Bratislava: Sehenswürdigkeiten-Bummel durch die Altstadt

Die Altstadt von Bratislava (zu Deutsch Preßburg), der Hauptstadt der Slowakei, nimmt im Verhältnis zum gesamten Stadtgebiet nur einen kleinen Teil ein. Viele der rund 427.000 Einwohner leben in den Neubaugebieten, wie zB.  in Petržalka am anderen Ufer der Donau.

Die Altstadt von Bratislava präsentiert sich den Besuchern gegenüber offen und auf sympathische Weise. Vor allem im Sommer herrscht ausgelassene Stimmung in den Gastgärten bis spät in die Nacht. Tagsüber lädt die Altstadt zum Bummeln und Shopping ein.

Die Slowakische Hauptstadt ist nur rund eine Stunde von ihrer Partnerstadt Wien entfernt  und gut mit Auto, Eisenbahn und Schnellboot* erreichbar. Wir machen einen kleinen Streifzug durch die Stadt um zu sehen, welche Sehenswürdigkeiten Bratislava zu bieten hat.

Weithin sichtbare Sehenswürdigkeit: Die Burg

Eines der Wahrzeichen der Stadt an der Donau ist die Burg Bratislava (Bratislavský hrad). Sie thront westlich der Altstadt von Bratislava auf einem 85 Meter hohen Felsen und ist weithin sichtbar.

Sehenswürdigkeiten Bratislava: Burg Bratislava

Die Burg Bratislava westlich der Altstadt

Bereits seit der Kupfersteinzeit ist der Burghügel besiedelt. Die Burg wurde ab dem 13. Jahrhundert zu einer Festung ausgebaut. Ab 1740 war sie auch die Residenz von Maria Theresia in der ungarischen Reichshälfte. Anfang des 17. Jahrhunderts brannte die Burg Bratislava bis auf die Grundmauern nieder und wurde erst zwischen 1953 und 1968 wieder originalgetreu aufgebaut.

Der gotische Martinsdom

Zu den bekanntesten sakralen Sehenswürdigkeiten in Bratislava zählt der Martinsdom. Er ist im gotischen Stil zwischen dem 13. und 16. Jahrhundert errichtet und umgebaut worden. Zwischen 1563 und 1830 wurden Könige des Königreichs Ungarn im Martinsdom gekörnt. Sie stammten aus dem Hause Habsburg.

Barocke Palais im Stadtzentrum

Das Bild des Stadtzentrums bestimmen einige Palais im Barockstil. Um 1760 wurde das Palais Grassalkovich erbaut und ist heute die Residenz des Präsidenten der Slowakei. Im benachbarten Erzbischöflichen Sommerpalais ist heute der Sitz der Regierung. Die großzügigen Gärten laden zum Verweilen ein.

Sehenswürdigkeiten Bratislava: Palais Grassalkovich

Der Garten des Palais Grassalkovich, heute Residenz des Präsidenten

Rathaus am Hauptplatz

Wenn man in Bratislava Sehenswürdigkeiten bei einem Altstadtbummel besichtigt, dann kommt man am Alten Rathaus nicht vorbei. Das Gebäude am Hauptplatz ist eines der ältesten aus Stein gebauten Gebäude in Bratislava.

Sehenswürdigkeiten Bratislava: Altes Rathaus und Rolandsbrunnen

Altes Rathaus und Rolandsbrunnen

Das ursprünglich gotische Alte Rathaus wurde erstmals 1370 urkundlich erwähnt. Direkt davor steht am Hauptplatz der Maximiliansbrunnen, auch Rolandsbrunnen genannt. Er ist – wie könnte es anders sein – der älteste Brunnen in Bratislava.

Das Michaelertor

Das Michaelertor (slowakisch Michalská brána) gehört ebenfalls zu den ältesten Gebäuden der Stadt. Es ist das einzige Stadttor, das von der mittelalterlichen Befestigungsanlage von Bratislava übrig geblieben ist.

Sehenswürdigkeiten Bratislava: Michaelertor

Das Michaelertor

Der Turm ist 51 Meter hoch. Darin befindet sich das Waffenausstellung des Städtischen Museums. Von 1753 bis 1758 wurde der Turm im barocken Stil neu errichtet. Damals wurde auch die Statue des Erzengels Michael auf die Spitze des Michaelerturms gesetzt. Direkt im Tordurchgang ist ein Bronzering mit den Entfernungsangaben zu anderen bedeutenden Städten eingelassen.

