Die Einladung: Russland individuell zu bereisen ist theoretisch unmöglich

Formulare und ein gewisser “Papierkrieg” gehören zum individuellen Reisen dazu. Bei manchem Visum-Antrag müssen sogar sehr viele Formulare ausgefüllt und zum Konsulat oder zur Botschaft gebracht werden. Mit einem einfachen Visum-Antrag für Russland ist es nicht getan. Für das Russische Touristen-Visum müssen eine Krankenversicherung und eine Einladung nach Russland nachgewiesen werden. Alles halb so wild. Wo Du die Einladung für Russland erhältst und beantragst erfährst Du in diesem Beitrag.

Wer benötigt eine Einladung nach Russland?

Bei einer touristischen Reise nach Russland mußt Du bereits beim Visum-Antrag die Reiseroute und reservierte Unterkünfte nachweisen. Bitte beachte, dass die Einreisebestimmungen je nach Nation unterschiedlich sind. Die Informationen in diesem Beitrag gelten für die Deutschsprachigen Länder (Deutschland, Österreich, Schweiz, Südtirol).

Normalerweise stellen die Hotels, in denen gebucht wurde, die entsprechenden Voucher aus. Bei einer gebuchten Pauschalreise kümmert sich das Reisebüro um die Visa-Formalitäten.

Visum Russland - Bildausschnitt

Schwieriger wird es, wenn Du individuell durch Russland reisen willst. Die wenigsten Backpacker organisieren Hotels im voraus und lassen sich Hotelvoucher mit Buchungsbestätigungen in ihr Heimatland senden. Die Buchungsbestätigung einer Online-Buchungsplattform wie z.B. Booking.com* gilt fürs Russische Visum nicht als Voucher. Auch bei privaten Gastgebern und bei Business-Visa ist laut Russische Botschaft eine “förmliche Originaleinladung” beizulegen.

Mit einer Einladung Russland individuell bereisen

Eine individuelle Reise durch Russland wäre durch diese Regelungen faktisch unmöglich. Die Transsibirische Eisenbahn mit der Besichtigung von verschiedenen Städten entlang der Strecke bliebe für viele Reisende für immer ein Traum. Die komplizierten Einreiseformalitäten nach Russland sind zwar abschreckend, aber nicht unüberwindbar. Ich habe schon mehrmals ein Visum für Russland, inklusive Einladung, beantragt und es hat jedes Mal gut geklappt. Wichtig ist, dass Du alle Unterlagen sorgfältig vorbereitest.

Mit einer Transsib-Reise erfüllt sich mancher einen Lebenstraum. Du möchtest diesem Abenteuer ein Stück näher kommen? Viele Insider-Tipps und Reiseberichte findest Du in der Facebook Gruppe "Transsibirische Eisenbahn". Jetzt reinklicken, stöbern und Fragen stellen!

Wo bekomme ich eine Einladung nach Russland?

Einige Reisebüros und Visa-Agenturen haben sich auf die Ausstellung von Einladungen nach Russland spezialisiert. Zwar müssen Hotels für den Aufenthalt in Russland reserviert sein, aber es ist nicht festgelegt, dass genau in diesen Hotels übernachtet werden muss.

Darum wird für individuell Reisende eine Bestätigung oder ein Voucher über die Buchung von Hotels entlang der angegebenen Reisestrecke ausgestellt. Für diese Dienstleistung muss natürlich eine Gebühr bezahlt werden.

Was kostet die Einladung nach Russland?

Die Preise für Russland-Einladungen sind sehr unterschiedlich. Eine Einladung für maximal 30 Tage schlägt sich je nach Anbieter mit Kosten von 20 bis 75 Euro zu Buche. Die teuerste Einladung nach Russland ist also um 375 Prozent teurer als die günstigste.

Die günstigsten Agenturen

Mir fällt auf, dass die Anbieter für Einladungen nach Russland stark wechseln. Ich persönlich entscheide mich immer für die günstigste Variante, die ich im Internet finde. 2010 war es z.B. www.russlandvisum.at (gibt es nicht mehr), aktuell habe ich mich für www.russland-anders.ru entschieden.

