In Portugal Tauchen: Berlengas und die Primavera

Ei­gent­lich soll­te die „Pri­ma­ve­ra“ Mar­mor für be­ein­dru­cken­de Bau­wer­ke lie­fern. Doch plötz­lich bricht am Schiff Feu­er aus. Die Be­sat­zung kann sich zum Groß­teil ret­ten, aber die wert­vol­le Fracht sinkt vor Por­tu­gal auf den Mee­res­grund.

Vor dem Ber­len­gas Ar­chi­pel lie­gen heu­te noch gro­ße Mar­mor­plat­ten und Zier­bau­stei­ne ge­mein­sam mit dem Schiffs­wrack der Pri­ma­ve­ra am Mee­res­grund. In rund 22 Me­tern Tie­fe und bie­ten sie ein El­do­ra­do für Mee­res­tie­re und Tau­cher.

Das Ber­len­gas Ar­chi­pel ist ei­nes der be­lieb­tes­ten und in­ter­es­san­tes­ten Tauch­ge­bie­te Por­tu­gals. Es liegt ei­ne Ki­lo­me­ter vor der Küs­ten­stadt Pe­ni­che. Bei mei­ner Rei­se durch Cen­tro de Por­tu­gals darf ein Be­such zu­min­dest ei­nes Tauch­spots am Ber­len­gas Ar­chi­pel nicht feh­len. Das Wrack der Pri­ma­ve­ra ist von der Küs­ten­stadt Pe­ni­che aus ein­fach zu er­rei­chen.

Gerhard Liebenberger beim Tauchen beim Berlengas Archipel

Am Weg zum Tau­chen: Ber­len­gas Ar­chi­pel und die an­de­ren In­sel­grup­pen sind mit dem Boot ab Pe­ni­che leicht er­reich­bar.

Der Tauch­spot liegt di­rekt vor dem Ha­fen der der Il­ha da Ber­len­ga (Ber­len­ga Gran­de). Sie ist die Größ­te In­sel des Ar­chi­pels. Von Pe­ni­che sind Boo­te in rund ei­ner hal­ben Stun­de am 10 Ki­lo­me­ter ent­fern­te Tauch­spot Pri­ma­ve­ra.

Der Fa­rol do Cabo Car­voei­ro, der Leucht­turm an der stei­len Küs­te Pe­ni­ches, ist bald au­ßer Sicht. Dann tau­chen lang­sam am Ho­ri­zont die ers­ten In­seln des Ber­len­gas Ar­chi­pels auf. Vor der Küs­te an­kert das Boot der Tauch­ba­sis Acua Sub Oes­te und wir Gäs­te be­rei­ten uns auf den Tauch­gang vor.

Berlenga Grande

Der Tauch­spot “Pri­ma­ve­ra” liegt vor Ber­len­ga Gran­de.

Berlenga grande mit Sao Joao Baptista Fort

Schö­ne Ku­lis­se fürs Tau­chen vor Ber­len­ga: Das São João Bap­tis­ta Fort.

Mit­te April ist auf Ber­len­ga Gran­de noch al­les ge­schlos­sen. Wo­bei ge­ra­de jetzt der Be­such der In­sel ein ein­ma­li­ges Er­leb­nis ist. Nur im Früh­ling wach­sen auf Ber­len­ga Gran­de un­zäh­li­ge Blu­men.

Bald schon ver­dör­ren sie, im Som­mer ist es hier viel zu tro­cken. Für mich bleibt lei­der für ei­nen Fo­to­bum­mel über die In­sel kei­ne Zeit. Aber mei­ne Be­glei­te­rin Ana sieht sich, wäh­rend ich tau­che, die Um­ge­bung von oben an.

Berlenga Grande im Frühling

Die In­sel Ber­len­ga Gran­de über­zieht im Früh­ling ein Blü­ten­meer. Bild: Ana Tei­xei­ra

Tau­cher be­su­chen die In­seln vor der Küs­te Por­tu­gals be­vor­zugt zwi­schen Mit­te März und Ok­to­ber, Ju­li und Au­gust sind hier Hoch­sai­son. Ei­ne „ech­te“ bes­te Rei­se­zeit für das Tau­chen am Ber­len­gas Ar­chi­pel gibt es aber nicht. Wenn es Wet­ter und See­gang zu­las­sen wird hier das gan­ze Jahr ge­taucht, er­zählt mir Jor­ge Pe­rei­ra, der Ei­gen­tü­mer der Tauch­ba­sis Acua Sub Oes­te.

Acua Sub Oeste Tauchboot auf Berlenga

Mit dem Tauch­boot er­kun­den wir auf Ber­len­ga auch ei­ni­ge Höh­len.

Un­ser Tau­boot an­kert in der Nä­he des São João Bap­tis­ta Forts. Dort kön­nen aben­teu­er­lus­ti­ge im Som­mer auch in den Rui­nen über­nach­ten.

