Motorrad-Tour rund um die Ammergauer Alpen

Heu­te führt die Mo­tor­rad-Tour ein­mal rund um die Am­mer­gau­er Al­pen. Aus­gangs­punkt ist Ober­am­mer­gau und die Fahrt führt durch hü­ge­li­ge Land­schaft, vor­bei an aus­ge­dehn­ten Se­en und die Ber­ge sind im­mer in Sicht­wei­te.

Au­ßer­dem gibt es ent­lang der Stre­cke ei­ni­ge in­ter­es­san­te Se­hens­wür­dig­kei­ten zu be­sich­ti­gen, in die­sem Bei­trag kriegst Du die pas­sen­den Tipps.

Die Motorradroute im Überblick:

Ober­am­mer­gau – Bad Bay­er­so­i­en – Am­mer­schlucht (Echels­ba­cher Brü­cke) – Wies (Wies­kir­che) – Stein­ga­den – Hal­b­lech – Roß­haup­ten – Seeg – Füs­sen – Ho­hen­schwan­gau (Schloss Neu­schwan­stein) – Reut­te in Ti­rol – Plan­see – Schloss Lin­der­hof – Et­tal – Ober­am­mer­gau.


Grö­ße­re Kar­ten­an­sicht

Die Stre­cke ist rund 141 Ki­lo­me­ter lang, wer sie oh­ne Stopps durch fährt ist un­ge­fähr 2,5 Stun­den un­ter­wegs. Tei­le der Mo­tor­rad­tour ver­lau­fen auch par­al­lel zur Deut­schen Al­pen­stra­ße.

Aber es wä­re scha­de nir­gends zu hal­ten, dar­um ge­be ich Dir ein paar (kul­tu­rel­le) Be­sich­ti­gungs-Tipps ent­lang der Stre­cke. Al­le Vor­schlä­ge für ei­nen Zwi­schen­stopp sind pro­blem­los in Mo­tor­rad­klei­dung mög­li­ch.

Ammerbrücke bei Echeslbach

Da, wo man heu­te oh­ne groß nach­zu­den­ken die Am­mer­schlucht quert, muss­ten bis 1929 auf ge­fähr­li­chen Stra­ßen die Kar­ren bis tief ins Tal und auf der an­de­ren Sei­te wie­der hin­auf ge­bracht wer­den. Ei­ne müh­sa­me An­ge­le­gen­heit, oft mit töd­li­chen Fol­gen.

Bild: Ammertal Brücke Echelsbach

Die Am­mer­tal-Brü­cke bei Echels­bach

Mit dem Bau der 76 Me­ter ho­hen Brü­cke ist das Ver­gan­gen­heit. Tei­le der Am­mer­schlucht sind Na­tur­schutz­ge­biet und ein be­lieb­tes Aus­flugs­ziel.

Auf dem Ge­birgs­fluss sind auch Ka­jak­fah­rer un­ter­wegs.

Wieskirche

Rund zehn Ki­lo­me­ter wei­ter er­reichst Du über ei­nen kur­zen Ab­ste­cher nach Süd­en die Wies­kir­che in der Nä­he von Stein­ga­den. Sie zählt seit 1983 zum UNESCO Welt Kul­tur­er­be.

Bild: Am Weg zur Wieskirche

Mit dem Mo­tor­rad zur Wies­kir­che in Stein­ga­den

Ein­st war die klei­ne Feld­ka­pel­le Ziel der Pil­ger, wo die Sta­tue des ge­gei­ßel­ten Hei­lands stand. Heu­te lau­fen vie­le an der klei­nen Ka­pel­le di­rekt ne­ben dem Park­platz acht­los vor­bei.

We­gen des wach­sen­den Be­su­cher­stroms wur­de von 1745 bis 1754 die Wies­kir­che er­baut und spä­ter auch no­ch öf­ters um­ge­baut. Durch die Er­wei­te­run­gen er­hielt die Kir­che auch ihr cha­rak­te­ris­ti­sches Aus­se­hen.

Bild: Wieskirche in Steingaden

Die Wies­kir­che ist in der Lis­te der UNESCO Welt­erbe auf­ge­nom­men

Die Wies­kir­che ist im Stil des Ro­ko­ko er­baut, Gold und Prunk sind al­so vor­herr­schen­de Ele­men­te.

Bild: Altar und Statue des gegeißelten Heiland in der Wieskirche

Al­tar und Sta­tue des ge­gei­ßel­ten Hei­lands

Wei­ter geht’s mit dem Mo­tor­rad – im­mer die Am­mer­gau­er Al­pen im Bli­ck.

Entlang der Seen zu Schloss Neuschwanstein

Über Stein­ga­den und Trauch­gau führt die Stre­cke durch sanf­te Hü­gel­land­schaft wei­ter zum Il­las­berg­see und Forg­gen­see. Wer die Ba­de­ho­se mit im Ge­päck hat kann hier ei­nen Sprung ins küh­le Nass wa­gen.

