5 Sehenswürdigkeiten in Phnom Penh, die Du nicht verpassen solltest

(Update 31.5.2016) In Phnom Penh, der Hauptstadt von Kambodscha, gibt es überraschend viel zu entdecken. Der Königspalast, Pagoden und Tempel, interessante Märkte und Ausstellungen zur dunklen Vergangenheit des Landes sind die Hauptziele für Reisende. Nach einem ersten Eingewöhnungs-Bummel durch die Straßen von Phnom Penh steht die Besichtigung der Top-Sehenswürdigkeiten am Programm.

Sehenswürdigkeit 1: Der Königspalast

Der Palast im traditionellen Khmer-Stil ist wohl die berühmteste Sehenswürdigkeit in Phnom Penh. An den reich verzierten Gebäuden, bei denen die religiöse Symbolik auch eine bedeutende Rolle spielt, kann man sich kaum sattsehen. Die meisten Bauten des heutigen Königspalastes wurden Anfang des 20. Jahrhunderts an der Stelle des Palastes von König Norodom neu errichtet.

Bild: Dächer des Königspalastes in Phnom Penh

Dächer des Königspalasts in Phnom Penh.

Wenn gerade keinen offiziellen Empfänge und Veranstaltungen des Königs stattfinden kann der Thronsaal besichtigt werden. Die königlichen Residenz ist für Besucher zu jeder Zeit tabu.

Sehenswürdigkeit 2: Die Silberpagode

Gleich neben dem Königspalast in Phnom Penh befindet sich die Silberpagode. Sie wurde 1962 von König Sihanouk errichtet. Ihren Namen verdankt die Silberpagode den 5.329 silbernen Bodenfliesen, die heute leider großteils unter Teppichen verschwunden sind.

Silberpagode in Phnom Penh

Beeindruckend: Die Silberpagode in Phnom Penh.

Auf dem Gelände rund um die Silberpagode befinden sich einige weitere Bauwerke, wie zB. das Reiterstandbild von König Norodom, verschiedene Chedis (vereinfacht gesagt Anbetungsplätze), ein Gebäude mit dem Fußabdruck Buddhas und auch der königliche Pavillon. Im Chedi Kantha Bopha wird die Asche des 2012 verstorbenen Königs Norodom Sihanouk aufbewahrt.

Bild: Chedi von Kantha Bopha vor der Silberpagode in Phnom Penh

Der Chedi von Kantha Bopha vor der Silberpagode in Phnom Penh.

Sehenswürdigkeit 3: Wat Phnom

Rund um das Heiligtum Wat Phnom, das der Stadt Phnom Penh ihren Namen gab, herrscht ständig Hochbetrieb. Besonders für Einheimische ist der Hügel im Nordosten der Stadt ein beliebtes Ausflugsziel um den Tempel mit seinen Schreinen zu besuchen und sich zu entspannen.

Rund um den Hügel bieten Straßenhändler kleine Vögel in Käfigen zum Verkauf an. Neben Opfergaben für die Götter in der Tempelanlage verspricht die Freilassung eines Vogels die Anhäufung guten Karmas. Häufig werden die Vögel dann wieder eingefangen und nochmals verkauft.

Bild: Vogelhändlerin vor dem Wat Phnom in Phnom Penh

Vogelhändlerin vor dem Wat Phnom in Phnom Penh.

Sehenswürdigkeit 4: Tuol Sleng

Die dunkle Vergangenheit Kambodschas zur Zeit des Roten Khmer Regimes wird im Völkermordmuseum Tuol Sleng aufgearbeitet. Zwischen 1975 und 1979 sind im Gefängnis S-21 der Roten Khmer bis zu 20.000 Menschen umgekommen. Die Elite des Landes und Intelektuelle wurden in dem ehemaligen Schulgebäude erbarmungslos gefoltert und umgebracht.