Sehenswürdigkeiten Bratislava: Bronzering im Michaelertor

Bronzering mit Kilometerangaben zu anderen Städten im Michaelertor

Lustig: Die Bronzefiguren in der Altstadt

Tag ein, Tag aus stehen oder sitzen sie im Zentrum von Bratislava: Die lebensgroßen Bronzefiguren. Der Paparazzo macht in der Laurinská Straße mit seiner Kamera Jagd auf Passanten. Der Glotzer „Čumil“ schaut aus dem Gulli-Loch heraus und den Damen unter den Rock. Da ist der „Schöne Náci“ schon wesentlich eleganter, er lüftet freundlich seinen Hut zum Gruße.

Sehenswürdigkeiten Bratislava: Bronzefigur Paparazzi

Bronzefigur “Paparazzi”

Wahrzeichen aus den 1980er Jahren: Die Nový Most

Weithin sichtbar ist die “Neue Brücke” über die Donau zu sehen. Sie liegt am Rande der Altstadt von Bratislava. In 80 Metern Höhe befindet sich auf dem Pylon ein scheibenförmiges Restaurant. Wegen ihres markanten Aussehens zählt die Brücke heute zu den Wahrzeichen von Bratislava. Die Nový Most verbindet das Neubaugebiet Petržalka mit der Altstadt von Bratislava. Die Sehenswürdigkeiten aus der kommunistischen uns Sowjet-Zeit können Bratislava-Besucher auch während einer besonderen Tour* erleben.

Sehenswürdigkeiten Bratislava: Die Nový Most

Wahrzeichen von Bratislava aus den 80ern: Die Nový Most

Kurzbesuch zahlt sich aus

Die Hauptstadt der Slowakei hat einige schöne Plätze zu bieten.  Bei meinem Besuch im Juni konnte die Altstadt mit ihrem mediterranen Flair punkten. Die bis spät in die Nacht geöffneten, gut besuchten, Gastgärten verbreiten Urlaubsstimmung. Auch wer in Bratislava Sehenswürdigkeiten mit “Altertumswert” sucht, kann diese hier finden. Vor allem die renovierten Palais und Gebäude aus der K & K Zeit verleihen der Altstadt ein besonderes Flair.

Bratislava ist ab Wien innerhalb von einer Stunde erreichbar, darum ist auch ein Tagesausflug von Wien* nach Bratislava sehr beliebt. Dank Schengen gibt es keine Grenzkontrollen, der Euro ist Zahlungsmittel in der Slowakei. Für einen guten Überblick über die Sehenswürdigkeiten in Bratislava ist ein Tag ausreichend. Die interessantesten Plätze konzentrieren sich im Zentrum der Altstadt.

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Kommentare

  1. Mac_BetH meint:

    Ein toller Artikel, als wäre man selbst dort gewesen und einfach tolle Bilder!

    Vielen Dank!

    Gruß

    Matthias

  2. Andersreisender meint:

    @Matthias: Ich freue mich, dass Dir der Reisebericht aus Bratislava gefällt :-) Trotzdem: Ruhig mal auch selbst dort hinreisen, auch wenn die Fotos nett aussehen *lach*

  3. Mac_BetH meint:

    Werde ich tun, aber zuerst steht mal Ende des Jahres Berlin auf der Rechnung! Oktober glaube ich es soweit!

  4. h.rogra meint:

    ja, eine wunderschöne stadt. wenn auch eine tiefe wund aus kommunistischer zeit sie teilt, durch sie geschnitten. erinnere mich an meine nächte auf dem hotelschiff. an wodka im wasserglas. an die kabine. an die zeit, wo demonstrationen gegen alt und für neu mit kerzenlichtern durch die stadt gingen. an den irish pub. an.

  5. Andersreisender meint:

    @Matthias: Dann wünsche ich Dir jetzt schon eine schöne Reise – ist eine tolle Stadt :-)

    @h.roga: Die Einschnitte der kommunistischen Zeit sind bei sehr vielen Städten im Osten sichtbar. Hotelschiff und Wodka hört sich gut an – wäre eine Idee fürs nächste Mal :-)

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