Bild: Illasbergsee und Forggensee

Die Tour führt ent­lang des Il­las­berg- und Forg­gen­sees

Mit ei­nem klei­nen Schwenk über Seeg geht es dann nach Füs­sen und zu wohl ei­nem der be­kann­tes­ten Schlös­ser Bay­erns.

Das Schloss Neu­schwan­stein von Kö­nig Lud­wig ist welt­be­kannt.

Bild: Schloss Neuschwanstein

Mär­chen­schloss von Kö­nig Lud­wig: Das Schloss Neu­schwan­stein

Auf un­se­rer Tour reicht uns der Bli­ck hin­auf zum traum­haf­ten Schloss. Beim An­bli­ck der An­zahl der war­ten­den Rei­se­bus­se ent­schei­den wir uns für die Flucht – wei­ter über die Gren­ze.

Benzintourismus und Kurven

Tou­ris­mus der an­de­ren Art gibt es im be­nach­bar­ten Reut­te in Ti­rol. An den Zapf­säu­len der Tank­stel­len herrscht Hoch­be­trieb, ist das Ben­zin in Ös­ter­reich doch um ei­ni­ges bil­li­ger als in Deutsch­land.

Bei lee­rem Mo­tor­rad-Tank soll­te hier nicht nur we­gen des Prei­ses ge­tankt wer­den, denn auf un­se­rer Rou­te krie­gen durs­ti­ge Mo­tor­rä­der er­st in knapp 40 Ki­lo­me­ter wie­der ei­ne Tank­fül­lung.

Bild: Motorrad am Plansee

Die traum­haf­te Berg­ku­lis­se am Plan­see lädt zur Pau­se ein

Die kur­ven­rei­che Stre­cke führt den Plan­see ent­lang. Die stei­len Ber­ge har­mo­nie­ren mit dem glat­ten, blau­en Was­ser.

Stra­ßen­buch­ten bie­ten im­mer wie­der die Mög­lich­keit für ei­nen Stopp und ei­nen Bli­ck auf die traum­haf­te Berg­ku­lis­se.

Bild: Plansee und Motorrad

Küh­le Mo­tor­rad-Rast am Plan­see

Kur­ven­reich führt die Stra­ße durch den Wald wie­der zu­rück nach Bay­ern.

Schloss Linderhof

Gleich hin­ter der Gren­ze kann ein wei­te­res Schloss von Kö­nig Lud­wig II. be­sucht wer­den: Schloss Lin­der­hof.

Bild: Schloss Linderhof

Lin­der­hof war das Lieb­lings­schloss Kö­nig Lud­wigs II.

Lin­der­hof ist das klein­s­te der drei Schlös­ser Kö­nig Lud­wigs II.

Nicht nur ein Prunk­ge­bäu­de hat der Kö­nig hier bau­en las­sen, es ist es ein gro­ßes Are­al mit­ten im Wald in des­sen Her­zen das Schloss steht.

Bild: Schloss Linderhof

Der Jagd­sitz mus­s­te dem Prunk von Schloss Lin­der­hof wei­chen

Ne­ben dem Schloss sind auch ori­en­ta­li­sche Ge­bäu­de am Ge­län­de zu fin­den, et­wa der Mau­ri­sche Ki­osk oder das Ma­rok­ka­ni­sche Haus.

Das Ma­rok­ka­ni­sche Haus stand aber zu Kö­nig Lud­wigs Zei­ten an ei­nem an­de­ren Platz als heu­te.

Bild: Marokkanisches Haus in Linderhof

Das Ma­rok­ka­ni­sche Haus wur­de 1878 auf der Welt­aus­stel­lung in Pa­ris er­wor­ben

Ge­nug ge­se­hen? Dann sat­teln wir wie­der die (mo­to­ri­sier­ten) Pfer­de und rei­ten wei­ter auf den letz­ten Ki­lo­me­tern zu­rück nach Ober­am­mer­gau.

Bild: Brunnen im Schloss Linderhof

Auf dem Pferd oder dem Mo­tor­rad wei­ter rei­ten?

Wer am Vor­mit­tag un­ter­wegs ist und Hun­ger hat kann im Klos­ter Et­tal in der nur vor­mit­tags ge­öff­ne­ten Schau­kä­se­rei no­ch ei­nen Stopp ein­le­gen.

Auf un­se­rer Tour kom­men wir am Abend in Et­tal an und die schwar­zen Wol­ken hän­gen be­droh­li­ch am Him­mel. Zeit um die letz­ten Ki­lo­me­ter zu un­se­rem Aus­gangs­ort Ober­am­mer­gau zu­rück­zu­le­gen.

Gastronomie-Tipp und Entspannung

In den Am­mer­gau­er Al­pen gibt es für hung­ri­ge Mo­tor­rad­fah­rer ei­ni­ge in­ter­es­san­te Gas­tro­no­mie­be­trie­be, zwei da­von ha­be ich hier nä­her vor­ge­stellt.

Au­ßer­dem fin­dest Du hier Tipps für ei­nen ent­spann­ten Tag in den Am­mer­gau­er Al­pen, die auch in Mo­tor­rad­klei­dung und -stie­fel gut zu be­wäl­ti­gen sind.

