Nach der Reise ist vor der Reise

Wieder zurück. In den eigenen vier Wänden. Eigenes Bett. Gewohnte Umgebung. Eingekuschelt. Ruhe. Ausschlafen.

Jedes Mal wenn ich am ersten Morgen nach einer Reise die Augen öffne bin ich erstaunt wie viele Dinge ich mein Eigen nenne. Bücher. CDs. Computer. Ein Schrank voll Kleidung. Und Jacken im Vorraum. Krimskrams. Motorrad. Alles Dinge, die auch ihre Aufmerksamkeit beanspruchen.

In den vergangenen zwei Monaten war ein großer Rucksack mit den notwendigsten Dingen mein Begleiter. Und mein mobiles „Office“. So wenig Ballast wie möglich. Alles zusammen wiegt weniger als 20 Kilo. Inklusive Kamera.

Dahoam is dahoam

Ich komme gerne nach Hause. Es ist eine andere Welt als die Reisewelt. Strukturierter und vorhersehbarer als das Reisen. Ich mag beides. Die Zeit mit Freunden zu verbringen. Ein gewisses Maß an Stabilität. Eine gewohnte Rückzugsmöglichkeit. Eine „Home Base“. Eine gefühlte Konstante und vertraute Abläufe. In der Küche sitzt jeder Handgriff, am Schreibtisch hat alles seinen Platz. Einschließlich Büro-Katze im Ablagefach.

Pläne schmieden - wo soll die nächste Reise hin gehen?

Pläne schmieden - wo soll die nächste Reise hin gehen?

Hier kann man dann neue Reisepläne schmieden. Oder die Eindrücke der vergangenen Reise verdauen. Tagträumen von fernen Zielen und Abenteuern. Bis dann wieder der Rucksack gepackt wird. Für nah oder fern.

Alltags-Luxus

Nach meiner Rückkehr von längeren Reisen wird mir immer besonders bewusst in welch wunderbarer Umgebung ich lebe. Eigentlich habe ich alles was das Herz begehrt vor der Haustüre. 15 Minuten zu Fuß in ins Zentrum der Weltkulturerbe-Stadt Salbzurg. 15 Minuten mit dem Zug ins Salzburger Seenland. 30 Minuten mit dem Motorrad bis mitten in eine traumhafte Bergwelt. 1,5 Stunden nach München, 2,5 Stunden nach Wien. Verschiedene Jahreszeiten – und jede für sich ausgeprägt. Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Stadt, Land. Kulturveranstaltungen, Events oder einfach nur Ruhe. Liebe Freunde und Familie. Und saubere Luft.

Traumhaft – oder? Man nimmt diesen täglichen Luxus viel zu oft nicht mehr wahr und als selbstverständlich hin. Die nächsten Monate werde ich wieder hauptsächlich in dieser Umgebung verbringen. Reisen als Teil meines Berufs heißt nicht, dass ich nur in fernen Ländern unterwegs bin. Viele Eindrücke im Gepäck müssen auch verarbeitet werden. Für Reisereportagen. Für die nächste Multivisions-Shows im Herbst. Und auch für den Reiseblog.

Verreisen im Blog

Hier werde ich Dir weiterhin über meine Eindrücke aus Südostasien und von anderen Reisen berichten. Kombiniert mit Tipps aus der Reisewelt. Auch wenn ich nicht unterwegs bin kann ich Dir so immer eine kleine Portion Fernweh frei Haus liefern. ;-)

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Kommentare

  1. Schön, dass Du nun wieder da bist.

    lg kathrin

  2. Sehr schön und vor allen Dingen so zutreffend. Es ist immer wieder schön nach Hause zu kommen, aber genauso schön ist es wieder aufzubrechen.

  3. Willkommen wieder dahoam! Ja, wir haben es gut zuhause. Schön, dass einem das immer wieder bewusst wird oder gemacht wird. Dann schlaf dich jetzt mal aus, lebe dich ein und auch hier auf dem Blog, deinem zweiten Wohnzimmer, ein herzliches Willkommen zurück!

