Tourismus in Ägypten erholt sich wieder

Die Massenproteste haben in den vergangenen Monaten viele von einer Reise nach Ägypten abgehalten. Eine bedenkenlos Reise und ein entspannter Urlaub im Land am Nil schienen nur bedingt möglich zu sein. Langsam entspannt sich aber die Situation und viele denken wieder über Ferien in Ägypten nach.

Der ägyptische Tourismusminister Mounior Fakhry Abdel Nour diskutierte kürzlich auf der ITB mit Vertretern der Tourismusbranche darüber, wie es ein Jahr nach der Revolution politisch, wirtschaftlich und touristisch weitergehen sollte. “Touristen unterstützen uns ökonomisch und damit auch die Demokratisierung”, sagt der Minister. Es sei auch für Europa sicherer, wenn Ägypten politisch stabil sei.

Jeder Sechste lebt vom Tourismus

Der Tourismus spielt im Land der Pharaonen eine wichtige Rolle. Vor den politischen Unruhen war Ägypten ein Reiseland und möchte es auch wieder werden. Jeder sechste Arbeitsplatz in Ägypten liegt im Tourismus-Sektor.

Bild: Ägypten präsentiert sich sympathisch auf der ITB - Bild: ITB/pressetext

Bild: Ägypten präsentiert sich sympathisch auf der ITB - Bild: ITB/pressetext

Ägypten sei mittlerweile wieder zur Normalität zurückgekehrt. Touristen bräuchten sich weiterhin nicht zu fürchten, Alkohol zu trinken oder Bikinis zu tragen. Die Übernachtungszahlen in Touristen-Hochburgen wie Hurghada am Roten Meer oder Sharm El-Sheikh erholen sich wieder.

Rainer Herret von der deutsch-arabischen Industrie- und Handwerkskammer berichtet, dass die deutsche Community in Ägypten ist sehr optimistisch sei: “Alle Firmen sind in Ägypten geblieben, die Produktion war fast nirgends unterbrochen.”

Zehn Millionen Besucher

Bestimmte Regionen, wie etwa die Resorts am Roten Meer, seien auch im vergangen Jahr trotz der Massenproteste sicher gewesen. Die Reiseveranstalter konzentrieren ihre Tätigkeiten im Bereich des Roten Meeres, weg von Kairo.

Trotz des massiven Besucherabbruchs bereisten2011 immer noch zehn Millionen Urlaubsgäste das Land in Nordafrika.”Ägypten ist ein phantastisches Urlaubsland – und ich glaube, dass es definitiv auf dem richtigen Weg ist”, bestätigte Hans-Gustav Koch vom Deutschen Reiseverband gegenüber pressetext.