Entspannter Ao Yai Beach auf Koh Phayam

“Thai­land wie vor 30 Jah­ren” ver­spricht mir mein Freund Bru­no als wir über un­se­re Rei­se­plä­ne für Süd­ost­asi­en spre­chen. “Kommst Du mit zum Ao Yai Be­ach auf der In­sel Koh Pha­yam?” Seit un­se­ren letz­ten Tref­fen  wäh­rend un­se­rer Rei­sen in De­hang in Chi­na und spä­ter mehr­mals am White Sand Be­ach auf Koh Chang ist schon ei­ni­ge Zeit ver­gan­gen. “Klar kom­me mit auf die ent­spann­te In­sel in der An­da­ma­nen­see!” er­wi­de­re ich spon­tan und freue ich mich auf das Wiedersehen.

Zu­ge­ge­ben: Un­se­re An­rei­se ist al­les an­de­re als ent­spannt. Wir sind et­was über­rascht und frus­triert: Es reg­net. Die In­sel ist vom Fähr­an­le­ger in Ra­nong mit dem Speed­boot oder mit ei­nem lang­sa­men Fähr­boot erreichbar.

Bruno und Gerhard im Regen auf der Fähre nach Koh Phayam

Nach lan­ger Zeit tref­fe ich wie­der Bruno.

Wir ent­schei­den uns für die ge­müt­li­che Va­ri­an­te am “slow boat”, bei der wir ver­mut­lich we­ni­ger nass wer­den als auf dem ra­san­ten Boot. Spä­tes­tens nach der An­kunft auf der In­sel ist es mit tro­cke­ner Klei­dung de­fi­ni­tiv vor­bei. Da hel­fen auch die “Wet­ter­he­xen” nichts, die wir vor der Ab­fahrt schnell be­sorgt haben.

Gerhard Liebenberger auf Koh Phayam

Ei­ne feuch­te An­kunft mit schi­cker “Wet­ter­he­xe”…

Un­se­re Un­ter­kunft La­zy Hut* liegt am Ao Yai Be­ach. Dort hin ist es ei­ne ca. 15minütige Mo­ped­fahrt quer über die In­sel. Durch strö­men­den Re­gen. Es ist tröst­lich, dass der Re­gen warm ist – und dass sol­che Was­ser­mas­sen wäh­rend der Tro­cken­zeit in Thai­land ei­gent­lich ab­so­lut un­üb­lich sind.

Moped beim Lazy Hut - Koh Phayam

…und trie­fend-nas­ser Mo­ped­fahrt auf Koh Phayam.

Was solls… auch bei Re­gen kann man ins ge­müt­li­che In­sel­le­ben glei­ten. Au­ßer­dem folgt je­der Re­gen­wol­ke ir­gend­wann wie­der Son­nen­schein. Ich ver­lie­be mich so­fort in den Ao Yai Beach.

Die “La­zy Hut” zählt zu den eher ein­fa­chen Un­ter­künf­ten, aber be­stimmt auch zu den ge­müt­lichs­ten. Ich lie­be es ta­ge­lang bar­fuß zu sein und den wei­chen Sand zwi­schen den Ze­hen zu spü­ren. Kein 5-Ster­ne-Ho­tel der Welt wür­de ich ge­gen ei­ne klei­ne Hüt­te di­rekt am Strand eintauschen.

Hier kann man den Tag ent­spannt an­ge­hen und sich von der Kü­che ver­wöh­nen las­sen. Wer den Na­men des “La­zy Hut” wort­wört­lich aus­le­gen möch­te braucht zum Es­sen nicht ein­mal aus der Hän­ge­mat­te auf­zu­ste­hen. Ei­gent­lich kann man hier den gan­zen Tag faul ab­hän­gen und ein­fach ein­mal in den Tag hin ein­le­ben. Am Abend ver­sorgt die klei­ne Bar die Gäs­te mit ei­nem Sundowner.

Koh Phayam - Ao Yai Sonnenuntergang

Son­nen­un­ter­gang am Ao Yai Strand.

Am Ao Yai Be­ach auf Koh Pha­yam gibt es kei­ne gro­ßen Re­sorts. Am Sand­strand in der Bucht sind un­ge­hin­der­te, ki­lo­me­ter­lan­ge Strand­spa­zier­gän­ge mög­lich. Es ist ei­ne herr­lich ru­hi­ge In­sel – de­fi­ni­tiv nichts für Party-People.