Dort kostet die touristische Einladung 20 Euro für maximal 30 Tage Aufenthalt. Laut Website wird der Antrag innerhalb eines Arbeitstages bearbeitet. Übrigens: Für die Beantragung mehrere Einladungen nach Russland gibt’s Rabatt, sie ist dann ab 15 Euro erhältlich.

Meine Erfahrungen mit Russland-anders.ru

“Russland mal anders” hat das Büro in St. Petersburg. Die Einladung für Russland wird über ein Formular komplett in Deutsch beantragt. Ein Antrag per Mail ist ebenfalls in Deutsch möglich. Das Formular ist sehr gut strukturiert, es macht Sinn dieses zu verwenden.  In nur wenigen Minuten ist das Ausfüllen erledigt. Grobe Angaben Deiner Reiseroute reichen. Wenn Du bereits eine konkrete Reiseroute geplant und auch Unterkünfte gebucht hast macht es Sinn diese bei der Einladung nach Russland anzugeben. Die Gebühr kann direkt nach dem Absenden des Antrags z.B. per Paypal/Kreditkarte  bezahlt werden.

Sobald Du den Betrag bezahlt hast heißt es ein paar Stunden warten. Die Einladung nach Russland inklusive Reiseverlauf wird Dir per E-Mail zugesandt. Ich habe den gesamten Ausdruck dem Visa-Antrag für Russland beigelegt. Im Russischen Visazentrum hat man dann nur den Voucher (2 Seiten in A5 auf einem Blatt) behalten.

Die günstigsten Anbieter für die Einladung nach Russland

Unter zehn von mir im Internet recherchierten Agenturen bieten folgende drei Agenturen die günstigen Einladungen nach Russland für Individualreisende an. Die Einladungen werden für Reisende aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und aus anderen EU-Staaten angeboten. Die Liste erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit, sondern soll als Anhaltspunkt dienen. Viele Anbieter schnell wieder vom Markt verschwunden und neue tauchen auf. Wenn Du einen Tipp hast gib in den Kommentaren oder per Mail Bescheid. Der angegebene Preis gilt für eine Reisezeit von maximal 30 Tagen und galt am Tag der Recherche.

Fazit

Auch wenn das Russland-Visum kompliziert zu beantragen ist sind die bürokratischen Hürden nicht unüberwindbar.  Touristen können nur mit einer Einladung Russland individuell bereisen. Viele Visa-Agenturen übernehmen die Ausstellung und machen so eine individuelle Reise mit dem Rucksack erst möglich. Bevor Du das Touristen-Visum für Russland beantragst musst Du Dich um die Einladung kümmern. Du solltest dafür bereits Deine grobe Reiseroute sowie Ein- und Ausreisetag kennen. Wenn Du alle Unterlagen zusammen hast ist die Beantragung der Einladung in wenigen Minuten erledigt.


.

Dieser Beitrag wurde erstmals am 10. Juni 2010 veröffentlicht und zuletzt am 14. Mai 2017 komplett überarbeitet.

Kommentare

  1. Ehrlich gesagt erklärt sich mir gar nicht so recht, warum das so ist.

    Und mal unter uns: wer lernt ein Land von der Größe Russlands in nur 30 Tagen wirklich kennen? Die sans da a bisserl arg knauserig.

    Greets
    Sven

  2. Da wird ein bisschen nach der wie-du-mir-so-ich-dir-Methode gearbeitet. So lange die EU ihre Einreisbedingungen für russische Staatsbürger nicht lockert…
    Nach meiner Erfahrung ist auch nicht jede Auslandskrankenversicherung genehm. Interessant auch, dass man im Visumsantrag sogar den Arbeitgeber mit Namen und Anschrift angeben muss.

  3. Deine Überschrift finde ich missverständlich. Denn sie erweckt den Eindruck, als dass Individualreisende keine Hotels benutzen. Ob ein Reisender in Hotels übernachtet, ist aber kein Kriterium dafür, ob er Individualreisender ist.

    Bei Übernachtung in solchen Hotels, die eine Lizenz haben, ihre Gäste zu registrieren, ist eine Individualreise in Bezug auf das Visum und die Registrierungspflicht in Russland (auch theoretisch) möglich.