Bild: Nicole von Ammergauer Alpentourismus am Motorrad

Ge­mein­sa­me Mo­tor­rad-Tour mit Ni­cole von Am­mer­gau­er Al­pen Tou­ris­mus

Dan­ke an Ni­cole von Am­mer­gau­er Al­pen Tou­ris­mus fürs Zei­gen der Se­hens­wür­dig­kei­ten in der Um­ge­bung und die herr­li­che, ge­mein­sa­me Mo­tor­rad-Tour.

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Kommentare

  1. Un­ser Motorradtour’ler hier.
    Schö­ne Ge­gen­den, Schloss Neu­schwan­stein… du schein­st ja de­fi­ni­tiv vom Wet­ter zu pro­fi­tie­ren. Und zur Kluft… das er­in­nert mi­ch an ei­nen Stormt­ro­oper, so wie du rum­fähr­st! 😀
    Stets gu­te Fahrt!

  2. Wenn es Dich no­ch wei­ter nörd­li­ch Rich­tung Nürn­berg ver­schlägt, ein­fach mel­den. Ich ha­be ei­ne Couch.

    Gruß Erd­al.

  3. Dornröschen meint:

    Echt ne klas­se Tour! Fahr in der Ecke auch ger­ne.
    Viel­leicht kann man ja mal ein gro­ßes Tref­fen ma­chen und dort mit meh­re­ren fah­ren?

  4. Andersreisender meint:

    -Alex: Ja, wir hat­ten mit dem Wet­ter rie­si­ges Glück. Mo­tor­rad­fah­ren macht bei Re­gen ein­fach kei­nen Spaß. Da hilft die gan­ze Stormt­ro­oper-Le­der­kom­bi nix. 😉 Das Teil ist wirk­li­ch sehr auf­fäl­lig – hat mi­ch im Ge­schäft gleich ma­gi­sch an­ge­zo­gen.

    -Erd­al: Dan­ke­schön, sehr ger­ne. Im Au­gen­bli­ck ist ei­ne Mo­tor­rad-Tour dort­hin al­ler­dings nicht ge­plant.

    -Dorn­rös­chen: Ich bin mir nicht si­cher, aber ich glau­be in Gar­mi­sch Par­ten­kir­chen gibt es ein jähr­li­ches Mo­tor­rad­tref­fen. Die ma­chen dann be­stimmt auch im­mer Mo­tor­rad­tou­ren rund um die Am­mer­gau­er Al­pen.

  5. Wow, wirk­li­ch ei­ne sehr schö­ne Rou­te. Bei et­was mehr Zeit wer­de ich sie wohl auch mal in Be­tracht zie­hen. Lei­der ist es von NRW ja er­st mal ein gan­zes Stück da hin und so­mit dann wohl auch min­des­tens ein Wo­chen­end­aus­flug.. 🙂

  6. Andersreisender meint:

    -Na­ta: Stimmt – ein we­nig Zeit soll­te man für die Tour in die Al­pen schon ein­pla­nen. Wä­re ja scha­de, wenn man mit Zeit­man­gel ein­fach nur durch die schö­ne Land­schaft hetzt.

  7. Schö­ner Be­richt. Die Lust auf Ur­laub steigt de­fi­ni­tiv beim Le­sen.
    Wir hat­ten auch schon die Ge­le­gen­heit die­se Ge­gend mit dem Mo­tor­rad aus­zu­kund­schaf­ten.
    Un­ser täg­li­cher Start­punkt lag da­bei in Hä­sel­gehr im Lech­tal.
    In 44 Ta­gen ist es bei uns auch end­li­ch wie­der so­weit dass es auf gro­ße Tour geht.
    Even­tu­ell ist ja die Mo­tor­rad Stra­ße Deutsch­land auch mal ei­ne An­re­gung für dich. Wir pla­nen den Ost­teil für die­ses Jahr.
    Grü­ße To­bi­as

  8. Andersreisender meint:

    – To­bi­as: Dan­ke­schön! Ja, es gibt vie­le traum­haf­te Stre­cken in der Um­ge­bung und oft viel zu we­nig Zeit al­le zu er­kun­den. Das mit der Mo­tor­rad Stra­ße Deutsch­land muss ich mir mal ge­nau­er an­schau­en. Hört si­ch mit 10.000 Ki­lo­me­tern nach ei­nem Groß­pro­jekt an. 😉 Gu­te Rei­se!

  9. Sehr schick! 😀
    Da wohn ich ei­gent­li­ch ziem­li­ch nach am Schloss Neu­schwa­nen­stein und ha­be es no­ch im­mer nicht ge­schafft, dort hin­zu­kom­men. Na ir­gend­wann muss ich das mal än­dern. 😉
    Lie­be Grü­ße
    Chris­ti­na

  10. Andersreisender meint:

    Al­so dann nix wie hin nach Neu­schwan­stein, Chris­ti­na! Die Run­de ist in ein paar Stun­den gut mach­bar, be­son­ders gut hat mir die Fahrt ent­lang der Se­en ge­fal­len. 🙂

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