Mit der “Dschungel-Eisenbahn” durch Malaysia

Na­men trägt sie vie­le: Jun­gle Rail­way, Jun­gle Li­ne, Dschun­gel Ei­sen­bahn oder auch East Co­ast Li­ne. Im Fahr­plan-Aus­hang steht die Be­zeich­nung “East-Li­ne Ma­lay­sia”. Aber auch hier bin ich nicht si­cher, ob es si­ch um die of­fi­zi­el­le Be­zeich­nung han­delt.

Je­den­falls ste­hen al­le Na­men für je­ne Bahn­li­nie, die von der Küs­ten­stadt Tum­pat im Nord­os­t­en Ma­lay­si­as durch den Dschun­gel Rich­tung Süd­en führt. Bei Ge­mas trifft sie auf die Bahn­stre­cke ent­lang der West­küs­te. Hier führt die Bahn­rei­se wei­ter Rich­tung Sin­ga­pur. In die­sem Blog­bei­trag fin­dest Du mei­nen Rei­se­be­richt von der Fahrt mit der Dschun­gel-Ei­sen­bahn. Wei­ter un­ten fin­dest Du wei­te­re Er­fah­run­gen und vie­le Rei­se­tipps für die Pla­nung Dei­nes Bahn­rei­se­aben­teu­ers.

Wäh­rend an der West­küs­te auf Me­ter­spur bis zu 160 Stun­den­ki­lo­me­ter schnel­le Zü­ge für ei­ne neue Ei­sen­bahn­ära in Ma­lay­sia sor­gen herrscht auf der par­al­le­len Ei­sen­bahn­stre­cke durch den Dschun­gel no­ch Ei­sen­bahn­ro­man­tik. Ei­lig darf man es bei ei­ner Rei­se mit der Jun­gle Rail­way nicht ha­ben, die Ge­schwin­dig­keit von 50 Stun­den­ki­lo­me­ter wird nur sel­ten über­schrit­ten.

Ich be­gin­ne mei­ne Rei­se auf der Dschun­gel Li­nie in Wa­kaf Bha­ru, we­ni­ge Ki­lo­me­ter süd­li­ch vom Start­punkt der Stre­cke im Bun­des­staat Kel­an­tan. Von hier sind es ein Kat­zen­sprung bis zur Thai­län­di­schen Gren­ze. Es gibt auch ei­ne Gleis­ver­bin­dung zum Nach­barn, Per­so­nen­zü­ge fah­ren hier kei­ne mehr.

Eisenbahn in Malaysia bei Wakaf Bharu

Mei­ne Rei­se mit der “Dschun­gel-Ei­sen­bahn” be­ginnt in Wa­kaf Bha­ru.

Rei­sen­de müs­sen beim aus­ge­dünn­ten Fahr­plan ih­re Rei­se im Dschun­gel-Ex­press et­was pla­nen. Ein­mal täg­li­ch fährt ein durch­ge­hen­der Ex­press­zug bis nach Jo­hor Bah­ru (JB Sen­tral) an der Gren­ze zu Sin­ga­pur. Theo­re­ti­sch ei­ne gu­te Rei­se­opti­on. Prak­ti­sch aber un­prak­ti­sch, da der Groß­teil der Stre­cke in der Nacht zu­rück­ge­legt wird. Wer mit der Dschun­ge­lei­sen­bahn in Ma­lay­sia fährt möch­te auch von der Land­schaft und vom Lo­kal­ko­lo­rit et­was mit­be­kom­men.

Frau im Zug in Malaysia

Hier im Os­ten Ma­lay­si­as war­tet ein klei­nes Bahn­rei­se-Aben­teu­er.

Ge­gen­über dem Ex­press­zug sind da­her die Re­gio­nal­zü­ge (“Shut­tle”) in­ter­es­san­ter. Hier sind Rei­sen­de in der Ein­heits­klas­se un­ter­wegs. Auf Holz­bän­ke und of­fe­ne Fens­ter, durch die die damp­fig-schwü­le Luft in die Wag­gons weht, muss man ver­zich­ten. Die Wag­gons sind al­le kli­ma­ti­siert.

Da­für ste­hen die Tü­ren den gan­zen Tag of­fen. Dort, wo si­ch die Rau­cher tref­fen, ist ver­mut­li­ch auch für Fo­to­gra­fen der be­s­te Platz. Auf of­fe­ne Tü­ren und Rau­chen ste­hen ho­he Stra­fen, das stört aber nie­man­den.