    Eine Frage ist: wieviel Flexibilität braucht man persönlich während der Reise? Gibt es Leute, die sich um einen kümmern? Will ich mich gar nicht auf eine Route vorab festlegen (lassen)?

    Je nachdem, wie die eigenen Ansprüche an die eigene individuelle Reise sind, ist die Planung mal leichter oder aufwändiger. Solche Verallgemeinerungen wie in der Überschrift verfälschen die tatsächlichen Umstände.

    Gerade in Russland gibt es eine deutliche Diskrepanz zwischen den Gesetzen und ihrer Anwendung und Beachtung sowohl unter Staatsbediensteten (Stichwort Korruption) als auch den Bürgern.

    Es ist zwar sehr gut, sich vor der Russlandreise über die Bedingungen der Aufenthaltserlaubnis zu informieren. Am besten auf der Website der russischen Botschaft. Entscheidend ist dann aber auch, und das unterscheidet erst recht den Individualreisenden vom Pauschalreisenden in Russland, die tatsächliche Praxis zu kennen, die Möglichkeiten, sich hindurchzumogeln. Man muss sich damit eben einige Zeit beschäftigen. Oder man macht seine Erfahrungen erst auf der Reise mit Trial und Error-Methode, was dann Zeitverlust, Frust und ungeplante Mehrausgaben zur Folge haben kann.

    Wenn man in Russland von Polizisten (sind auch in zivil unterwegs) kontrolliert wird, werden Fehler im Visum bzw. Verstöße gegen Normen des Aufenthaltsrechts (=Theorie) sehr oft ausgenutzt, um das Einkommen aufzubessern. Strafgelder fließen dann oft gar nicht in den Staatshaushalt oder den Haushalt der Kommune. Das (theoretische) Recht wird missbraucht.

    Es kann aber auch passieren, dass der Tourist gegen keine Normen verstoßen hat, ihm aber eingeredet wird, er hätte, so dass eine Strafe fällig wird. In solchen Situationen zeigt sich die Meisterschaft des Individualtouristen gegenüber dem Pauschaltouristen, wenn er sich zu behaupten weiß.

    Weil es tatsächlich häufig möglich ist, eine Registrierung von Hotels mit der entsprechenden Lizenz zu erhalten gegen eine Gebühr, die abhängen kann von der Zeit, die registriert werden soll (z.B. ich zahle den Preis einer Übernachtung im Standardzimmer für Registrierung von 3 Tagen und schlafe wo ich will), braucht niemandem Angst gemacht zu werden vor theoretisch nicht einzuhaltenen Anforderungen. Die sind eben wenig(er) relevant.

    Die günstigsten Anbieter …
    das stimmt so nicht. Ich nenne nur mal als Beispiel Wostok Reisen aus Berlin. Werben sogar schon mit Bannern auf einschlägigen RU-Seiten mit 15 € Gebühr für Online-Bestellung einer Einladung. So hat eine Firma, die 45 € verlangt, in den Top 3 nichts verloren.

    Der gut informierte Individualreisende lässt sich natürlich nicht allein vom Preis verleiten, sondern weiß aufgrund seiner Recherchen, dass er auch den Registrierungsservice der Agentur benötigt. – Wenn man sich länger als 3 Werktage an einem Ort in Russland aufhält, muss man sich vor Ort registrieren lassen. Darum kümmern sich nicht alle solcher Agenturen, die eine Einladung beschaffen. Da fallen immer wieder Uninformierte auf die Nase und müssen Strafe an die Miliz zahlen. Das sind Erfahrungen, die ich selbst in einer Incoming-Agentur in St. Petersburg als Praktikant gemacht habe. – Dann kommt es auch vor, dass man in einem Hotel übernachtet, das einem die Registrierung besorgt, obwohl man Geld bei den Übernachtungskosten sparen wollte.

    Russlandreisen als Individualreisen sind nun mal planungsaufwändig.

