Flexibel: Mobiles W-LAN im Ausland

Im Heimatland ist man daran gewöhnt – im Ausland vermisst man es schnell: Das mobile Internet. Zahlreiche Anwendungen auf iPhones und Smartphones funktionieren nur mit einer Verbindung ins World Wide Web. Im Ausland wird der Internetzugriff über Datenroaming schnell zur kostspieligen Sache. Es gibt aber auch Alternativen.

Auf meiner Slowenien- und Italienreise konnte ich den mobilen Hotspot von Tripbutler einem einwöchigen Test unterziehen. Eigentlich bräuchte ich darüber gar keinen großen Erfahrungsbericht schreiben: Gerät einschalten, W-LAN verbinden und schon war ich im Internet.

Einfacher Betrieb

Ich hatte mich zu Beginn auf eine längere Installations-Prozedur eingestellt, wie man das so von neuer Software gewöhnt ist. Der kleine Tripbutler funktioniert aber wie ein W-LAN Hotspot, mit dem man sich verbindet.

Nach dem Einschalten ist er am Computer unter den verfügbaren W-LAN Netzwerken zu finden. Nach der Eingabe des Passworts wird die Verbindung zum Internet hergestellt.

Bild: Tripbutler und Laptop am Canal Grande in Triest

Mit dem Tripbutler mobiles W-LAN am Canal Grande in Triest

Der Vorteil gegenüber eines herkömmlichen W-LAN Zugangs, zum Beispiel im Hostel oder Hotel, ist die Flexibilität. Mit dem Tripbutler in der Tasche und dem verbundenen iPhone ist man gleich mobil und flexibel wie zu Hause. Google Maps Landkarten für die Offline-Nutzung auf Reisen vorzubereiten gehört der Vergangenheit an. Sie werden nun aktuell geladen und führen einen durch die Stadt.

Fahrpläne können abgerufen werden und wenn man über Sehenswürdigkeiten mehr erfahren möchte holt man sich die Informationen ebenfalls aus dem Internet. Das Geocaching hat mir das mobile W-LAN in Slowenien und Italien auch erleichtert.

Hotspot für bis zu fünf Geräte

Mit dem Tripbutler kann man bis zu fünf Geräte gleichzeitig drahtlos verbinden. Bei intensiver Nutzung muss das Gerät nach ca. vier Stunden aufgeladen werden. Nach kurzer Zeit an der Steckdose oder am USB-Steckplatz eines Computers ist der mobile Hotspot dann wieder einsatzbereit.

Das Gerät kann wahlweise für die Reise gemietet oder auch gekauft werden. Ein tägliches Datenguthaben ist inkludiert. Nachdem ich den Tripbutler intensiv mit iPhone und Laptop verwendet habe, war das Datenguthaben bald aufgebraucht. Für Slowenien kosten 50 Megabyte € 2,50 – das sind 5 Cent pro Megabyte. Vor versteckten Kosten braucht man sich nicht zu fürchten, da das Guthaben aktiv aufgeladen werden muss.

Ist das Datenvolumen aufgebraucht wird der User im Browser auf eine Kaufseite umgeleitet. Die Bezahlung erfolgt über Paypal bzw. Kreditkarte. Die Bezahlung hat bei mir über das iPhone nicht funktioniert, am Laptop klappte dann aber alles einwandfrei.

Fazit

Wer im Ausland und im Urlaub auf mobiles Internet nicht verzichten möchte ist mit dem Tripbutler flexibel unterwegs. Besonders gut gefallen mir die einfache Handhabung und der störungsfreie Betrieb. Auf Reisen erleichtert der kleine Hotspot die Planung sehr.

Auch die Kosten sind gegenüber dem Datenroaming im Ausland wesentlich niedriger. Meine Erfahrungen im Praxistest in Slowenien und Italien waren sehr gut.

Update: Ein technisch ähnliches System nütze ich seit Ende 2013 mit der SIM-Karte des jeweiligen Reiselandes. Hier im Beitrag liest Du meine Erfahrungen mit dem mobilen Hotspot.

zum Weiterlesen:

Kommentare

  1. Hallo Gerhard,
    vielen Dank für Deinen Bericht, denn das ist ja leider ein ziemlicher Dschungel, durch den man sich da jedes Mal wühlen muss, bis man kapiert hat, wie es möglichst günstig geht.
    Ich steh hier allerdings irgendwie auf dem Schlauch: Es ist also ein Gerät. Aber wohin bzw. womit verbindet sich das Gerät? Das habe ich auch auf der TripButler-Seite nicht verstanden. Und wo liegt für mich der Vorteil gegenüber einer MobileCard aus dem entsprechenden Land?
    Sorry für die vielen Fragen. :)

    Beste Grüße,
    Inka

  2. Klingt sehr interessant! Wie war die Verbindung/Empfang bzw. sieht man, welcher Provider der TripButler verwendet?

  3. @inka
    Eigentlich funktioniert das Gerät wie ein Handy aber ohne Sprechfunktion. Das Gerät verbindet sich automatisch in ein Mobilfunknetz der Kooperationspartner von TripButler ein. Bei unzureichender Netzabdeckung sucht es nach anderen, besseren verfügbaren Netz.

