Zuerst habe ich ein schlechtes Gewissen, als ich auf den Wecker blicke: Schon halb elf Uhr und ich liege noch im Bett! Dann beruhigt mich allerdings der Gedanke, dass mein Körper wahrscheinlich noch auf Irkutsker Zeit eingestellt ist. Dort ist es erst halb neun Uhr am Morgen. Außerdem lohnt es sich überhaupt nicht dem Körper die Wladiwostok-Zeit anzutrainieren, denn in Japan gilt ohnedies wieder die gleiche Zeit wie in Irkutsk. Dort ist es also auch noch zwei Stunden früher.
In meinem Mini-Hostel* in Wladiwostok bereitet Gastgeber Seva ein üppiges Frühstück. Viel zu viel für mich.
Dann geht’s zur zweiten Besichtigungsrunde in Wladiwostok. Die Stadt ist auf vielen Hügeln angelegt. Ist man zu Fuß unterwegs, sollte in den Fernen Osten durchaus etwas Kondition mitbringen. Einen herrlichen Blick über Wladiwostok gibt es zB. vom Eagles Nest, wie mir mein Gastgeber verrät. Nachdem die Standseilbahn auf den Berg hinauf nicht funktioniert erklimme ich ihn zu Fuß.
Um 16 Uhr in der Uliza Admirala Fokina
Gerade als ich in Wladiwostok Sehenswürdigkeiten besichtige – oder zumindest durch die Straßen schlendere – klingelt der Wecker. Zeit für das “16-Uhr-Blick-in-die-Welt-Foto”. Heute aus der Uliza Admirala Fokina.

Uliza Admirala Fokina in Wladiwostok
Aktueller Stand um 16 Uhr:
Ort: Wladiwostok, Fernost; Uliza Admirala Fokina
Land: Russland
Wetter: heiß und bewölt, um die 30 Grad.
Zeitverschiebung:
Zur Mitteleuropäischen Sommerzeit in Deutschland, Österreich und der Schweiz beträgt der Zeitunterschied + 9 Stunden. Steht in Wladiwostok die Uhr auf 16 Uhr ist es in Mitteleuropa erst 7 Uhr.
Wiener Neustadt is calling:
Um 18 Uhr treffe ich mich mit Martin, Stephan und Clemens aus Wr. Neustadt. Wir haben uns auf der Insel Olchon kennen gelernt. Nachdem sie auch zur selben Zeit hier in Wladiwostok sind, haben wir uns für heute Abend verabredet. In der original italienischen Pizzeria wird nach fast drei Wochen wieder annhähernd “heimische” Kost gegessen. Was sind schon ein paar hundert Kilometer zwischen Salzburg und Italien? Außerdem geht für die drei morgen die Reise nach Harbin in China weiter, ich werde in 24 Stunden schon auf der Fähre von Wladiwostok nach Japan sein.
Die kommende Nacht werde ich hier verbringen:
Im Vladivostok Hostel*, dem wahrscheinlich kleinsten Hostel der Welt: 1 Zimmer mit einem Bett. Familienanschluß inklusive.
Diese Artikel könnten Dich auch interessieren:

bei
bei
bei 
Wow, jetzt bist Du am ersten Hauptziel der Reise angekommen. Habe neugierig mitgelesen und freue mich jedes Mal über die Updates von Deiner Reise. Japan wird bestimmt besonders spannend werden. Bin schon gespannt, wen Du dort alles kennen lernen wirst! Weiterhin gute Reise!
@Christian: Nun ist Russland einmal durchquert – bis Wladiwostok. Ein eigenartiges und auch besonderes Gefühl. Aber Du hast Recht: Japan ist auch sehr spannend, ganz anders. Acuh wenn die Menschen dort in der Öffentlichkeit viel freundlicher als in Russland sind – persönliche Kontakte konnte ich in Japan weniger knüpfen als in Russland.