    @Sven: Mit Visa fließen viele Devisen ins Land. Das ist ein Goldesel. “Knauserigkeit” – da hast Du die falsche Brille auf. Du kannst selbstverständlich auch ein Visum für eine längere Zeit bekommen, um das Land besser kennen zu lernen, selbst ein Business-Visum mit mehr Reisefreiheiten als ein Touristenvisum. Kostet eben mehr.

    Man muss aber auch sehen, wie hoch die Hürden für russische Touristen sind, wenn sie nach Europa kommen wollen. Medwedew hat gerade wieder der EU angeboten, die Visapflicht von einen auf den anderen Tag abzuschaffen, wenn Europa die Visapflicht für Russen lockert. Aber die Bürokraten in Europa wollen ja nicht. – Die sind also erheblich mit daran schuld, dass uns soviel Arbeit entsteht und Ad-hoc-Reisen kaum möglich sind.

  4. Andersreisender meint:

    @Sven: Russland ist in der Tat ein riesiges Land, in dem es sehr viel zu entdecken gibt. Aber wie @Tonari und @Jörg auch bereits geschrieben haben, sind die Einreisebedingungen für Russen in die EU auch sehr verschärft. Dabei verfährt jedes EU-Land noch dazu nach eigenen Regeln, d.h. es kann sein, dass die Einreisebestimmungen für Frankreich unkomplizierter sind, als für Deutschland. Für Russen ist es eigentlich noch viel komplizierter, unsere “kleinen” Länder zu bereisen.

    @Jörg: Herzlich Willkommen im Anders reisen Blog und danke für Deine Ausführlichen Hintergrundinformationen! Es ging mir einfach darum aufzuzeigen, dass mit den offiziellen Regelungen die Reisefreiheit stark eingeschränkt sein kann. Dass die offiziellen Regelungen und die Auslegung der Regeln vor Ort oft weit auseinandergehen, konnte ich bereits selbst erfahren und wird auch jeder Russland-Reisende schon bei der Planung bemerken.

    Auch die Registrierung vor Ort ist ein Kapitel für sich, das ich hier auch bewußt mal außen vor ließ. Vor allem bei privaten Übernachtungen ist die Registrierung eine komplizierte Angelegenheit.

    Aber eine Sache bezüglich Registrierung muss ich trotzdem richtigstellen: Nicht die einladende Agentur sondern derjenige, bei dem man übernachtet (Hotel, Privatperson…) ist für die Registrierung zuständig. Die Miliz sieht nur die Informationen auf der Imigration-Card und im Visum. Details über das reservierte Hotel sind dort nicht ersichtlich.

    Richtig ist, dass die Agentur, die die Russland-Einladung ausstellt, eine Haftung übernimmt. Die Kontaktadresse sollte man sich für Notfälle auch aufschreiben und auf Reisen mitnehmen.

    Bezüglich der Russland-Einladung bei Vostok-Reisen (ich nehme an Du meinst diese, denn “Wostok” Reisen gibt es nicht) kann ich Deine Preis-Informationen nicht nachvollziehen. Auf der Homepage wird die Einladung für 30 Tage um 60 Euro angeboten. Ansonsten nehme ich den Link zum 15-Euro-Angebot gerne als “besten Tipp” in die Liste auf.

  5. Richtigstellen – genauer ist: klarstellen. Denn sind Tatsachen erklärt worden, die unwahr sind? Dass eine Agentur verpflichtet ist, sich um die Registrierung zu kümmern, habe ich nicht geschrieben.

    Bestimmte Hotels sind aber verpflichtet, ihre ausländischen Gäste unverzüglich zu registrieren (ich glaube, das kostete 2005 nur einen US-Doller, jedenfalls nur einen Apfel und ein Ei).

    Wenn man sich privat einladen lässt, hat der Einladende viel Aufwand, weil er zu den Behörden muss (mindestens 2x), dort womöglich stundenlang warten muss.
    Bei mir war es 2004 mal so, dass meine Freundin in St. Petersburg sich das mit den Behörden erspart hat und zu einer Agentur ging, von der ich die Einladung als Tourist erhielt. Die Zahlung hatte sie übernommen und mir den Preis nicht genannt. Wegen der Registrierung ging sie mit mir kurz nach meiner Ankunft zum nächsten großen Hotel (mit Lizenz zur Registrierung) und zahlte einen Betrag dafür (mehr als einen Apfel und ein Ei, aber deutlich weniger als eine Übernachtung).