Rauchen verboten, offene Türen verboten

Rau­chen und of­fe­ne Tü­ren sind ver­bo­ten…

Rauchen verboten, offene Türen verboten.

…was man al­ler­dings nicht mehr le­sen kann, wenn die Tü­re of­fen steht. 😉

Die East-Li­ne führt Rich­tung Süd­en zu­er­st durchs Flach­land. Kurz nach Pa­sir Mas führt die Bahn­stre­cke ent­lang ei­ni­ger Reis­fel­der, mäch­ti­ge Brü­cken über­span­nen brau­ne Flüs­se. Der Zug hält al­le paar Mi­nu­ten an ei­ner Sied­lung oder ei­nem grö­ße­ren Bahn­hof.

Bei je­der Sta­ti­on wird der Zug vol­ler, vie­le Fahr­gäs­te ste­hen. Man­che ha­ben si­ch zwi­schen den Vor­rats­kis­ten der Ver­käu­fe­rin im Zug breit ge­macht.

Token-Übergabe an den Lokführer in Malaysia

Nur no­ch sel­ten zu se­hen: Dem Lok­füh­rer wird ein To­ken über­ge­ben. Wer ihn hat darf die ein­glei­si­ge Stre­cke be­fah­ren.

Bei Kua­la Krai leert si­ch der Zug mit ei­nem Schlag und die Händ­le­rin hat nun wie­der ge­nü­gend Platz um ih­re Man­gos vor­zu­be­rei­ten. Schä­len, in Spal­ten schnei­den, Säck­chen mit süß-schar­fem Pul­ver da­zu und schon ist der Rei­se-Snack fer­tig. Der Korb, in dem sie ih­re Wa­re durch die Wag­gons trägt, wird in we­ni­gen Mi­nu­ten ge­füllt.

Verkäuferin in der Jungle Railway in Malaysia

Die Ver­käu­fe­rin in der Jun­gle Rail­way be­rei­tet Man­go-Snacks vor.

Drau­ßen klat­schen im­mer wie­der Ba­na­nen­stau­den ge­gen die Fens­ter. Far­ne fä­cheln sanft über die Au­ßen­wand des Wag­gons und manch­mal zi­schen die Blät­ter ei­nes Buschs für Bruch­tei­le ei­ner Se­kun­de bei der of­fe­nen Tü­re in den Wa­gen. Wer si­ch an den äu­ße­ren Hal­te­grif­fen fest­klam­mert muss mit ei­nem re­gel­mä­ßi­gen Klaps auf die Fin­ger rech­nen.

Ja, es gibt ihn tat­säch­li­ch, den Dschun­gel. Zu­min­dest stel­len­wei­se. Und dort scheint die Bahn­stre­cke ei­nen stän­di­gen Kampf ge­gen die Na­tur zu füh­ren. Die Schnei­se fürs Schie­nen­band ist nur we­ni­ge Me­ter breit. Wür­de hier län­ge­re Zeit kein Zug fah­ren wä­re von der Stre­cke ver­mut­li­ch bald nichts mehr zu se­hen, zu üp­pig ist die Ve­ge­ta­ti­on.

Kurz vor Ma­n­ek Urai pras­seln Re­gen­trop­fen an das Fens­ter der Dschun­gel­bahn. Ent­lang der Stre­cke kann es im­mer wie­der ein­mal kurz feucht wer­den. An­fang Fe­bru­ar – wäh­rend mei­ner Rei­se – ist au­ßer­dem im Os­ten Ma­lay­si­as Re­gen­zeit.

Gerhard Liebenberger in der Jungle Railway Malaysia

Manch­mal durch­fährt der Zug auch ei­nen kur­zen Re­gen­schau­er.

Die Lo­ko­mo­ti­ve zieht den “Dschun­gel-Ex­press” in ge­mäch­li­chen Tem­po durch das Di­ckicht. Im­mer wie­der lich­tet si­ch der Ur­wald und der Zug hält an klei­nen Hal­te­stel­len. Manch­mal sind es Dör­fer mit nur we­ni­gen Häu­sern, an de­nen die Bahn hält. Ein kur­zer Pfiff, dann führt die Rei­se wei­ter durch Tun­nels, über Brü­cken und durch üp­pi­ges Grün in un­zäh­li­gen Schat­tie­run­gen.

Dschungel Eisenbahn in Malaysia

Dschun­gel Ei­sen­bahn am Weg durch den Dschun­gel Ma­lay­si­as.