Bild: Dokumentierte Opfer im Toul Sleng Völkermordmuseum in Phnom Penh

Erschreckend: Dokumentierte Opfer im Toul Sleng Völkermordmuseum in Phnom Penh.

Die Opfer wurden vielfach willkürlich ausgewählt. Die Regime-Anhänger verhafteten Kinder und Babys und richteten sie mit unvorstellbaren Methoden hin.

Zahlreiche Bilder, Fotos und Textauszüge aus Briefen belegen die Grausamkeiten, die in der wohl dunkelsten Zeit des Landes vom Roten Khmer Regime an der Bevölkerung verübt wurden. Insgesamt fielen dem Regime in weniger als vier Jahren rund zwei Millionen Menschen zum Opfer, das sind fast 20 Prozent der Bevölkerung Kambodschas.

Etwa 12 Kilometer außerhalb von Phnom Penh befinden sich die “Killing Fields”. In einem anderen Beitrag kannst Du eine Audio-Slideshow von Tuol Sleng und den Killing Fields ansehen. Tuol Sleng wird übrigens in manchen Reiseführern* auch Toul Sleng geschrieben.

Sehenswürdigkeit 5: Der Zentralmarkt

Unter mächtigen Kuppeln des Zentralmarktes vergeht die Zeit beim Stöbern wie im Flug. Der Psar Thmei, wie er von den Kambodschanern genannt wird, bietet fast alles, was das Herz begehrt. Längst beschränkt sich das Marktgelände nicht mehr auf das Zentralgebäude. Rundum werden auch Lebensmittel und Artikel des täglichen Bedarfs angeboten.

Zentralmarkt in Phnom Penh

Die Kuppeln des Zentralmarkts sind beeindruckend. Rund um dieses Gebäude ufert der Markt aus.

Für ein preiswertes, authentisches Khmer-Mittagessen und besondere, kulinarische Entdeckungen lohnt der Besuch der Lebensmittel-Halle!

Viel zu entdecken in Phnom Penh

In der kambodschanischen Hauptstadt gibt es überraschend viel zu entdecken. Die fünf genannten Top-Sehenswürdigkeiten in Phnom Penh sollen nur eine erster Überblick sein. Der Kaiserpalast, die Silberpagode, Wat Phnom und das Völkermordmuseum Tuol Sleng gehören zum “must do” Besichtigungsprogramm in Phnom Penh. Viele besuchen auch die Killing Fields außerhalb der Stadt. Weitere Museen, Pagoden und Tempel sind interessante Anlaufstellen für Reisende.

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Kommentare

  1. Ursula Veigl meint:

    Hallo
    Ich bin 72, war im Vorjahr 2 Monate alleine in Thailand und Laos unterwegs.
    Es war einfach wunderbar – vor allem das Alleinreisen.
    Heuer habe ich wieder vor, 2 Monate nach Asien zu reisen, und zwar nach Thailand, dann
    Ubon, Mekong 4000 Inseln (bin im Vorjahr 2 Tage mit dem Boot von Thailand nach Luang Prabang gefahren) , Ankor Wat, Mekongdelta, Saigon, die Küste hinauf in die Halong-Bucht. Reiseänderungen vor Ort jederzeit möglich, da ich mich nur nach mir richten muss.
    Liebe #Grüsse – Ursula

  2. Andersreisender meint:

    Ursula: Das hört sich nach spannenden Plänen an – gute Reise! :-)

  3. Hi,

    super Bericht. Phnom Penh ist schon eine tolle Stadt. Wenn auch nur in der High Season. ich war einmal in der Regenzeit dort und es schüttete jeden Tag 24/7 :( Seit dem nur noch in der High Season.

    Kien Svay ist auch super anzusehen :) Das kleine Dorf ist am Stadtrand von Phnom Penh genau am Mekong gelegen :)

    LG Kevin

  4. Andersreisender meint:

    – Kevin: Danke Dir für Deinen Tipp! Ja, Regenzeit ist nicht die ideale Reisezeit für Phnom Penh. ;-)

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