Keweseki oder doch Fake-Kawasaki?

Elektronische Geräte und Kleidung sind bei Markenfälschern sehr beliebt. Kein Wunder, lassen sich in diesem Sektor doch sehr hohe Gewinnspannen mit Fake-Produkten erwirtschaften. Außerdem sind die Waren um einiges billiger erhältlich als ihre berühmten Vorbilder.

China ist führend in der Produktion von Markenfälschungen. Manchmal sind die gefälschten Produkte so gut verarbeitet, dass sie nur schwer vom Originalprodukt zu unterschieden sind. Ein Hinweis, dass es sich um eine Fälschung handeln könnte, ist der sehr günstige Preis.

Bei manchen Produkten sieht man aber auch schon von weitem, dass es sich um eine Fälschung handeln muss. Schlecht verarbeitete Nähte und Produktionsfehler sind manchmal auch von einem Laien leicht festzustellen.

Beim Durchstöbern meiner Bilder aus Asien bin ich über eine etwas merkwürdige Motorrad-Version aus China gestoßen. Sie ziert auf dem Tank der Schriftzug “Keweseki”.

Bild: Keweseki als Fake-Kawasaki

Vielleicht ist das große I am Schluss auch ein L – aber auch eine Kewesekl erinnert sofort an ihr großes Vorbild Kawasaki aus Japan.

Anders als bei uns beliebter Fakes großer Marken, bei denen der Käufer eine möglichst originalgetreue Kopie erstehen möchte, wurde hier bewusst mit dem Markennamen gespielt. Vielleicht darf man in diesem Fall gar nicht von “Fake” sprechen? Die Keweseki ist in China weit verbreitet und teilt sich die Asphaltbänder mit Motorrädern anderer bekannt klingender Hersteller wie Honyo und Susiki.

Während in China nachgebaut wird gestalten Japaner ihre Motorräder lieber um. Dort sind echte Hondas, Susukis und Kawasakis unterwegs die nur mehr entfernt an die Originale erinnern. Kürzlich habe ich hier über die futuristische Kawasaki aus Shimonoseki berichtet.

zum Weiterlesen:

Kommentare

  1. :D
    Das erinnert mich an Adiads und Co. als ich in Hong Kong war!
    Jaja, die Chinesen und Ihre Kopierlust!

  2. In China unterscheiden viele Leute zwischen einer Fälschung oder einer Imitation. Beim einen werden die Käufer betrogen, beim anderen wird nur mit einer Namensählichkeit gespielt. Beispiele dafür gibt es zuhauf. Die bisher grösste Vielfalt an Markennamenvariationen habe ich allerdings bei einem amerikanischen Keks-Marke gefunden: Olio, Olea und zahlreiche chinesische homophone die gleich wie das Original OREO klingen, aber mit anderen Zeichen geschrieben werden. Ich schreibe stell vielleicht die Bilder mal in meinem eigenen Blog online. Die sind recht amüsant.

  3. Andersreisender meint:

    @Alex: Ich warte immer noch auf einen Fake Apple-Computer, der mal eine angebissene Birne als Logo hat. ;-) Leider auch in Hongkong nicht gesehen. :-(

    @Pantitlan: Da fallen mir gerade noch die Fälschungen bzw. Imitationen so mancher Kleidungsmarken ein. Bei Jacken von G-Star habe ich drei verschiedene Logo-Versionen auf einer Jacke gesehen. Echt witzig.

    Stell mal Deine Schnappschüsse von den Keksen in Deinen Blog – gute Idee. :-)

  4. Apropos Markenkleider: Du kennst ja bestimmt Lining, oder? Der Besitzer diese Sportwarenmarke ist ein chinesischer Sportler – ich glaube, Langstreckenläufer – und er war auch derjenige, der 2008 in Peking das olympische Feuer anzuünden durfte. Er heimste nebenbei bemerkt auf diese Weise dank guten Beziehungen gratis eine viel bessere Werbung ein als Adidas, das als offizieller Sponsor teuer bezahlen musste. Wie dem auch sei: Das Logo von Lining ist ein “L”, das praktisch gleich geschwungen ist wie das “n” bei Nike. Und während es bei Adidas auf den Läden heisst “nothing is impossible” hat Lining den Slogan: “Anything is possible”. Weil Lining in China inzwischen selbst als Marke bekannt ist, gibt es inzwischen zahlreiche Imitationen. Zum Beispiel K-Bird hat ein nike-mässiges “L” mit einem Punkt darauf…

  5. Andersreisender meint:

    @Pantitlan: Ach ja… da kommen einige Erinnerungen von meiner China-Reise wieder hoch. Das mit dem “L” hatte ich ganz vergessen. Aber Du hast Recht: Das ist mir auch immer wieder untergekommen. Sehr dreist. ;-)

  6. Hi Andersreisender

    Wenn ich denn mal die Zeit finde, bringe ich einen Artikel, der dich ganz nah an die Birne bringen wird! ;)

    Angenehmes Wochenende, Alex

  7. Andersreisender meint:

    @Alex: Ja – mach das mal! Bin schon gespannt. ;-)

  8. Dir fallen Sachen auf, das glaubt man nicht! Aber du hast Recht, also mit Produktpiraterie kennen die sich dort bestens aus!

    MAN LKW, bzw. Busse hat man ja auch schon “geklont”! ;-)

    Also warum dann nicht gerade auch ein Motorrad! ;-)

  9. Hi Andersreisender

    Da ich erst gestern ein (Design-Uhr)-Erfahrunsgbericht publiziert habe, glaube ich eher kaum, dass bald schon wieder der nächste Erfahrungsbericht erscheint, ABER… sobald mein Apple-Birne-Artikel online ist, geb ich dir umgehend Bescheid! :)

    Beste Grüße, Alex

  10. Andersreisender meint:

    @Matthias: Ja – im “klonen” sind die Asiaten Weltmeister. :-) Aber sie haben auch gute Möglichkeiten um das Original genau zu inspizieren – denn das wird ja auch häufig in Asien hergestellt.

    @Alex: Jaaa! An Apple a day keeps the pear away *gg* Schönen Fasching!

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