  4. Schön, dass Du auch gerne zuhause bist. Meiner Erfahrung nach können Menschen, die sich zuhause wohlfühlen auch das Reisen viel besser genießen. Vielleicht weil sie allgemein zufriedenere Menschen sind.
    Gruß
    philtek

  5. Andersreisender meint

    @Kathrin: Dankeschön :-)
    @Alex: Dankeschön! Mein Blog scheint dann ein ziemlich mobiles Wohnzimmer zu sein. Aber das “fliegende Klassenzimmer” gab’s ja auch schon mal. *fg*
    @Michael: Da gab’s doch so ein Sprichwort… man kann nur heimkehren wenn man vorher weggegangen ist. Oder so ähnlich. Das Wechselspiel zwischen zu Hause und Reisen finde ich einfach schön. So bekommt es auch eine Spannung.
    @Philtek: Schön gesagt. :-) Man sollte das Leben zu Hause und unterwegs genießen und das was man tut gern tun. Gottseidank funktioniert das über weite Strecken ganz gut. :-) Schönen Tag!

  6. Willkommen zurück in der Heimat! Es sieht ja jetzt schon nach Motorradwetter aus. Wenn du uns schon keinen Sonnenschein geschickt hast, so hast du doch welchen mitgebracht. Danke.

  7. Welcome back home! ;-)

  8. Andersreisender meint

    @Max: Danke! Ich hoffe, dass sich das Wetter nicht allzu sehr verändert hat. In Berlin ist es nämlich saukalt und es schneit. :-( Ich warte nur noch auf den Zug in den warmen Süden. ;-)

    @Matthias: Dankeschön! :-)

  9. Bitte schön!

    Kannst du vielleicht noch etwas Sonne nachordern! ;-)

  10. Richtig interessanter Blog! Ich schreibe auch übers Reisen und liebe es immer irgendwo anders Tipps für meine nächste Reise zu finden.

    LG

  11. Andersreisender meint

    Matthias: Hmm… da gibt’s grad auch eher wenig davon in Salzburg. :-(

    Soley: Dann wünsche ich viel Spaß beim Mitlesen und selbst entdecken. :-)

  12. Toll Andersreisender! Du bist wie immer! Weiter so!

  13. Andersreisender meint

    @Richard: Danke Dir :-)

  14. Christina meint

    Tja, das ist wohl der einzige Nachteil am Verreisen: Man ist nicht zuhause. ;-)
    Warum will man aber immer das haben, was man gerade nicht hat.

    Liebe Grüße
    Christina

  15. Das Gefühl von Heimweh kenne ich eigentlich so gar nicht. Aber Du hast Recht: eine Homebase braucht man einfach. Seine eigene kleine Höhle, in die man sich mal zurückziehen kann. Auch wenn man sicher manchmal zuviel Plunder anhäuft, den man eigentlich gar nicht braucht. ;) Interessant finde ich auch immer wieder, wie sehr sich die Sicht auf die Heimat ändert, wenn man lange unterwegs ist. Eigentlich bin ich mal nach Australien gegangen um dort zu bleiben. Nach 13 Monaten dachte ich: Ja, ist toll hier. Aber alles ist immer am A…. der Welt und eigentlich bin ich Europäerin. Da ist alles klein und schnuckelig und man ist ganz schnell überall. Mittlerweile weiß ich das Leben in Deutschland viel mehr zu schätzen als vor meinen Reisen. Ok, bis auf das Wetter. Das braucht kein Mensch ;).

  16. Andersreisender meint

    @Planet Hibbel: Stimmt – man kann auch wo anders auf der Welt seine “Homebase” haben. Ich weiß nach Reisen die unglaubliche Lebensqualität in unserer Region immer wieder aufs Neue sehr zu schätzen. Dein Schlusssatz trifft es aber auch: Das Schmuddelwetter braucht wirklich niemand. *gg*

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