13: Über unwegsame Straßen in den Norden von Olchon

Heu­te wird der Nor­den der In­sel Ol­chon im Bai­kal­see er­kun­det. Gott­sei­dank hat sich der ei­si­ge Wind ge­legt und es herrscht wie­der an­ge­neh­mes Früh­lings­wet­ter. Ge­ra­de rich­tig für ei­nen Ta­ges­aus­flug. Mit ge­län­de­gän­gi­gen Bus­sen, die an­geb­lich frü­her in der Ar­mee “dien­ten”, fah­ren wir auf un­weg­sa­men Stra­ßen Rich­tung Nord­kap der In­sel. Mit da­bei sind auch Li­lia­ne und Uwe aus Frank­furt am Main. Ich lern­te sie am Vor­tag bei Nikita’s, mei­ner Un­ter­kunft, kennen.

Sied­lun­gen gibt es im Nor­den der In­sel Ol­chon nur noch we­ni­ge. Die Na­tur und herr­lich wei­te Bli­cke über den Bai­kal­see do­mi­nie­ren den Aus­flug. Da­bei ler­ne ich auch das Ge­sicht des Bai­kals ken­nen. Oder war es Leo­nar­do da Vin­ci? Ge­nau in der Mit­te der mitt­le­ren Fels­for­ma­ti­on ist das Ge­sicht zu erkennen.

Das Gesicht des Baikals - Insel Olchon

Das Ge­sicht des Baikals

Wei­ter nörd­lich be­fin­det sich, al­ler­dings di­rekt auf der In­sel Ol­chon, ei­ne Fels­for­ma­ti­on, die sich die “drei Brü­der” nennt. Die Fel­sen sind mit sel­te­nen, ro­ten Flech­ten be­wach­sen, die sich leuch­tend vom blau­en Bai­kal­see abheben.

Die nörd­lichs­te Spit­ze der In­sel Ol­chon wird Kap Cho­boi ge­nannt. Cho­boi ist bur­ja­tisch und be­deu­tet so viel wie “Reiß­zahn”. Wie mir mein Bai­kal­see Rei­se­füh­rer* glaub­haft ver­si­chert, kann der auf der Klip­pe aus ei­nem an­de­ren Ge­stein be­stehen­de Reiß­zahn nur vom Was­ser aus ge­se­hen werden.

Ich freue mich am Kap aber viel mehr über ei­ne klei­ne Pflan­ze die hier wächst: Das Edel­weiß. Ein über­ra­schen­der An­blick mit­ten in Russ­land. Die­se sel­te­ne Blu­me fin­det man doch ei­gent­lich in stei­le Fels­wän­de in Österreich 😉

Edelweiss auf der Insel Olchon im Baikalsee

Edel­weiss auf der In­sel Ol­chon im Baikalsee

Beim Mit­tags-Stopp wer­den wir von un­se­rem Fah­rer mit ei­ner Omul-Fisch­sup­pe am of­fe­nen Feu­er be­kocht. Auch an Kek­se zum Nach­tisch ist gedacht.

Omul-Fischsuppe auf der Insel Olchon im Baikalsee

Omul-Fisch­sup­pe

Dann fah­ren wir die Ost­sei­te der In­sel ent­lang wie­der Rich­tung Chuschir.

Um 16 Uhr bei den Wunschbergen

Un­ser Fah­rer und “Frem­den­füh­rer” kann lei­der nur Rus­sisch. Gott­sei­dank spricht Li­lia­ne ein biss­chen die­se Spra­che  und über­setzt uns. Um 16 Uhr sit­ze ich ge­ra­de im Gras und be­trach­te die bei­den Wunsch­ber­ge. Bei nä­he­rer Be­trach­tung stellt sich die Fra­ge, was man sich bei die­sen bei­den “Hü­geln” nun wün­schen dür­fe. Vor al­lem Män­nern  könn­ten bei die­sem An­blick die ei­ne oder an­de­re gu­te Idee ha­ben, den­ke ich 😉

Wunschberge auf der Insel Olchon

Wunsch­ber­ge auf der In­sel Olchon

Aktueller Stand um 16 Uhr:

Ort:Nor­den der In­sel Ol­chon im Baikalsee.

Land: Russland

Wet­ter: son­nig, herbst­li­ches Aus­flugs­wet­ter, ca. 20 Grad.

Zeitverschiebung:

Zur Mit­tel­eu­ro­päi­schen Som­mer­zeit in Deutsch­land, Ös­ter­reich und der Schweiz be­trägt der Zeit­un­ter­schied + 7 Stun­de. Steht auf Ol­chon die Uhr auf 16 Uhr ist es in Mit­tel­eu­ro­pa erst 9 Uhr.

Weiter durch unwegsames Gelände

Über un­weg­sa­me “Bu­ckel­pis­ten” bringt uns das Ge­län­de­fahr­zeug wie­der si­cher zu­rück nach Chu­schir. Kurz nach 18 Uhr tref­fen wir wie­der bei Niki­ta ein.

Die kommende Nacht werde ich hier verbringen:

In mei­nem 1-Mann-Häus­chen in der Le­nin-Stra­ße in Chu­schir, In­sel Olchon.

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