Kurz nach dem Bahn­hof Dabong hält der Zug auf frei­er Stre­cke und setzt nach kur­zer War­te­zeit wie­der zu­rück. Zu­er­st ist nicht ganz klar, war­um wir wie­der in den Bahn­hof zu­rück­fah­ren. Wir hal­ten nicht am Haus­bahn­steig son­dern am zwei­ten Gleis, wo es ei­gent­li­ch gar kei­nen Bahn­steig gibt.

Hier war­ten wir den Ge­gen­zug ab. Der Vor­teil: Von hier kann man den Markt ne­ben­an se­hen. Die meis­ten Fahr­gäs­te sprin­gen aus dem Zug und gus­tie­ren durch lo­ka­le Spe­zia­li­tä­ten, Fast­food und die Klei­dungs­stän­de. Ein Bahn­hof di­rekt mit Markt­an­schluss – ein­fach klas­se!

Markt am Bahnhof Dabong

In Dabong stoppt der Zug di­rekt ne­ben ei­nem Markt.

Rund 40 Mi­nu­ten spä­ter pfeift die Lo­ko­mo­ti­ve zur Ab­fahrt. Dann soll­ten al­le Fahr­gäs­te schon im Zug sein, denn we­ni­ge Se­kun­den spä­ter fährt er auch schon ab. Wei­ter führt die Rei­se durchs Di­ckicht, Zie­gen und Hüh­ner sind in den Sied­lun­gen zu se­hen. Er­wach­se­ne und Kin­der win­ken beim Vor­bei­fah­ren und freu­en si­ch, wenn ich ihr Win­ken er­wi­de­re.

Brücke der Jungle-Railway in Malaysia aus Lokführer-Sicht

Der schöns­te Ab­schnitt der Jun­gle-Rail­way…

Et­wa ei­ne Stun­de vor mei­nem Etap­pen­ziel in Gua Mus­ang wird es dun­kel. Beim Aus­stei­gen er­ken­ne ich im Mond­schein die hoch auf­ra­gen­den Kalk­fel­sen mit ih­ren be­wal­de­ten Gip­feln. Mi­ch fas­zi­nie­ren je­des Mal die­se Ko­los­se. Sie er­in­nern mi­ch z. B. an den Wu­lin­gyuan in Chi­na, die Ha­long Bucht in Viet­nam oder auch die Fel­sen und In­seln rund um Kra­bi und Koh Phi Phi in Thai­land.

Dschungel-Eisenbahn in Malaysia bei Gua Musang

…be­fin­det si­ch rund um Gua Mus­ang.

Am nächs­ten Mor­gen darf ich die Sze­ne bei Ta­ges­licht ge­nie­ßen. Rund um Gua Mus­ang ist für mi­ch ei­ner der schöns­ten Stre­cken­ab­schnit­te der Jun­gle Rail­way in Ma­lay­sia.

Die Kalk­fel­sen sind ge­säumt von dich­ten Wäl­dern. Da­zwi­schen be­fin­den si­ch wie­der klei­ne Dör­fer, die bis vor gar nicht all­zu lan­ger Zeit über Stra­ßen nicht oder nur schwer zu­gäng­li­ch wa­ren. Das kann man si­ch kaum no­ch vor­stel­len.

Dschungel-Eisenbahn in Malaysia

Mi­ch fas­zi­nie­ren die schrof­fen…

Kalkfelsen und Dschungel-Eisenbahn in Malaysia

…und be­wach­se­nen Kalk­fel­sen.

Kurz vor Kua­la Li­pis wird es im­mer fla­cher. Ba­na­nen­stau­den wech­seln si­ch mit üp­pi­gem Grün ab bis die ers­ten Öl­pal­men zu se­hen sind. “Schön” denkt man im ers­ten Mo­ment. Pal­men ge­hö­ren für mi­ch zu ei­ner Fahrt mit der Dschun­ge­lei­sen­bahn ein­fach da­zu.

Ma­lay­sia ist nach In­do­ne­si­en der zweit­größ­te Pro­du­zent von Palm­öl und Palm­kern­öl. Rie­si­ge Plan­ta­gen sind ent­lang der Bahn an­ge­legt, da­für muss der Dschun­gel ab­ge­holzt wer­den. Die Mo­no­kul­tu­ren brin­gen kurz­fris­ti­gen, ho­hen Er­trag, brin­gen aber lang­fris­tig gro­ße Pro­ble­me mit si­ch. Die Pro­duk­ti­on von Palm­öl und Palm­kern­öl ist in den meis­ten Fäl­len al­les an­de­re als nach­hal­tig.