  4. Andersreisender meint:

    Ups! Na, es musste ja einmal passieren, dass man versehentlich statt nur zu speichern den Beitrag schon online stellt. Und das bevor er fertig geschrieben und mit Foto versehen ist. Sorry, nun ist der Bericht über den Tripbutler aber vollständig.

    @Inka: Auf dem Foto siehst Du nun das kleine Gerät. Der Tripbutler ist ca. 10 cm groß. Der Tripbutler verbindet sich mit dem Mobilfunknetz vor Ort. Der Vorteil liegt für Dich darin, dass Du Dir keine SIM-Karte bzw. einen Vertrag des jeweils örtlichen Mobilfunkbetreibers zulegen musst. Wenn Du – wie ich – zB. nur ein paar Tage in Slowenien bist macht eine SIM-Karte aus Slowenien ja auch nicht wirklich Sinn.

    @Ivan: Die Verbindung und der Empfang waren die meiste Zeit sehr gut. Du kannst die Signalstärke direkt am Gerät ablesen. Lt. dem Tripbutler-Unternehmen verbindet sich das Gerät immer mit dem stärksten Netzanbieter der gerade verfügbar ist.

  5. Andersreisender meint:

    @Ivan: Nun bist Du mir mit der Antwort zuvor gekommen. ;-)

  6. Ok, alles klar, vielen Dank für die Aufklärung! Jetzt müsste das Ding nur noch in Südamerika funktionieren und ich wäre total happy. :)

    Grüßle,
    Inka

  7. Danke für den Artikel. Nach so etwas habe ich schon lange gesucht. Allerdings stößt mich der Preis noch etwas ab. Bei einem 14tägigen Urlaub fallen mal schnell 70,- € an. Das ist ganz schön happig. Aber die Grundidee ist toll. Wer auf Reisen arbeiten oder bloggen will, hat so die Möglichkeit das überall zu tun…
    Viele Grüße
    Sven

  8. Es gibt ja nichts was es nicht gibt :) Wo bekommt so etwas überhaupt zu kaufen? Ich habe den Tributler noch nirgends gesehen.

    lg kathrin

  9. Andersreisender meint:

    @Inka: Hmm… ich fürchte, dass es in Südamerika nicht funktioniert… aber frag mal nach.

    @Sven: Stimmt, 70 Euro sind nicht wenig Geld. Aber wenn man die Kosten dann umgekehrt mit den sonst entstehenden Roaming-Gebühren vergleicht, dann ist der Tripbutler um einiges günstiger. Ich kann mir vorstellen, dass es für einige das Gerät beruflich auf Reisen sehr interessant ist.

    @Kathrin: Du kannst den mobilen Hotspot von Tripbutler direkt auf deren Homepage (siehe oben) mieten oder kaufen.

  10. Auf den ersten Blick sicher eine interessante Alternative zu Wifi in Hostels, bei Starbucks etc. Aber 5 Cent pro MB – das klingt nun auch nicht gerade günstig. Deshalb würde mich interessieren: Wie weit kommt man mit 50 MB? Wie hoch war deine Rechnung pro Tag so im Schnitt?

  11. Andersreisender meint:

    @Bernd: Mit 50 MB/Tag bin ich gut ausgekommen. Damit war mein täglicher Mailverkehr, Internet-Recherche, Geocaching, Facebook u.s.w. gut abgedeckt.

    Die Bedürfnisse sind da wahrscheinlich sehr individuell. Beim Versenden von großen Bildern oder datenintensiven Video-Uploads sind die 50 MB wahrscheinlich schnell aufgebraucht. Im Vergleich zum Datenroaming der Telefonanbieter (zB. bei mir 59 Cent/MB) sind 5 Cent/MB dann doch um einiges günstiger. Bzw. sind in der Tagesmiete die 50 MB ja inkludiert.

  12. @andersreisender Danke für die Infos. Werde ich mir für die nächste Auslandsreise vormerken. In Kombi mit Wlans scheint das eine gute Option zu sein.

  13. Andersreisender meint:

    @Bernd: Gern geschehen. :-)

  14. Ich verstehe nicht so ganz, wieso bei einem zweiwöchigen Urlaub 70 Euro anfallen. Hängt der Preis nicht mit dem gebrauchten Datenvolumen zusammen? Man kann das Geräte ja auch einfach nur für “Notfälle” nutzen, wenn man zum Beispiel in einem Hotel ohne Internet oder nur einem teuren, kostenpflichtigen Zugang untergekommen ist und sonst auf die Gratis WLAN zurückgreifen.

  15. Andersreisender meint:

    @Oliver: Wenn das Gerät gemietet wird fallen täglich Kosten an, in denen aber auch ein Datenvolumen schon mit eingerechnet ist. Wie sich die Kosten zusammensetzen wenn man das Gerät kauft und dann nur das Datenguthaben für das mobile W-LAN kauft weiß ich nicht genau.

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