[7ways2travel] 7 Bilder, die ich noch nie im Reiseblog gezeigt habe

Das Le­ben als Rei­se­b­log­gers ist gar nicht so ein­fach. Wäh­rend mei­ner Rei­sen gibt es mehr tol­le Er­leb­nis­se, als ich im Blog ver­ar­bei­ten kann. Vie­le Sto­ries blei­ben un­er­zählt und zahl­lo­se Bil­der ver­schwin­den im Ar­chiv auf der Festplatte.

Zu alt, nicht gut ge­nug, für an­de­re Pro­jek­te re­ser­viert oder ein­fach nur pein­lich. Das sind ei­ni­ge die­ser Grün­de war­um man­che Bil­der nie hier im Rei­se­b­log ver­öf­fent­licht wur­den. Da­bei gä­be es zu so man­chem Bild ei­ne in­ter­es­san­te Rei­sesto­ry zu erzählen.

Kambodscha "No pissing here"

Bei den 7ways2travel Rei­se­b­log­gern ste­hen die­se Wo­che sie­ben die­ser Bil­der, die noch nie im Rei­se­b­log ge­zeigt wur­den, im Ram­pen­licht. In­klu­si­ve Rei­se­ge­schich­ten. Die Grün­de für das Feh­len der Bil­der im Rei­se­b­log sind sehr unterschiedlich.

In die­sem Bei­trag fin­dest Du mei­ne sie­ben Fund­stü­cke. Und ei­ne Rei­sesto­ry gibt’s zum je­wei­li­gen Bild au­ßer­dem dazu.

Mehr Reiseerlebnisse als Zeit fürs Bloggen

Die feh­len­de Zeit ist in mei­nem Rei­se­b­log­ger-Le­ben das wohl häu­figs­te Pro­blem. Es gibt viel mehr tol­le Rei­se­er­leb­nis­se als Zeit sie al­le im Rei­se­b­log zu ver­ar­bei­ten. Als Blog-An­fän­ger vor mehr als acht Jah­ren hat­te ich das Pro­blem noch nicht. Der Bil­der­über­schuss ent­steht erst im Lau­fe der Zeit. Auch dann, wenn die The­men im­mer mehr ein­ge­grenzt wer­den blei­ben vie­le Rei­sest­o­ries und Rei­se­tipps ein­fach auf der Stre­cke. Und da­mit auch die Bilder.

In ei­nem Bei­trag woll­te ich Euch Tipps für die Wei­ter­rei­se vom süd­li­chen En­de des Berni­na-Ex­press nach Mai­land und Ve­ne­dig ge­ben. Die re­cher­chier­ten Da­ten lie­gen be­reit und ge­hö­ren in ei­nem Blog­bei­trag aus­for­mu­liert. Auch die da­zu­ge­hö­ri­gen Bil­der war­ten im Ar­chiv und wur­den noch nie ver­öf­fent­licht. Al­so soll­te es we­nigs­tens ein Bild des „Freccia­bi­an­ca“, mit dem ich durch Ita­li­en ge­reist bin, ins Rei­se­b­log schaffen.

Frecciarossa in Italien, aber nicht im Bahnreiseblog

Lang, lang ist’s her!

Ir­gend­wann wer­den Bil­der und Bei­trä­ge auch alt. Dar­um ver­wen­de ich Bil­der, die äl­ter als fünf Jah­re sind, nur noch sehr un­gern für Blog­bei­trä­ge. Das Glei­che gilt auch für re­cher­chier­te In­hal­te für Bei­trä­ge, viel zu schnell sind sie nicht mehr aktuell.

Un­se­re Welt ver­än­dert sich an vie­len Or­ten ra­send schnell. Das muss­te ich wäh­rend mei­ner letz­ten Rei­se mit der Trans­si­bi­ri­schen Ei­sen­bahn wie­der fest­stel­len. In­ner­halb von sie­ben Jah­ren hat sich in Russ­land und in der Mon­go­lei viel ver­än­dert. Der Vor­teil die­ser Rei­se: Ich kann äl­te­re Blog­bei­trä­ge für mei­ne Le­ser wie­der auf den neu­es­ten Stand bringen.