Ölpalmen Plantage in Malaysia

Wei­ter süd­li­ch sind Öl­pal­men-Plan­ta­gen zu se­hen.

In Kua­la Li­pis ist die Bahn­rei­se bei Ta­ges­licht zu En­de. Ab hier fährt nur der Nacht­zug bei Dun­kel­heit wei­ter in den Süd­en, die Land­schaft bleibt mei­nem Au­ge ver­bor­gen.

Wer nicht bis 1 Uhr in der Früh in Kua­la Li­pis auf den Zug war­ten möch­te, fährt mit dem Ge­gen­zug ein­fach wie­der ein Stück­chen re­tour. Dop­pel­ter Ge­nuss so­zu­sa­gen beim An­bli­ck der  tol­len Land­schaft mit den Kalk­fel­sen und den Dschun­gel­pflan­zen die ver­su­chen, die Bahn­stre­cke für si­ch ein­zu­neh­men.

Dschungel-Linie Malaysia

Grün in al­len Farb­schat­tie­run­gen ent­lang der Dschun­gel-Li­nie.

Mei­ne Rei­se mit dem Nacht­zug star­te ich in Gua Mus­ang. Es ist der letz­te Nacht­zug in Ma­lay­sia, auf der Bahn­stre­cke ent­lang der West­küs­te fah­ren nur no­ch tags­über Zü­ge. Kurz vor 23 Uhr ist es stock­fins­ter. Ich lie­ge im Bett des Schlaf­wa­gens und bli­cke an­ge­strengt durch das Fens­ter. Dort hin, wo ich tags­über wäh­rend der Rei­se mit der Dschun­gel-Ei­sen­bahn die tol­le Land­schaft ge­nie­ßen durf­te.

Als ich im Mor­gen­grau­en auf­wa­che ist der Zug be­reits süd­li­ch von Ge­mas. Dort ver­ei­nen si­ch die “East Co­ast Li­ne” und die “Jun­gle Li­ne”. Nun führt die Rei­se durch aus­ge­dehn­te Öl­pal­men Plan­ta­gen. Am spä­ten Vor­mit­tag ist der Zug dann in Jo­hor Ba­ha­ru. Von dort sind es nur no­ch fünf Mi­nu­ten mit dem Shut­tle­zug nach Sin­ga­pur.

Kinder im Zug in Malaysia

In den Tag­zü­gen gibt es ei­ni­ge schö­ne Be­geg­nun­gen.

Reisetipps für die Jungle-Railway in Malaysia:

Der Aus­gangs­punkt der Dschun­gel-Ei­sen­bahn in Ma­lay­sia ist Tum­pat, im Süd­en trifft die Jun­gle-Li­ne bei Ge­mas auf die West-Co­ast-Li­ne. Für je­ne die von Nor­den nach Süd­en rei­sen ist es prak­ti­sch z.B. in Wa­kaf Bha­ru (wenn man von Ko­ta Bha­ru kommt) oder Pa­sir Mas (wenn man von der Thai­län­di­schen Gren­ze kommt) ein­zu­stei­gen.

Zug im Bahnhof Dabong in Malaysia

Zug im Bahn­hof Dabong in Ma­lay­sia

Sicherheitswarnung für Südthailand

Für die Grenz­re­gi­on in Süd­thai­land gibt es ei­ne Rei­se­war­nung. Das Ös­ter­rei­chi­sche Au­ßen­mi­nis­te­ri­um nennt ein ho­hes Si­cher­heits­ri­si­ko (Si­cher­heits­stu­fe 3) für die Pro­vin­zen Nara­thi­wat, Yala, Pat­ta­ni und Songh­kla. Die Rei­se­war­nung wird ver­mut­li­ch no­ch län­ge­re Zeit auf­recht blei­ben, da hier schon lan­ge Kon­flik­te zwi­schen Si­cher­heits­kräf­ten und mus­li­mi­schen Be­völ­ke­rungs­tei­len schwe­len.

Bei Bom­ben­an­schlä­gen in den ge­nann­ten Pro­vin­zen in der Grenz­re­gi­on zu Ma­lay­sia sind seit 2004 über 6.000 Men­schen ums Le­ben ge­kom­men. Es kann dort wei­ter­hin zu ter­ro­ris­ti­schen An­schlä­gen,  – wie zu­letzt am 23.08.2016 na­he Pat­ta­ni – kom­men. Vor nicht not­wen­di­gen Rei­sen in die­se Pro­vin­zen wird ab­ge­ra­ten. Laut Bang­kok Post ex­plo­dier­ten auf der Bahn­stre­cke zwi­schen Hat Yai und Sun­gai Ko­lok, dem Grenz­bahn­hof zu Ma­lay­sia, al­lein 2016 drei­mal Bom­ben.