Koh Phayam - Ao Yai Strand

Der Strand­spa­zier­gang führt ent­lang klei­ner Resorts…

Koh Phayam Ao Yai Beach

…und ge­müt­li­cher Plät­ze zum Verweilen.

Koh Phayam - Ao Yai Strand

Eb­be und Flut wir­ken sich ex­trem auf die Brei­te des Ao Yai Strands aus.

Ent­lang des Ao Yai Strands gibt es auch ein paar ge­müt­li­che Bars und Ca­fés und auch an­de­re Un­ter­künf­te. Ganz am süd­li­chen En­de be­fin­det sich z.B. die toll ge­stal­te­te Hip­pies Bar.

Hippies Bar am Ao Yai Beach

Die Hip­pies Bar ist ge­müt­li­cher Treffpunkt…

Hippies Bar am Ao Yai Beach

…am En­de des Ao Yai Beachs.

Von hier kann man dann wie­der am Strand zu­rück spa­zie­ren, das Le­ben ge­nie­ßen, über Din­ge nach­den­ken oder dem Wech­sel des Was­ser­stands zwi­schen Eb­be und Flut zu­se­hen. Der Strand ver­än­dert sich je nach Was­ser­stand ex­trem und reicht von hun­dert Me­ter Brei­te bis zum fast nicht mehr exis­ten­ten Sandstreifen.

Koh Phayam Ao Yai Strand

Auf Koh Pha­yam ist ge­nü­gend Platz zum Strandburgbauen…

Koh Phayam - Ao Yai Strand

…und schwim­men.

Ei­ne klei­ne Be­ton­stra­ße führt vom Strand in ein klei­nes Dorf. Dort gibt es ein klei­nes Ge­schäft mit den not­wen­digs­ten Din­gen und ei­ne klei­ne Rei­se­agen­tur. Al­les in Kleinformat.

Das "Village" in Ko Phayam am Ao Yai Beach

Al­les Not­wen­di­ge für ein “ein­fa­ches Le­ben” be­kommt man im “Vil­la­ge”.

Wei­te­re Er­kun­dun­gen ab­seits vom Ao Yai Be­ach sind am ein­fachs­ten mit dem Mo­ped mög­lich. Be­son­ders be­liebt ist z.B. ein Aus­flug zur Hip­pie-Bar am süd­li­chen Ao Khao Kwai Be­ach (“Buf­fa­lo Be­ach”). Sie ist kom­plett aus Treib­holz und Strand­gut gebaut.

Bru­no hat­te Recht – hier am Ao Yai Be­ach auf Koh Pha­yam, fern­ab der gro­ßen Re­sorts und Tou­ris­ten­mas­sen, ist es un­glaub­lich ent­spannt. Warst Du schon ein­mal auf der In­sel Koh Pha­yam in der An­da­ma­nen­see? Wie sind Dei­ne Er­fah­run­gen? Be­rich­te uns als Kommentar!

Tipps für die Reise auf Koh Phayam:

