraße in Moskau

Böse Zungen sprechen lieber vom “stalinistischen Zuckerbäckerstil”. Beeindruckend sind die Hochhäuser auf jeden Fall. Und aus dem Stadtbild von Moskau sind sie nicht mehr wegzudenken.

5. Kleopatragarten am Dach der Bundeskunsthalle in Bonn

Ganz genau genommen heißt sie “Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland”. Weit über Bohnn hinaus ist sie aber eher als Bundeskunsthalle bekannt. Dort am Dach tauchte ich im Sommer 2013 in die Welt der Kleopatra ein.  Ein üppiger, orientalischer Garten ließ eine Idee von der Gartenkultur am Nil aufkommen.

Zwischen den Palmen ragen drei türkisfarbene Spitzen in den Himmel. Sie verleihen der rundum angelegten Landschaft einen surrealistischen Touch.

Bild: Dach der Bundeskunsthalle in Bonn

Wie von einem anderen Stern wirken die Kegel im Kleopatragarten am Dach der Bundeskunsthalle in Bonn.

Und trotzdem fügen sie sich perfekt in die Illusion vom Garten am Nil ein.

Schwarz-Weiße Reise

…und ich freue mich darüber, dass ich dieses Bild als letztes meiner fünf geforderten Schwarz-Weiß-Bilder gefunden habe. Damit geht meine kleine Reise in Schwarz-Weiß Bildern zu Ende.

Ich hoffe, Dir hat’s gefallen und Du kannst Dir die Welt – mit etwas Phantasie – in bunten Farben ausmalen. ;-)

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Kommentare

  1. Interessant und vor allem ein Artikel, ganz nach meinem Geschmack. Wir stehen auf festem Boden und nicht im Wasser und die Fotos sind in schwarz-weiss – was ich sehr mag. Gelunger Artikel mit interessanten Eindrücken aus fünf verschiedenen Ecken dieser Welt.

  2. Andersreisender meint:

    – Alex: Ich wollte ja mit einem Beitrag über die Galapagos Inseln weitermachen, kann Dich aber nicht mit ständigen Beiträgen von Inseln und Schiffen quälen. Darum einmal “zwischendrin” Festland in schwarz-weiß, bevor es weitere Eindrücke aus Ecuador gibt. Ich freue mich, dass Dir die Reisebilder aus aller Welt gefallen. :-)

  3. Ich war zwar schon mal in Moskau, aber ganz kurz und auf einem Bahnhof. Muss mir mal Zeit nehmen und diesen Stadt richtig anschauen!

    Gruß
    Richard

  4. Christina meint:

    Hach wie schön! :D
    Auch wenn ich noch immer Anhängerin von VIELEN Farben bin, sind die Bilder wirklich genial. Vorallem die wahnsinnige Mischung aus Japan, Bonn, Indien, Moskau und Quito. :-)
    Liebe Grüße
    Christina

  5. Andersreisender meint:

    – Richard: Moskau ist eine Reise wert! Aber auch die Bahnhöfe sind beeindruckend. ;-)

    – Christina: Tolle Reisemischung, aber in Schwarz-Weiß. Das nennt man anders reisen, oder? ;-)

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