Alternativstrecke von Thailand über Butterworth

Die Si­cher­heits­war­nung für Süd­thai­land heißt nicht, dass man auf die Rei­se mit der Jun­gle-Rail­way in Ma­lay­sia nun nicht an­tre­ten kann. Es heißt auch nicht, dass man si­ch un­nö­tig in Ge­fahr be­ge­ben muss. Ei­ne der bes­ten Mög­lich­kei­ten ist es das Kri­sen­ge­biet zu um­fah­ren. Zu­er­st mit dem Zug von Thai­land nach Ma­lay­sia (Bei­trag folgt dem­nächst) bis nach But­ter­wor­th. Dort lohnt ein Be­su­ch in George­town auf der In­sel Pen­ang.

Bus Butterworth – Kota Bharu

Von But­ter­wor­th fah­ren zwei­mal täg­li­ch Bus­se nach Ko­ta Bha­ru, an der Ost­küs­te.

Ab­fahrt am Bus­bahn­hof But­ter­wor­th (gleich ne­ben dem Fähr­an­le­ger und Bahn­hof):

  • 10:00 Uhr Tag-Bus
    Sehr kom­for­ta­ble Sit­ze mit Steck­do­sen zum La­den des Smart­pho­nes, Mit­tags­stopp um 12 Uhr, Fahr­zeit 6 Stun­den, An­kunft am gro­ßen Bus­bahn­hof im Süd­wes­t­en der Stadt. Preis 38,40 Ring­git.
  • 22:00 Uhr Nacht-Bus
  • Bus­ver­bin­dun­gen di­rekt von George­town wer­den eben­falls an­ge­bo­ten. Der Bus hielt zur glei­chen Zeit zum Mit­tag­es­sen.
Bus Butterworth - Kota Bharu (Tagesverbindung)

Bus von But­ter­wor­th nach Ko­ta Bha­ru (Ta­ges­ver­bin­dung)

Busverbindungen Kota Bharu – Wakaf Bharu:

  • Die Li­ni­en 19, 27 und 43 fah­ren vom zen­tra­len Bus­bahn­hof (Sen­tral) im Stadt­zen­trum von Ko­ta Bha­ru zum Bahn­hof in Wa­kaf Bha­ru.
  • Die rot-wei­ßen Ci­ty Li­ner Bus­se hal­ten auf je­ner Sei­te des Bus­bahn­hofs, wo si­ch der 7-ele­ven be­fin­det.
  • Fahr­preis: 1,60 Ring­git, beim Fah­rer be­zah­len. Fah­rer hat Wech­sel­geld.
  • Fahr­zeit: 15 bis 30 Mi­nu­ten, tags­über herrscht oft Stau.
  • Bus hält im Orts­zen­trum von Wa­kaf Bha­ru, nicht di­rekt am Bahn­hof. Von der Bus­hal­te­stel­le gehst Du wei­ter in Fahrt­rich­tung bis zur Kreu­zung, dort nach links. Du soll­test schon den Bahn­über­gang se­hen. Nach dem Bahn­über­gang rechts zum Bahn­hof. Weg­zeit: ca. 5 Mi­nu­ten.
  • Bei An­kunft in Wa­kaf Bha­ru mit dem Zug ge­he wei­ter in Rich­tung Fahrt­rich­tung des Zu­ges und über den Bahn­über­gang. Ca. 100 Me­ter wei­ter zweigt nach rechts ei­ne brei­te Stra­ße ab. Hier ist das Orts­zen­trum. Bus­se von Wa­kaf Bha­ru nach Ko­ta Bha­ru fah­ren in der Nä­he des 7-ele­ven ab, sie­he Bild.
Bus 27 Kota Bharu - Wakaf Bharu

Die Bus­se von Ko­ta Bha­ru nach Wa­kaf Bha­ru fah­ren beim 7-ele­ven ab.

Bushaltestelle Richtung Kota Bharu in Wakaf Bharu

Bus­hal­te­stel­le in Wa­kaf Bha­ru in Rich­tung Ko­ta Bha­ru.