  • Die An­rei­se ist z.B. mit Flug­zeug (z.B. Nok Air) oder Bus von Bang­kok mög­lich. An­rei­se mit dem Zug bis Chumphon (von Nor­den) oder Surat Tha­ni (von Sü­den) und wei­ter mit Linienbus.
  • Trans­fer vom Flug­ha­fen zum Fähr­an­le­ger Ra­nong wei­ter nach Koh Pha­yam mit Bus (200 Baht). Bus war­tet die An­kunft des Flu­ges ab.
  • zwi­schen Bus­bahn­hof und Fähr­an­le­ger fah­ren “Stadt­bus­se” (Songt­haew) der Li­nie 6 (15 Baht): Ab­fahrt der Pick­ups mit blau-weis­sem Auf­bau di­rekt am Bus­bahn­hof, beim Fähr­an­le­ger führt die Rou­te ent­lang der brei­ten Haupt­stra­ße. Um Halt bit­ten, es sind Ca. 200 Me­ter bis zum Fähr­an­le­ger.  Wei­te­re Mög­lich­keit: Ta­xi (ca. 70  Baht/Person – verhandeln!)
  • Schnell­boo­te (“Hi Speed Boat”, Fahr­zeit ca. 35 Mi­nu­ten, 350 Baht) fah­ren al­le 30 bis 60 Mi­nu­ten. Es gibt un­ter­schied­li­che Anbieter:
    Ra­nong – Koh Pha­yam: 7:00 (X), 7:30, 8:00, 8:30, 8:45 (X), 9:30, 9:40, 10:00(X), 11:00, 12:00, 12:30, 13:00, 13:30 (X), 14:00, 14:30 (X), 15:30, 16:30, 17:30 (X) Uhr
    Koh Pha­yam – Ra­nong: 7:30, 8:00 (X), 8:30, 9:00 (X), 9:30 (X), 10:00, 10:30, 11:00,  12:00 (X), 12:30, 13:00 14:30, 15:30 (X), 16:00, 16:30 (X), 17:00 Uhr
    (X) Die­se Speed­boo­te fah­ren Ra­nong – Koh Chang – Koh Pha­yam bzw. re­tour. Al­le Fahr­plä­ne lt. In­fos an den Fähr­an­le­gern zur Haupt­sai­son. An­kunft auf Koh Pha­yam je nach Was­ser­stand am Pier oder am Strand (nas­se Füße!)
  • Fäh­ren (“Slow Boat”, Fahr­zeit ca. 2,5 bis 3 Stun­den, 200 Baht) mit sehr we­nig Kom­fort fah­ren zu fol­gen­den Zeiten:
    Ra­nong – Koh Pha­yam: 9:30, 10:00, 14:00 Uhr
    Koh Pha­yam – Ra­nong: 8:30, 14:00, 15:00 Uhr
  • ei­ni­ge we­ni­ge Ex­press-Boo­te fah­ren zu­sätz­lich (nicht selbst aus­pro­biert, Preis und Fahr­zeit liegt zwi­schen Speed- und Slowboot)
  • Auf der In­sel fah­ren Mo­ped­ta­xis auf den schma­len We­gen zum Fix­preis (z.B. Fähr­an­le­ger – Ao Yai Beach/Lazy Hut 80 THB). Auf Koh Pha­yam gibt es kei­nen Autoverkehr.
  • Ein­fa­che, tou­ris­ti­sche In­fra­struk­tur gibt es im Haupt­ort, di­rekt am Fähr­an­le­ger. In man­chen Re­sorts (z.B. auch bei La­zy Hut) kann man mit Kre­dit­kar­te be­zah­len. Trotz­dem ge­nü­gend Bar­geld mit­neh­men, es gibt kei­nen Geld­au­to­ma­ten (ATM) auf Koh Phayam.
  • Ein klei­nes “Vil­la­ge” mit ein­fa­chen Ca­fés, Re­stau­rants und Ge­schäf­ten ist vom Ao Yai Be­ach zu Fuß erreichbar.
  • Ge­müt­li­che Un­ter­kunft mit ein­fa­chen Bun­ga­lows, ent­spann­tem Flair und sehr gu­tem Es­sen ist das La­zy Hut Re­sort*.
  • Strom ist in den ein­fa­chen Un­ter­künf­ten nicht stän­dig ver­füg­bar und oft stun­den­lang abgedreht.
  • In­ter­net auf Koh Pha­yam: WLAN wird von vie­len Re­sorts an­ge­bo­ten, ist aber oft sehr lang­sam. Mo­bi­les In­ter­net über den An­bie­ter True Mo­bi­le-H (mei­ne Er­fah­run­gen und Tipps zur thai­län­di­schen SIM-Kar­te hier) funk­tio­niert gut und kon­stant (3G). Kaum Unterbrechungen.
  • Koh Pha­yam, Ko Pha­yam oder Ko Pa­yam…? Ja, es gibt un­ter­schied­li­che Schreib­wei­sen je nach Spra­che und Ver­mö­gen der Gra­fik­agen­tu­ren. Rund um Ra­nong ist auch bei ei­gen­ar­ti­ger Schreib­wei­se ziem­lich si­cher die In­sel gemeint.
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Kommentare

  1. Nord-Peru Reisen meint:

    Tol­le Fo­tos, man hat so­fort Lust, sich in ei­ne Hän­ge­mat­te zu le­gen und dem Mee­res-Rau­schen zu zu hörten.

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