Kamerun: Ganz Afrika in einem Land

Ei­ne eher exo­ti­sche und aus­ge­fal­le­ne Rei­se­desti­na­ti­on ist Ka­me­run. Manch­mal wird auch die fran­zö­si­sche  Schreib­wei­se Ca­me­roun für das afri­ka­ni­sche Land ver­wen­det. Der rund 500.000 Quadrakt­ki­lo­me­ter gro­ße Staat liegt in Zen­tral­afri­ka am at­lan­ti­schen Oze­an. Nach­barn sind zB. Ni­ge­ria, Zen­tral­afri­ka oder Ga­bun. Die Haupt­stadt von Ka­me­run ist Jaun­de (Yaoun­dé).

Be­kannt wur­de das afri­ka­ni­sche Land vor al­lem durch die er­folg­rei­che Fuß­ball Na­tio­nal­mann­schaft.  Als fried­li­ches Land wur­de Ka­me­run be­reits von Tou­ris­ten als in­ter­es­san­tes Rei­se­ziel ent­deckt. “Der Groß­teil der der­zeit rund 400.000 Be­su­cher kommt aus Eu­ro­pa”, er­klärt der ka­me­ru­ni­sche Tou­ris­mus­mi­nis­ter Ba­ba Ha­ma­dou. Auf der glo­ba­len Tou­ris­mus­land­kar­te sei es al­ler­dings ein wei­ßer Fleck. Mit groß­an­ge­leg­ten Mar­ke­ting­stra­te­gi­en will Ha­ma­dou die Zahl der aus­län­di­schen Gäs­te in den kom­men­den Jah­ren auf zwei bis drei Mio. stei­gern.

Vielfältige Natur und Landschaft

“Nach­hal­ti­ger Frem­den­ver­kehr ist ei­ne gu­te Op­ti­on”, so der Mi­nis­ter, der im­mer wie­der die viel­fäl­ti­ge Na­tur, ei­ne der Top-Se­hens­wür­dig­kei­ten sei­nes Lan­des, be­tont. “Wer die Flo­ra und Fau­na, Land­schaf­ten, Sit­ten und Ge­bräu­che des Kon­ti­nents ken­nen ler­nen möch­te, hat mit Ka­me­run das rich­ti­ge Ziel ge­wählt.”

 Mit dem Slo­gan “Ganz Afri­ka in ei­nem Land” wirbt das Tou­ris­mus­mi­nis­te­ri­um für ei­ne Ka­me­run Rei­se und be­zie­he sich da­mit auf die viel­fäl­ti­ge Lan­des­na­tur. Im­mer­hin gibt es für Tou­ris­ten die Sa­hel­zo­ne im Nor­den, die Re­gen­wäl­der und Berg­re­gio­nen bis hin zur 400 Ki­lo­me­ter lan­gen At­lan­tik­küs­te ver­schie­de­ne Land­schaf­ten zu ent­de­cken.

Unberührte Atlantikküste in Kamerun - Bild: Tourism Ministry of Cameroon

Un­be­rühr­te At­lan­tik­küs­te in Ka­me­run – Bild: Tou­rism Mi­nis­try of Ca­meroon

Infrastruktur soll verbessert werden

Viel Ar­beit wird in die Ver­bes­se­rung der tou­ris­ti­schen In­fra­struk­tur in Ka­me­run ge­steckt. Bis No­vem­ber 2011 plant man die Ein­rich­tung ei­nes ef­fek­ti­ven In­lands­flug­ver­kehrs mit Ca­meroon Air­lines Cor­po­ra­ti­on. Auch die Qua­li­tät der Ver­kehrs­we­ge an Land soll ver­bes­sert wer­den. “Vor zwei Jah­ren ha­ben wir be­gon­nen, ein ein­heit­li­ches Be­wer­tungs­sche­ma nach Ster­nen für die ins­ge­samt 24.000 Ho­tel­zim­mer des Lan­des ein­zu­füh­ren”, er­zählt der Mi­nis­ter.

Afrika in Miniatur

“Der Nor­den mit sei­nen Na­tur­schutz­ge­bie­ten und ty­pi­schen Dör­fern ist der Teil des Lan­des, der tou­ris­tisch am bes­ten er­schlos­sen ist”, so Ma­ma­dou. In die­ser Re­gi­on herrscht tro­cke­nes Wüs­ten­kli­ma. Der Nor­den Ka­me­runs eig­net sich gut zum Trek­king oder für Sa­fa­ris.

Der Sü­den des Lan­des ist mit dich­tem Re­gen­wald be­deckt. Hier le­ben die Be­tis und die Pyg­mä­en. Der Wes­ten mit sei­ner 400 Ki­lo­me­ter lan­gen At­lan­tik­küs­te be­steht zum Groß­teil aus ei­ner Hü­gel- und Berg­land­schaft. Der Mount Ca­me­roun ist mit 4.095 Me­tern der höchs­te Berg in Ka­me­run. Ent­lang der At­lan­tik­küs­te  herrscht mil­des Kli­ma und ist das reichs­te Ge­mü­se­an­bau­ge­biet Zen­tral­afri­kas.

Di­rek­te Flü­ge zum Flug­ha­fen Yao­um­de Nsi­ma­len Air­port wer­den zB. ab Zü­rich an­ge­bo­ten. Von Brüs­sel fliegt Brussels Air­lines di­rekt nach Yao­um­de und Doua­la. Mehr In­fos zu ei­ner Ka­me­run-Rei­se bie­ten ei­ni­ge span­nen­de Rei­se­bü­cher*.

Ba­sis-In­for­ma­ti­on & In­ter­view: pte

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Kommentare

  1. Hi, ich ha­be mich ein we­nig auf dei­ner Sei­te um­ge­schaut und bin nun bei Ka­me­run an­ge­kom­men. Das ist auf al­le Fäl­le ein span­nen­des Land. Als letz­tes Jahr ein sehr gu­ter Freund von mir für ein Hilfs­pro­jekt nach Ka­me­rum flog, muss­te er für mich vie­le Fo­tos ma­chen und mir hin­ter­her ein In­ter­view für mei­nen Blog ge­ben. Was wir da­bei aber völ­lig aus­ge­blen­det ha­ben, ist Ka­me­run als Rei­se­land. Das Land ist sehr arm und bräuch­te neue Im­pul­se. Viel­leicht kann sich auch hier der Tou­ris­mus ähn­lich wie in Nord­afri­ka ent­wi­ckeln und drin­gend not­wen­di­ge De­vi­sen ins Land brin­gen.

    LG My­ri­am

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