Der Fahrplan der Dschungel-Eisenbahn in Malaysia:

Ge­stat­ten, dass ich es “che­ap & dir­ty” ma­che? Es macht kei­nen Sinn, wenn ich Dir schö­ne Ta­bel­len ab­tip­pe und Du trotz­dem nicht al­le In­fos hast, die Du viel­leicht für die Pla­nung Dei­ner Rei­se mit der Dschun­gel-Ei­sen­bahn brauchst. Hier fin­dest Du den of­fi­zi­el­len Fahr­plan der Jun­gle-Rail­way mit al­len Bahn­hö­fen und Zwi­schen­hal­ten, ein­fach ab­fo­to­gra­fiert.

Fahrplan der Dschungel-Eisenbahn Malaysia (Tumpat - Wkaf Bharu - Gua Masang - Gemas - Johr Bharu)

Fahr­plan der Dschun­gel-Ei­sen­bahn Ma­lay­sia. (zum Ver­grö­ßern und Aus­dru­cken aufs Bild kli­cken)

Der Fahr­plan gilt seit 1. Fe­bru­ar 2017. Be­ach­te bit­te, dass si­ch der­zeit die Zug­fahr­plä­ne in Ma­lay­sia häu­fig än­dern. Soll­test Du ei­ne ak­tu­el­le­re Ver­si­on für mi­ch ha­ben freue ich mi­ch über Dei­ne Nach­richt!

Die Reise bei Tageslicht mit der Dschungel-Eisenbahn:

Lei­der ist die Rei­se bei Ta­ges­licht mit dem Schnell­zug nicht mög­li­ch. Auf der Nord-Süd-Rou­te wer­den mit Zug Nr. 27 die schöns­ten Stre­cken­ab­schnit­te in der Nacht durch­fah­ren. Vom Süd­en Rich­tung Nor­den klappt es bes­ser, da wird es im schöns­ten Be­reich, rund um Gua Mus­ang, ge­ra­de hell.

Ich war auf der Nord-Süd-Rou­te un­ter­wegs. Hier bie­tet si­ch ei­ne Rei­se mit dem Dschun­gel­zug über meh­re­re Etap­pen an:

  • Tag 1: Tumpat/Wakaf Bharu/Pasir Mas – Gua Mus­ang
  • Tag 2: Gua Mus­ang – Kua­la Li­pis
  • Tag 2-3: Nacht­zug (Ex­press­zug) Kua­la Li­pis – Ge­mas – Jo­hor Bha­ru – (Sin­ga­pur)

Die­ser Rei­se­ver­lauf ent­spricht auch mei­nem Rei­se­be­richt. Wer nicht bis nach Mit­ter­nacht auf den Ex­press­zug in Kua­la Li­pis war­ten möch­te fährt ihm ein­fach ent­ge­gen. Ich bin in Gua Mus­ang ein­ge­stie­gen, wer mag kann so­gar oh­ne Ri­si­ko bis nach Dabong zu­rück fah­ren.

Sitzwagen 2. Klasse in Malaysia

Sitz­wa­gen 2. Klas­se in Ma­lay­sia. Je­der Wag­gon sieht in den Shut­tle-Zü­gen an­ders aus.

Fahrpeise:

Das Bahn­fah­ren ist in Ma­lay­sia sehr güns­tig. Ein paar Preis­bei­spie­le:
  • Wa­kaf Bha­ru – Gua Mus­ang (Shut­tle): 8 Ring­git
  • Gua Mus­ang – Kua­la Li­pis (Shut­tle): 4 Ring­git
  • Gua Mus­ang – JB Sen­tral im 2nd Slee­per Nacht­zug (Ex­press­zug), un­te­res Bett: 51 Ring­git

Die un­te­ren Bet­ten sind im Schlaf­wa­gen teu­rer als die oberen Bet­ten.

Tickets:

Für die Shut­tle-Zü­ge in Ma­lay­sia wer­den Ti­ckets kurz vor der Ab­fahrt ver­kauft. Ti­ckets für den Nacht­zug kann­st Du auch im vor­aus kau­fen. Am Ti­cket­schal­ter wird sehr gut Eng­li­sch ge­spro­chen. Ich ha­be al­le mei­ne Ti­ckets am Schal­ter ge­kauft.

Zugticket Dschungel-Eisenbahn

Zug­ti­cket für den Nacht­zug von Gua Mus­ang nach JB Sen­tral der Dschun­gel-Ei­sen­bahn.

