Auf Flügen aus Mitteleuropa nach Bangkok führt die Reise etwa eineinhalb bis zwei Stunden vor der Ankunft in der thailändischen Hauptstadt entlang der Küste des Golfs von Bengalen. Zuerst von Indien kommend überquert das Flugzeug Bangladesch bevor es über Myanmar (Burma) weiter nach Thailand fliegt. In der Region Bengalen, im heutigen Bangladesch, ist das größte Flussdelta der Welt zu sehen: Das Ganges-Delta.
Es ist beeindruckend die stark verzweigten Flüsse und Flussarme im Ganges-Delta vom Flugzeug aus zu beobachten. Oft wird der Mündungsbereich auch Ganges-Brahmaputra-Delta genannt. Doch auch diese Bezeichnung wird dem weit verzweigten Delta eigentlich nicht gerecht, da sich hier die größten Ströme Südostasiens vereinen.

Ausschnitt vom Ganges-Brahmaputra-Delta in Bangladesch
Das große Delta in Südostasien entsteht durch den Zusammenfluss der Hauptflüsse Brahmaputra, Ganges und Meghna. Der Brahmaputra führt die größte Wassermenge der drei Hauptflüsse und wird in seinem Unterlauf Jamuna genannt. Gemeinsam mit dem Ganges bildet er den Flussarm Padma, der in den Meghna mündet. Der Meghna fließt letztlich in den Golf von Bengalen.
Bangladesch wird vom Delta bestimmt
Das Ganges-Delta besteht aus rund 240 Flüssen. Der größte Teil Bangladeschs wird durch das Delta mit häufigen Überschwemmungen bestimmt. Über weite Teile entlang der Küste erstrecken sich die Mangrovengebiete der Sudarbans. Sie sind die größten Mangrovenwälder der Erde. Die Hauptstadt Dhaka im Landesinneren liegt nur sechs Meter über dem Meer.
Während des Flugs entlang der zerklüfteten Küste verändert sich das Bild des Deltas ständig. Manche Flussarme schlängeln sich ästhetisch durch die Landschaft. Erst im östlichen Bereich des Deltas ergießen sich die vereinten Hauptflüsse als Meghna in den Golf von Bengalen.






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