    Der gewünschte Link zur Bestätigung meiner Aussage wird bald ins Nirvana führen, denn, ich wiederhole mich, geworben wird auf einem Banner, welches auf dem Portal von Russland Aktuell zur Zeit geschaltet ist. Ich fand dieses Banner auch heute (21.6.2010) noch auf der Seite: http://forum.aktuell.ru/viewforum.php?f=5, das Banner oben (Google-Werbung von Vostok): Visaservice ab 15,- €.

    Auf deren Homepage, die ich zwar schon lange kenne, habe ich letztens aus Anlass meines Kommentars hier nicht geschaut. Kann sein – ja wahrscheinlich, dass diese Einladung nur für einen Aufenthalt von 14 Tagen gilt. Aber die Frage war ja nur: “Was kostet eine Einladung?” und implizierte nur den “ab …”-Preis. Je länger der Aufenthalt, desto teurer die Einladung, die an die Behörden zu zahlen ist. – Freier Markt, daher gibt es auch unverschämte Agenturen mit Mondmargen, die draufgeschlagen werden.

    Demnächst beginne ich eine Serie zum Thema Visum in meinem Blog. Meine Zielgruppe sind ja gerade Invidiualreisende mit dem Ziel Russland.

    Ich werde im September 2010 nach Moskau reisen und mein Freund beschafft mir die private Einladung. Ich will bewusst mal die Erfahrungen mit den Behörden durchmachen. Mein Freund ist Jurist und spielt da mit. Darüber will ich dann auch schreiben.

  6. Andersreisender meint:

    @Jörg: “Der gut informierte Individualreisende lässt sich natürlich nicht allein vom Preis verleiten, sondern weiß aufgrund seiner Recherchen, dass er auch den Registrierungsservice der Agentur benötigt.”
    Hast Du geschrieben, also nix für ungut! 😉
    Und nicht nur bestimmte Hotels sind verpflichtet die Gäste zu registrieren, sondern in Russland gibt es eine PFLICHT sich zu registrieren. Aber wie ich schon geschrieben habe: In diesem Beitrag geht es um die Russland-Einladung und nicht um die Registrierung vor Ort.
    Bitte nicht böse sein, aber Du berufst Dich bezüglich des “günstigsten Preises” für eine Einladung nach Russland auf eine falsche Google-Werbung. Findest Du nicht, dass das ein bisschen unseriös ist? Bei einem Klick drauf wirst Du dann ja selbst feststellen, dass sie 45 Euro für 14 Tage kostet, bei 30 Tagen – die in meinem Beitrag verglichen wurden – sind es 60 Euro. Somit ist diese Einladung mehr als doppelt so teuer als meine billigste Russland-Einladung. Und darum bitte ich Dich um Verständnis, dass ich sie nicht in die Liste aufnehmen werde. Auch wenn die Werbung meint, es sei vermeintlich die billigste Russland-Einladung.

  7. Carlos meint:

    Kann man mit der Einladung überall in Russland reisen, ohne Hotelbuchungen nachweisen zu müssen?

  8. An der Fragestellung erkenne ich bereits, dass der Artikel hier nur oberflächlich gelesen wurde. Wer liest, ist klar im Vorteil.
    Ich wiederhole nur: Eine Einladung ist notwendige Voraussetzung für den Erhalt eines Visums.

    Wenn man ein Visum hat, dann gibt es keine örtlichen Einschränkungen. Es gibt aber, doch das ist ein von der Fragestellung getrenntes Problem, Pflichten zur Registrierung.

    Seitdem der Artikel geschrieben worden ist, wurde das Recht teilweise schon verändert. Die Anforderungen zum Erhalten des Visums wurden jetzt weiter verschärft. Eine Verschärfung liegt in der Forderung nach dem Nachweis der geplanten Reiseroute. (das ist die jüngste Verschärfungsregel) und – seit 2010 verschärft – dem Nachweis der Rückkehrwilligkeit durch Beschenigungen des Arbeitgebers oder ein Nachweis aus dem Grundbuchamt, dass man Eigentum an einem Haus hat, dass man eine Zahnarztpraxis hat, das man eine Rente bezieht u.a. Solche Regelungen hat vorher die EU gegen russische Bürger eingeführt.