Der Kauf der Ex­press­zug-Ti­ckets ist auch übers In­ter­net mög­li­ch, z.B. di­rekt bei der Ma­lay­si­schen Ei­sen­bahn KTM oder z.B. bei Agen­tu­ren wie 12Go.Asia. Für je­ne, die ei­nen dich­ten Zeit­plan ha­ben oder auf Num­mer si­cher ge­hen wol­len ist die Bu­chung der Fahr­schei­ne im vor­aus be­stimmt sinn­voll. Die Agen­tur be­rech­net für ih­re Leis­tun­gen ei­ne klei­ne Ge­bühr. Ich hab’s in Thai­land aus­pro­biert, al­les hat pro­fes­sio­nell und zu­ver­läs­sig funk­tio­niert. Wich­tig ist, dass man si­ch nicht zu 100 % auf die Fahr­plan- und Ver­füg­bar­keits­an­ga­ben für Plät­ze ver­lässt. Zum Zeit­punkt der Er­stel­lung die­ses Bei­trags wird bei 12Go.Asia für den Nacht­zug ang­zeigt, dass kei­ne Ti­ckets ver­füg­bar sind. Das trifft de­fi­ni­tiv nicht zu.

Express-Zug 26/27 Tumpat – Gemas – JB Sentral (Johor Bahru):

Der Ex­press-Zug 26/27 ist der letz­te no­ch ver­blie­be­ne Nacht­zug in Ma­lay­sia. Er ver­bin­det täg­li­ch Tum­pat im Nord­os­t­en Ma­lay­si­as mit JB Sen­tral (Jo­hor Bah­ru), der ma­lay­si­schen Grenz­stadt zu Sin­ga­pur. Die ge­sam­te Fahrt von der Thai­län­di­schen Gren­ze bis Sin­ga­pur dau­ert 17 Stun­den und 10 Mi­nu­ten.

Ehr­li­ch ge­sagt ha­be ich et­was das Ge­fühl, dass der Nacht­zug auf “Ver­schleiß” ge­fah­ren wird. Wäh­rend die Bahn­stre­cke an der West­küs­te mit mo­der­nen Zü­gen glänzt, sifft die Stre­cke wei­ter öst­li­ch durch den Dschun­gel und an die Ost­küs­te ziem­li­ch ab. Vie­les ist in den Wag­gons ka­putt und wirkt schlecht ge­war­tet, wie z.B. Tü­ren, Lam­pen oder die Bett­wä­sche.

Schlafwagen im Express Tumpat - Johor Bahru

Vor­hän­ge sor­gen in den Groß­raum-Schlaf­wä­gen für et­was Pri­vat­sphä­re.

Ak­tu­ell kommt es vor, dass nicht im­mer Sitz­wa­gen am Zug an­ge­hängt sind. An mei­nem Rei­se­tag sind nur Schlaf­wa­gen­plät­ze ver­füg­bar. Die 2. Klas­se Schlaf­wa­gen äh­neln je­nen in Thai­land. Das Bett ist fri­sch be­zo­gen. Je­der Fahr­gast be­kommt ei­nen Pols­ter und ein Bett­la­ken. Im Un­ter­schied zu Thai­land be­fin­det si­ch un­ter dem Bett kein Stau­raum, das Ge­päck wie Ruck­sä­cke, Kof­fer und Ta­schen wer­den vor dem Bett ab­ge­stellt.

2. Klasse Schlafwagen in Malaysia

Das Ge­päck wird im 2. Klas­se Schlaf­wa­gen vor den Schlaf­ko­jen ab­ge­stellt.

Au­ßer­dem sind die un­te­ren Bet­ten im ma­lay­si­schen Schlaf­wa­gen gleich breit wie oben und rund 190 Zen­ti­me­ter lang. Die oberen Bet­ten sind bil­li­ger als un­ten. Gur­te im oberen Bett si­chern vor dem Hin­aus­fal­len. Vor je­dem Bett­platz be­fin­det si­ch ein Vor­hang der et­was Pri­vat­sphä­re bie­tet. Im “Ab­teil” be­fin­det si­ch ei­ne klei­ne Le­se­lam­pe. Theo­re­ti­sch. Mei­ne ist ka­putt.

Für die Mor­gen­hy­gie­ne ste­hen nur die me­ga­k­lei­nen Wasch­be­cken in den Toi­let­ten zur Ver­fü­gung. Man soll­te si­ch al­so auf ein Mi­ni­mum ein­stel­len.

Speisewagen im Expresszug Tupat - Johor Bahru (JB)

Der Spei­se­wa­gen im Ex­press­zug Tum­pat – Jo­hor Bah­ru (JB) ist in der Früh lei­der nicht ge­öff­net.