Noch of­fen­sicht­li­cher wird es beim Blick wei­ter zu­rück. Mei­ne ers­ten Di­gi­tal­fo­tos im Bild­ar­chiv stam­men von 2002. Das Bild von ei­ner Bahn­rei­se nach Un­garn ist ei­nes mei­ner ers­ten di­gi­ta­len Rei­se­bil­der. Da­mals war ich noch nicht Rei­se­b­log­ger. Vom Er­stel­lungs­zeit­punkt des Fo­tos bis zum Start des An­ders rei­sen Blogs sol­len noch sie­ben Jah­re vergehen.

Gerhard Liebenberger 2002

„Das nehme ich nur für die Reise-Show“

Vie­le mei­ner Bil­der und Vi­de­os sind ex­klu­siv in mei­nen Live-Rei­se­shows auf der Lein­wand zu se­hen. Das er­klärt auch war­um ich von ei­ni­gen auf­re­gen­den Er­leb­nis­sen nur kurz auf Face­book be­rich­te aber ein aus­führ­li­cher Bei­trag im Rei­se­b­log fehlt.

In In­di­en durf­te ich ein The­yyam-Ri­tu­al mit­er­le­ben. Im Nor­den Ke­ralas, in den Re­gio­nen Payyanur und Ka­nur, tan­zen sich The­yy­am­tän­zer in Tran­ce. Durch sie er­schei­nen wäh­rend die­ses Ri­tu­als  Gott­hei­ten, Geist­we­sen, Vor­fah­ren und auch Tie­re. Be­son­ders be­ein­dru­ckend war für mich die Ein­la­dung zum Pott­an The­yyam. Um vier Uhr in der Früh lud ei­ne Fa­mi­lie vor dem Fa­mi­li­en­schrein zur Ze­re­mo­nie. Als ich an­kam brann­ten zwei gro­ße Feu­er am Platz. Erst tanz­te der The­yy­am­tän­zer zum Takt der Trom­meln und er­zähl­te Ge­schich­ten über die Gott­heit. Dann wur­de er für den feu­ri­gen Teil vorbereitet.

Mi­nu­ten­lang blieb er in den glü­hen­den Koh­len la­chend lie­gen. Das Ri­tu­al dau­er­te bis Son­nen­auf­gang, dann spen­de­te er den Gläu­bi­gen sei­nen Se­gen. Sei­ne Wor­te zu mir wer­de ich wohl nie ver­ges­sen. Er sag­te zu mir „Du bist über die sie­ben Mee­re ge­reist um mich zu se­hen. Ich füh­le mich ge­ehrt und seg­ne Dich.“

Theyyam Ritual in Indien

Das Essen während der Reise ist einfach traumhaft…

…und trotz­dem kann ich nicht stän­dig da­von im Blog be­rich­ten. Ich bin kein Food­blog­ger. Mei­ne Schwer­punk­te sind Bahn­rei­sen, in­di­vi­du­el­les Rei­sen und be­son­de­re Rei­se­er­leb­nis­se. Dar­an än­dert auch nichts, wenn ich mich min­des­tens zwei­mal am Tag mit dem The­ma „Es­sen“ beschäftige.

So blei­ben un­zäh­li­ge Food-Fo­tos au­ßen vor. Auch wenn das Es­sen wäh­rend ei­ner Blog­ger­rei­se durch Is­ra­el traum­haft war, bleibt es trotz­dem nur ei­ne Rand­be­mer­kung. Ei­nes der bis­her un­ver­öf­fent­lich­ten Bil­der schafft es in den heu­ti­gen Bei­trag. Viel­leicht soll­te ich ein­mal ein ei­ge­nes Food­blog star­ten, Bild­ma­te­ri­al gä­be es genug! 😉

