Eine Sehenswürdigkeit für sich: Chinatown in Bangkok

Bangkok ist generell eine quirlige und laute Metropole. Schwül-warme Temperaturen machen den Sehenswürdigkeiten-Bummel  manchmal zur Qual. Wer dem noch eines draufsetzen möchte, begibt sich auf einen abenteuerlichen Bummel durch Chinatown. Dort mischen sich die Einflüsse aus dem Reich der Mitte mit dem thailändischen Lebensgefühl.

Der chinesische Einfluss ist in der ganzen Stadt zu spüren. In Chinatown in Bangkok scheint man dann in eine andere Welt einzutauchen. In der Nähe des Hauptbahnhofs Hua Lamphong steht das chinesische Tor in unverwechselbarer Optik als Eingang in die “Stadt in der Stadt”.

Die thailändische Schrift weicht chinesischen Symbolen, die Farben Rot und Gold dominieren. Rote Lampions hängen an den Häusern und sogar die Telefonzellen zieren kleine, chinesische Ziegeldächer. Ist Chinatown in Bangkok vielleicht sogar chinesischer als so manche Stadt im Reich der Mitte?

Bild: Chinatown in Bangkok

Chinesen leben bereits seit dem 14. Jahrhundert in Thailand. Die großen Einwanderungswellen fanden im 19. Jahrhundert statt, als die Qing-Dynastie in China in eine tiefe Krise geriet. Die ersten Einwanderer, es waren fast ausschließlich Männer, heirateten thailändische Frauen und assimilierten sich. Sie errangen großen Einfluss in der königlichen Verwaltung und auch in der Wirtschaft.

Einflussreiche Chinesen in Thailand

Anfang des 20. Jahrhunderts folgte eine weitere große Einwanderungswelle aus China. In Thailand kam ein antichinesischer Nationalismus auf, der während des Chinesisch-Japanischen Krieges gipfelte. Der Ausschluss aus einer großen Zahl an Berufen sollte die wirtschaftliche Vormachtstellung der Chinesen brechen.

Nur die Erziehung nach thailändischen Werten und der Besitz einer thailändischen Staatsbürgerschaft stellt die Chinesen den Thai gleich. Trotzdem dominieren die Chinesen das thailändische Wirtschaftsleben. Heute sind zwischen 8,5 und 15 Prozent der Bevölkerung (ca. 5,4 bis 9,6 Millionen Menschen) Thailands Chinesen.

Bild: Tor in Chinatown in Bangkok

In Chinatown in Bangkok herrscht geschäftiges Treiben auf den Straßen. Die stark befahrene Th. Yaowarat Straße säumt ein Goldgeschäft nach dem anderen. Der Geruch aus den Seitengassen lässt Märkte und Garküchen vermuten. Hier mischen sich  in den Küchen und an den Straßenständen thailändische und chinesische Einflüsse.

Manche für Reisende “typischen” Thailändische Gerichte haben ihren Ursprung in China. Nudelgerichte wie Pad Thai werden daher mit Stäbchen gegessen. Ich liebe die Straßenküchen in Bangkok, in diesem Beitrag erfährst Du mehr darüber.

Bild: Straßenküche in Chinatown in Bangkok

Die schmalen Gassen führen direkt in die Soi Wanit 1 – eine Einkaufszeile, die sich quer durch Chinatown zieht. Kleine Geschäfte mit Kurzwaren, Stoffen, Kleidung, Schuhe und Accessoires säumen die schmale Gasse.  Der Einkaufsbummel führt direkt nach Little India.

Dort vermischen sich mehr und mehr chinesische mit indische Geschäfte, aber der Einkaufsspaß ist noch lange nicht zu Ende.

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Kommentare

  1. Das stimmt allerdings. Chinatown in Bangkok ist ein Erlebnis, welches man nicht so schnell vergisst. Ich war da vor einem Jahr und muss sagen, ich erinnere mich immer noch gerne an die Zeit.
    Hoffentlich kann ich dort mal wieder vorbeischauen.

  2. Andersreisender meint:

    @Dani: Willkommen im Andersreisen-Blog! Ich kann Dir nur Recht geben – Chinatown in Bangkok hat mir auch super gut gefallen.

  3. Ich finde es toll in Chinatown, wenn das quirlige Leben plötzlich um 12 Uhr zu einer Stille umschwenkt, die man in Bangkok nicht gewöhnt ist. Nur das Suppenschlürfen ist überall zu hören ;-)

  4. Andersreisender meint:

    @Erdal: *gg* Die Ruhe kehrt ein WEIL alle Suppe schlürfen oder gibt es einen anderen Grund? Ich überlege gerade zu welchen Zeiten ich dort war…

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