Der Buf­fet­wa­gen ist, laut Mit­ar­bei­te­rin am Ti­cket­schal­ter, bis 4 Uhr in der Früh ge­öff­net. Was man dort wohl so lan­ge macht, wenn kein Al­ko­hol aus­ge­schenkt wird? 😉 Ich hof­fe je­den­falls auf ei­nen Kaf­fee am Vor­mit­tag und wer­de ent­täuscht. “Clo­sed”. Es gibt al­so kei­nen Kaf­fee und kein Früh­stück im Zug. Ich wer­de auf Jo­hor Bah­ru ver­wie­sen.

Nach der An­kunft, kurz nach 11 Uhr, gibt es dort den ers­ten Kaf­fee. Ein kur­zer Zwi­schen­stopp, be­vor die Rei­se die letz­ten Ki­lo­me­ter von Jo­hor Bah­ru nach Sin­ga­pur wei­ter­geht.

Du bist mit der Dschun­gel-Ei­sen­bahn ge­fah­ren und hast schö­ne oder an­de­re Er­fah­run­gen ge­macht? Viel­leicht hast Du ei­nen ak­tu­el­le­ren Fahr­plan von di­rekt vor Ort und kann­st da­mit an­de­ren Rei­sen­den hel­fen. Ich freue mi­ch auf Dei­nen Kom­men­tar oder Dei­ne Nach­richt!

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Kommentare

  1. Ich mus­s­te gleich an schienenreisen.com den­ken, als ich den Ar­ti­kel hier las. Und… man braucht schon recht lan­gen Atem für die Dschun­gel-Ei­sen­bahn hier! 😀

  2. Wow, was für ein Com­pen­di­um an In­for­ma­tio­nen!
    Die Stre­cke klingt toll! Ich will auch mal durch Thai­land und Ma­lay­sia bis Sin­ga­pur tu­ckern. Wie­der ei­ne neue Idee … lang­sam muss ich Le­bens­jah­re an­bau­en 😀
    Viel Spaß und bis zur ITB!
    Clau­di 🙂

  3. Andersreisender meint:

    – Alex: Ja, stimmt. Ein Schie­nen­rei­sen-The­ma. Und das auf An­ders rei­sen. Du bist ein auf­merk­sa­mer Le­ser. 😉 In den nächs­ten Wo­chen wird si­ch hier et­was ver­än­dern. Mehr da­zu aber dem­nächst.

    – Clau­di: Un­be­dingt ma­chen so­lan­ge es die Bahn in der Form no­ch gibt. Ach ja… und das mit den Le­bens­jah­ren an­bau­en ken­ne ich nur zu­gut. *seufz* Da ist es kei­ne gu­te Idee, wenn man si­ch bei der ITB dann zu­sätz­li­ch Gusto für Reis­ne holt. 😉

  4. Hal­lo Ger­hard,
    ich war ver­gan­ge­nen Herbst für zwei Ta­ge in Gua Mus­ang und ha­be dort erst­mals von der Jun­gle Li­ne er­fah­ren. Lei­der ein biss­chen zu spät, aber de­in Bei­trag zeigt mir, dass ich die Bahn­fahrt un­be­dingt noch­mal nach­ho­len soll­te – ob­wohl ich die Stre­cke von den Ca­me­ron High­lands nach Gua Mus­ang eben­falls sehr emp­feh­len kann.
    Be­s­te Grü­ße nach Süd­ost­asi­en, Da­ni­el.

  5. Andersreisender meint:

    – Da­ni­el: Tja… und bei mir ste­hen die Ca­me­ron High­lands ein an­de­res Mal am Pro­gramm. Nach­dem man von Kua­la Li­pis, et­was süd­li­ch von Gua Mus­ang, nur mit dem Nacht­zug wei­ter­rei­sen kann hat­te ich tat­säch­li­ch auch über­legt von hier mit dem Bus in die High­lands zu fah­ren. Wä­re be­stimmt auch, wie Du schreib­st, ei­ne gu­te Op­ti­on ge­we­sen. Aber nach­dem ich so­wie­so nach Sin­ga­pur woll­te hat sich’s dann mit dem Schlaf­wa­gen auch gut er­ge­ben. 🙂

  6. Kerstin meint:

    Vie­len Dank für die vie­len In­fos und Tipps. Mit der Bahn un­ter­wegs zu sein ist, fin­de ich, et­was sehr schö­nes. Und da­zu an exo­ti­schen Or­ten, dann ist es be­son­ders reiz­voll.

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