Meine Couch ist heute frei…

… ich wünsche mir einen Reisenden herbei!

So funktioniert zumindest der eine Teil des Projekts “Couchsurfing”. Man stellt eine Schlafmöglichkeit in seiner Wohnung für Reisende kostenlos zur Verfügung. Im Gegenzug darf man bei einem anderen Community-Mitglied um ein Bett in einer fremden Stadt anklopfen.

Näher dran an Land & Leute

Ein interessantes Konzept für Reisende, die Land und Leute gerne etwas näher kennenlernen. Für meine letzte Reise mit der Transsibirischen Eisenbahn nach Russland, in die Mongolei und China habe ich bereits nach Möglichkeiten gesucht, Bekanntschaft mit der Bevölkerung vor Ort zu schließen. Über eine Internet-Community kam ich bei Theodor und Feodor für ein paar Tage in Irkutsk unter, meine Gastfamilie in Peking fand ich über Homestayweb. Der Recherche-Aufwand war sehr groß. Außerdem möchte man als Alleinreisender die größtmögliche Gewissheit haben, auch einen seriösen Gastgeber zu finden. Damit fallen zB. bei Homestayweb schon viele Angebote weg, da man zu wenig über die anbietenden Personen und deren Umfeld erfährt.

Virtueller Reality-Check

Aber bei Couchsurfing ist dies anders. Gestern war es soweit: Ich habe mich als Gastgeber registriert. Umgekehrt möchte ich auch nach Übernachtungsmöglichkeiten für unsere Rumänien-Reise suchen. Die Kontaktsprache ist generell Englisch, eine Oberfläche in Deutscher Sprache findet man unter www.couchsurfing.org .
Screenshot Couchsurfing

Screenshot Couchsurfing

Bei der Anmeldung werden die User-Daten in einem dreistufigen Prozess verifiziert. In der zweiten Stufe sollen die bei der Anmeldung angegebenen Daten mit jenen auf der eigenen Kreditkarte verglichen werden. Dafür muß – laut Anleitung – die Karte mit einem geringen Betrag belastet werden. Für Österreich errechnet sich der mit mindestens 22,60 US-Dollar. Das fand ich dann weniger einladend und habe den weiteren Verification-Prozess einmal abgebrochen. Ich bin mir sicher, mein sympathisches Lächeln im Profil-Foto und die angegebenen Daten zu meiner Couch sind für potentielle Salzburg-Besucher Absicherung genug ;-)

Netzwerk des Vertrauens

Die Netzwerk-Funktion als vertrauensbildende Maßnahme steht bei Couchsurfing auch im Vordergrund. Wie auch bei anderen Internet-Netzwerken können Freunde und Bekannte verlinkt werden. Auch Empfehlungen für einen User können abgegeben werden. Eine Kommentar-Funktion im Profil rundet die Maßnahmen ab. Mit all diesen Funktionen wird dem Thema Sicherheit sehr gut Rechnung getragen und ist für Individualreisende eine wertvolle Unterstützung.
Ich bin schon sehr gespannt, wie Couchsurfing in der Realität funktioniert.
 
Werden sich regelmäßig individuell Reisende bei mir in Salzburg einquartieren und werde ich ebenfalls eine “Couch” auf unserer Reisen – vielleicht in Bukarest, Tulcea oder in Sfantu Gheorghe – finden? Oder beschränkt sich alles eher auf eine Internet-Theorie? Ist von Euch schon mal jemand “couch-gesurft”?
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Kommentare

  1. Das mit dem Couchsurfing habe ich schon mal gehört. Der Freund einer Kollegin ist dabei und bis jetzt nur positive Erfahrungen gemacht :)

  2. Ich mußte mich beim Couchsurfing mal ein bisschen ausklinken, da viel zu viele Anfragen kamen und ich leider auch arbeitsmäßig sehr eingespannt bin. Wenn, dann möchte ich für meinen Besuch auch Zeit haben.

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