    Aber im Jahre 2011 im März wurde die Frist für eine Registrierung verlängert von 3 auf 7 Werktage. Damit entspannte sich dieses Registrierungsproblem für die meisten Reisenden.

    In meinem Blog gibt es Einzelheiten.

  9. Andersreisender meint:

    Die Einreisebestimmungen und auch die Regeln für die Einladung nach Russland ändern sich immer wieder einmal. Danke, Jörg für Deine Ausführungen. Da kann ich nichts mehr hinzufügen. 😉

  10. Ha – das trifft sich ja perfekt, dass der Artikel grad erst gestern überarbeitet wurde :-). Ich werd mit meinem Freund im Oktober die Transsib machen – und zwar in die andere Richtung. Er ist beruflich in Wladiwostok und ich flieg mit – heim gehts dann nicht mit dem Flieger, sondern dem Zug. D.h. wir haben beide ein Visum für die erste Woche (läuft über die Firma) – allerdings weiss ich nicht, wie es mit der Dauer aussieht? Brauchen wir da dann nochmal eine separate Einladung für die weiteren 2-3 Wochen? Ich muss mich eh noch anderweitig schlau machen aber falls es hier schon einen Tipp gibt, wär ich natürlich dankbar.

  11. Andersreisender meint:

    – Eva: Klasse, dass Ihr von Wladiwostok zurück mit dem Zug fährt. Du solltest auf jeden Fall im Vorfeld die Dauer Deines Visums Checken. Wenn es für 30 Tage ausgestellt ist solltest Du zeitlich mit der Eisenbahn gut durchkommen. Die Einladung brauchst Du nur für den Visa-Antrag, dort solltest Du die Rückreise mit der Bahn angeben. Wenn Du das Visum schon in der Tasche hast brauchst Du nichts nochmals beantragen. Falls Du trotzdem unsicher bist, frage bitte beim Konsulat bzw. Visa-Service nach wie es in Deinem speziellen Fall aussieht.

  12. – Gerhard: Danke für die Info. Werden wir so machen. Immerhin haben wir ja noch Zeit, um alles unter Dach und Fach zu kriegen.

  13. Eva Marlen meint:

    Ganz herzlichen Dank für diese Ausführungen. Gut dass ich sie gefunden habe. Wir reisen am 21. Richtung Litauen und wollen im Gebiet des ehemaligen Ostpreußens die Heimat meiner Mutter ansehen. Das heißt ein bisschen Insterburg, ein bisschen Königsberg, ein bisschen die Dörfer, in denen meine Mutter ihre Schulferien verbracht hat. Das ist nicht so einfach, da wir noch nicht wissen können, wo ganz genau sich alles befindet. Also eine Reise ohne ganz genauen Plan. Aber nirgendwo länger als 2 Tage. Ergibt sich das Problem mit dem Anmelden dann auch? Und müssen wir genau zu den Tagen ein oder ausreisen, die im Visum angegeben sind? Dass eine spätere Ausreise nicht in Frage kommt, muss nicht erwähnt werden. Was raten sie mir?

  14. Andersreisender meint:

    – Eva Marlen: Das hört sich nach einer spannenden Reise an! Wenn es Hotel/Guesthouse/Hostel-Übernachtungen zwischendrin gibt wird die Registrierung dort übernommen. Kleine Lücken sind normalerweise auch kein Problem. Was das russische Visum betrifft: Es wird i.d.R. exakt mit dem am Visumantrag angegebenen Einreisetag ausgestellt. Bei der Ausreise würde ich etwas Reserve-Zeit einplanen, damit nichts passiert. Das kann mit den Agenturen für die Einladung abgesprochen werden. Schöne Vorfreude bei der Reiseplanung und gute Reise! 🙂

Deine Meinung ist uns wichtig

*

Mit einem Freund teilen