Essen in Israel

Kein Internet – kein Blogbeitrag

Et­was un­ge­wohnt war es schon für mich. Ich kam in Ku­ba an und wuss­te: Das kom­men­de Mo­nat gibt’s kein In­ter­net. Ich hat­te al­les für die Off­line-Zeit vor­be­rei­tet, da­bei kam es nicht so schlimm wie er­war­tet. Ent­ge­gen mei­ner Er­war­tung wur­den ei­ni­ge WLAN-Hot­spots in Ku­ba ein­ge­rich­tet. Seit­dem ver­sam­meln sich die Ein­woh­ner zum In­ter­net-Sur­fen auf den zen­tra­len Plät­zen der Städ­te. Die­se Plät­ze sind für ei­ne schnel­le Nach­richt nach Hau­se ganz prak­tisch, zum Blog­gen sind mir die Bän­ke mit­ten auf den Stadt­plät­zen dann doch zu un­be­quem. Dar­um gibt es hier im Rei­se­b­log von mei­ner Ku­barei­se kei­ne von un­ter­wegs ver­öf­fent­lich­ten Rei­sest­o­ries zu lesen.

Und so fan­den auch die Bil­der ei­ner Tra­ves­tie­show nicht den Weg in die Öf­fent­lich­keit. Der Ei­gen­tü­mer mei­ner Un­ter­kunft hat sie als Neu­jahrs-Show ver­an­stal­tet, we­ni­ge Ta­ge nach mei­ner An­kunft in Mat­anz­as. Gäs­te, Freun­de und die Nach­barn wur­den zur ge­mein­sa­men Fei­er ein­ge­la­den. Um 22 Uhr be­gann das Show­pro­gramm auf der Dachterrasse.

Mu­sik und Tanz mit viel „Co­ra­zon“, ei­ni­ges an nack­ter, männ­li­cher Haut und für mich un­ver­ständ­li­che Wit­ze in spa­ni­scher Spra­che wur­den von den Gäs­ten be­ju­belt. Die Show auf den Dä­chern war bis zwei Uhr in der Früh im gan­zen Vier­tel hör- und sicht­bar. Dass es sich um ei­ne Tra­ves­tie­show han­delt wur­de uns bei der Ein­la­dung üb­ri­gens nicht ver­ra­ten. Um­so über­rasch­ter war ich, dass Ku­ba in der Hin­sicht so auf­ge­schlos­sen ist.

Travestieshow Matanzas

Das Bild ist schief, unscharf oder peinlich

Ver­un­glück­te Bil­der wer­den von mir ei­gent­lich gleich ge­löscht. Sie brau­chen nur Spei­cher­platz. Da­bei wür­den so man­che Meu­chel­fo­tos und ver­un­glück­ten Schnapp­schüs­se Stoff für lus­ti­ge Fo­to­se­ri­en bie­ten. Ich ge­lo­be Bes­se­rung – die nächs­ten Un­fäl­le wan­dern so­fort ins Lach-Archiv.

Ein Bild zählt auf Face­book zu den be­lieb­tes­ten Bil­dern des Jah­res, für ei­ne Ver­öf­fent­li­chung im Blog gab es bis­her kei­nen An­lass. Ich fand’s über­haupt nicht lus­tig als im Jän­ner ein Fri­seur in Thai­land un­ge­fragt mei­nen Bart ab­ra­siert hat. Seit 20 Jah­ren ist er fi­xer Be­stand­teil mei­nes Ge­sichts. Die Tor­tur ging dann noch bei den Haa­ren wei­ter. Bis zu die­sem Fri­seur­be­such hat­te ich kei­ne Angst vor dem Haar­schnitt im Aus­land, seit­dem bin ich aber sehr vorsichtig.

Meuchelfoto Reiseblogger

Da wollt‘ ich schon längst einen Beitrag drüber schreiben…

…und dar­um gibt’s so man­che be­son­de­ren Rei­se­bil­der noch im­mer nicht im Blog zu se­hen. Ei­ner der Bei­trä­ge, der schon lan­ge auf mei­ner Lis­te steht, sind die Mo­peds in Viet­nam und Kam­bo­dscha. Ein Mo­ped zählt in die­sen Län­dern zur Grund­aus­stat­tung ei­nes Haus­halts. Sai­gon ist wahr­schein­lich die Mo­ped-Haupt­stadt der Welt. Ver­mut­lich gibt es nir­gend­wo mehr Mo­peds als hier.