Tauchspot “Primavera” auf Berlenga Grande

Wir ma­chen uns fer­tig um die „Pri­ma­ve­ra“ und ih­re schwe­re Fracht in 22 Me­ter Tie­fe zu be­su­chen. „Al­les OK – wir tau­chen ab“. Wie es beim Tauch­spot „Pir­ma­ve­ra“ aus­sieht? Das siehst Du im Tauch­vi­deo.

Der Tauch­spot „Pri­ma­ve­ra“ auf der Ber­len­ga In­sel ist be­liebt, da das Schiffs­wrack von An­fän­gern und Fort­ge­schrit­te­nen be­taucht wer­den kann. Die ma­xi­ma­le Tauch­tie­fe ist 22 Me­ter, es herrscht kaum Strö­mung.

Bei mei­nem Tauch­gang im Früh­ling liegt die Sicht bei rund 10 Me­ter, der At­lan­tik hat er­fri­schen­de 14 Grad. Acua Sub Oes­te stellt ne­ben Halb­tro­cken-Tauch­an­zü­ge zer­ti­fi­zier­ten Tau­chern auch Tro­cken­tauch­an­zü­ge zur Ver­fü­gung.

Berlenga: Primavera Tauchspot und Marmorsteine

Die “Pri­ma­ve­ra” und die ge­la­de­nen Mar­mor­blö­cke lie­gen heu­te in 22 Me­ter Tie­fe.

Die Mar­mor­blö­cke in Kom­bi­na­ti­on mit dem Schiffs­wrack der Pri­ma­ve­ra bie­ten ei­nen ein­ma­li­gen An­blick. Der Zahn der Zeit nagt stän­dig an den Über­res­ten des 1902 ge­sun­ke­nen Damp­fers. Pflan­zen über­wu­chern die Mar­mor­blö­cke, da­zwi­schen blit­zen wei­ße Stei­ne. Klei­ne Zier­stei­ne lie­gen un­ter dem Schiffs­rumpf ver­streut. Zwi­schen den Pflan­zen flit­zen Fi­sche um­her und Gar­ne­len schau­en aus klei­nen Rit­zen.

Die Pri­ma­ve­ra eig­net sich sehr gut für ei­nen Check­di­ve um dann vie­le wei­te­re, span­nen­de Tauch­spots am Ber­len­gas Ar­chi­pel zu ent­de­cken. Das Ar­chi­pel ist ei­nes der bes­ten, wenn nicht so­gar das bes­te Tauch­ge­biet Por­tu­gals.

Tauchbasis Acua Sub Oeste

Die Tauch­ba­sis Acua Sub Oes­te or­ga­ni­siert Tauch­aus­flü­ge zu den In­seln vor Pe­ni­che.

Auf mei­ne Fra­ge an Tauch­ba­sis-Be­sit­zer Jor­ge nach sei­nen be­lieb­tes­ten Tauch­spots am Ber­len­gas Ar­chi­pel kommt er aus dem schwär­men gar nicht mehr her­aus. Die In­sel­grup­pe Es­telas ist im­mer für ei­nen span­nen­den Tauch­aus­flug gut. Den Tauch­spot “Sa­pho” emp­fiehlt er er­fah­re­nen Tau­chern, hier herrscht stär­ke­re Strö­mung.

Viele Tauchspots am Berlengas Archipel

Et­wa sechs Ki­lo­me­ter nörd­lich von Ber­len­ga Gran­de liegt das Fa­ril­hões-For­ca­das Ar­chi­pel. Die In­seln sind al­le un­be­wohnt. Dort geht es beim Tauch­spot „Rabo de As­no“ in ei­nem Loch 30 Me­ter in die Tie­fe.

Jor­ge macht mir ziem­lich Lust auf ei­nen wei­te­re Tauch­aus­flü­ge rund um die In­seln vor Pe­ni­che. Warst Du schon ein­mal hier Tau­chen? Wel­che sind Dei­ner Mei­nung nach die bes­ten Spots zum Tau­chen im Ber­len­gas Na­tur­re­ser­vat?

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Dan­ke an Cen­tro de Por­tu­gal, TAP Por­tu­gal und de­ren Ko­ope­ra­ti­ons­part­ner für die Un­ter­stüt­zung wäh­rend die­ser Re­cher­che­rei­se. Die Mei­nung in den Bei­trä­gen bleibt, wie im­mer, da­von un­be­rührt.

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Kommentare

  1. Klei­ner Hin­weis: das La­den der Fotos/Videos im Ar­ti­kel hat auf Sa­fa­ri wie auch Fire­fox see­ehr lan­ge ge­dau­ert. Weiß nicht, ob es an mei­ner Sei­te hängt, aber woll­te es mal wei­ter­rei­chen… 🙂

  2. Andersreisender meint:

    Dan­ke für Dei­nen Hin­weis, Alex. Hmm… ich hab’s nun ein biss­chen be­ob­ach­tet, es klappt nun wie­der gott­sei­dank al­les ein­wand­frei. Mög­li­cher­wei­se lag es am Pro­vi­der.

  3. Japp, scheint nun wie­der al­les flüs­si­ger zu ge­hen. Sehr gut! 🙂

  4. Andersreisender meint:

    Juhu! 🙂

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