Be­weis­fo­to ge­fäl­lig? Dann schau’ mal hier. Im All­tag wird al­les Mög­li­che und Un­mög­li­che da­mit trans­por­tiert. Als täg­li­ches Trans­port­mit­tel er­wei­sen sich die Zwei­rä­der als ex­trem robust.

Lustiges Moped in Vietnam

Die­ser Bei­trag mit den sie­ben Bil­dern, die ich noch nie hier im Rei­se­b­log ge­zeigt ha­be, ist ein gu­ter An­lass um end­lich den Bei­trag mit den ver­rück­ten Mo­peds zu ver­öf­fent­li­chen. Wäh­rend mei­ner Rei­sen durch Viet­nam und Kam­bo­dscha sind mir ei­ni­ge un­glaub­li­che Si­tua­tio­nen un­ter­ge­kom­men. Ich durch­stö­be­re mal das Ar­chiv und ver­öf­fent­li­che ei­ni­ge span­nen­de Bil­der. In die­sem Bei­trag im Rei­se­b­log fin­dest Du  ver­rück­te und lus­ti­ge Mo­ped-Fo­tos. Rei­sesto­ry in­klu­si­ve. Versprochen!

7 Tage – 7 Blogger – 7 Reisetipps

Lust auf mehr? Die #7ways2travel Rei­se­b­log­ger ha­ben auch vie­le span­nen­de Bil­der im Ar­chiv, die sie noch nie ge­zeigt ha­ben. Rei­se­b­log­ger-Sto­ries inklusive!

7ways2travelHier zei­gen mei­ne  7ways2travel Rei­se­b­log­ger-Kol­le­gen ih­re 7 Reisebilder:

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Kommentare

  1. Schumm­ler! Es sind acht Bil­der! Jetzt hät­te ich ger­ne die Ge­schich­te zum ers­ten Bild ge­wusst “No pis­sing here”…

  2. Zu­erst dach­te ich “huch, das war wohl in jun­gen Jah­ren”, aber ge­nau­so ist es eben, wenn man lei­der unter’s Mes­ser ge­ra­ten ist. Wie bei dir mit dem Fri­seur. Al­so bart­los gibt es mich auch nur äu­ßerst sel­ten und un­gern. Da ver­ste­he ich dich nur zu gut.
    Hut ab, dass du es den­noch hier ge­bracht hast!

  3. Andersreisender meint:

    – Gud­run: Gilt es wenn ich mich auf mei­ne Kol­le­gen bei Life­tra­vellerz raus­re­de? Die ha­ben auch ein “Vor­schau­fo­to”. Dach­te, dann ma­che ich das auch so. Zum “ein­stim­men” qua­si und dann geht’s ins De­tail. Das “No Pis­sing He­re” Trans­pa­rent hängt in der Nä­he des Boo Sraa Was­ser­falls in Kam­bo­dscha. Ich bin dort mit dem Mo­ped hin­ge­fah­ren um ei­nen Geo­cache zu fin­den. Of­fen­bar ha­ben hier nach der An­kunft vie­le Rei­sen­de ein be­son­de­res Be­dürf­nis. Auch wenn ich nicht ganz ver­ste­hen kann war­um das Uri­nie­ren mit­ten im Dschun­gel ein Pro­blem ist hab’ ich’s mir noch ein biss­chen verkniffen. 😉

    – Alex: Ein Bart­trä­ger der mich ver­steht! Sehr schön! Ja, das Bild stammt wirk­lich von An­fang 2017, al­so nichts mit “jun­gen Jah­ren”. Soll­te ich ein­mal in­ko­gni­to ver­rei­sen wol­len dann wer­de ich mir die­sen Look wie­der zulegen. 😉

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