Wenige Sehenswürdigkeiten in Ulan-Bator (Ulaanbaatar)

Heute geht’s in die Mongolei – genau genommen in die Hauptstadt der Mongolei: Ulan-Bator oder auch Ulaanbaatar genannt. Je nach dem, ob Du den russischen oder internationalen Namen als Bezeichnung für die Stadt verwenden möchtest. Im Atlas findest Du mal den einen, mal den anderen Namen für die Hauptstadt der Mongolei, manche nennen sie auch kurz und prägnant “UB”. Zu Deutsch heißt Ulan-Bator “roter Held”. Mit etwas mehr als einer Million Einwohner ist sie die größte Stadt der Mongolei. Nicht ganz 40 % der Bevölkerung lebt in Ulan-Bator.

Die kälteste Hauptstadt der Welt

Ulan-Bator ist auch die kälteste Hauptstadt der Welt, keine Hauptstadt liegt ausserdem weiter vom Meer entfernt. Dadurch ergibt sich das extreme Kontinentalklima mit sehr kalten Wintern bis zu – 47 Grad, aber auch sehr heißen Sommertagen.

Wer eine Reise in die Mongolei unternimmt, kommt an Ulan-Bator nicht vorbei. Für viele ist es nur eine Durchgangsstation, um spannende Abenteuerausflüge in die Mongolische Steppe oder die Wüste Gobi zu unternehmen. Die Transmongolische Eisenbahn führt durch die mongolische Hauptstadt. Für viele ist es ein Stopp wert, in der Hauptstadt der Mongolei Sehenswürdigkeiten anzusehen, bevor sie mit der Eisenbahn von Ulan-Bator nach Peking weiter fahren.

Was gibt es in Ulan-Bator zu sehen?

Die Stadt ist nicht gerade mit Sehenswürdigkeiten gesegnet. Genau genommen muss man schon ein bisschen suchen, um den Reiz dieser Stadt zu entdecken. Viele wichtige Gebäude Ulan-Bators sind an einem zentralen Punkt zu finden.

Der Suchbaatar-Platz

Der 2005/2006 neu gepflasterte Suchbaatar-Platz liegt im Herzen Ulan-Bators. Auf diesem großzügig dimensionierten Platz befindet sich das Reiterdenkmal des mongolischen Nationalhelden General Suchbaatar. Er gilt als Anführer der Partisanenverbände. 1921 leitete er den Befreiungskampf gegen die chinesische Okkupation ein.

Ulaanbaatar - Mongolei - Statue General Suchbaatar

Das Parlamentsgebäude ist das ehemalige Mausoleum der Revolutionshelden Suchbaatar und Tschojbalsan. Beide mussten dem sogenannten Dschingis-Khan-Komplex weichen. Mittelpunkt des Parlamentsgebäudes ist ein monumentales Denkmal des Feldherren. 

Ausserdem sind auf diesem Platz weitere wichtige Gebäude Ulan-Bators zu finden: Der zentrale Kulturpalast, die Akademie der Wissenschaften, das Opernhaus, das Haus des Oberbürgermeisters, die Nationale Universität sowie das Hauptpostamt. Mit einem Rundumblick auf dem nachfolgenden Trash-Video hat man  90 % der wichtigsten Dinge in Ulan-Bator gesehen.

Das Gandan-Kloster

Voll ausgeschrieben lautet der Name des Gandan-Klosters Gandantegtschinlen, was so viel heißt wie “Das Friedvolle”. Es wurde im Jahr 1838 gegründet und ist einer der touristischen Sightseeing-Höhepunkte – meiner Meinung sogar die Top-Sehenswürdigkeit – in Ulan-Bator. Es ist das größte aktive Klostar der Stadt. Der mongolische Buddhismus hat seine Wurzeln in Tibet, was sich auch stark im Baustil der Tempelanlage widerspiegelt. Besonders in den frühen Morgenstunden kann man die religiösen Zeremonien miterleben.

Der Schwarzmarkt

Für abenteuerlustige Shoppingwütige könnte der Schwarzmarkt im XIII. Stadtbezirk in der Nähe der Eisenbahnlinie interessant sein. Auf unzähligen Ständen wird alles an Waren geboten, was man sich nur vorstellen kann. Der Mongolei-Reiseführer* warnt allerdings eindringlich von einem Besuch des Schwarzmarkts in Ulan-Bator ab. Die Gefahr, Opfer eines Raubüberfalls oder in eine Schlägerei verwickelt zu werden sei extrem hoch.

Weitere Bilder und Videos von Ulan-Bator findest Du in meinem persönlichen Ulan-Bator Reisebericht.

Extra-Tipp: Der Tereldsch Nationalpark

Etwa eineinhalb Autostunden von Ulan-Bator entfernt liegt der Tereldsch Nationalpark (auch Tereldsh Nationalpark). Wer nur einen kurzen Zwischenstopp in der Mongolei macht und trotzdem gerne die unberührte Natur in der Steppe kennen lernen möchte, dem kann ich einen Ausflug hier her ans Herz legen.

Tereldsh Nationalpark - Mongolei

Neben faszinierender Natur gibt es im Tereldsch Nationalpark außerdem die Möglichkeit, in einem Ger – also einer mongolischen Jurte – die Nacht zu verbringen. Besondere Attraktion ist der Turtle Rock, eine Felsformation, die wie eine Schildkröte aussieht. Viele Bilder, Videos und persönliche Eindrücke findest Du dazu in meinem Reisebericht vom Tereldsh Nationalpark.

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Kommentare

  1. An eine Reise in die Mongolei hatte ich mal gedacht. Auch beruflich bietet sich da einiges für mich an. Aber nachdem ich gelesen hatte, dass der rote Held ziemlich kalt gestellt ist, habe ich mich dann um entschieden…. aber eine Reise ist das riesige Land auf jeden Fall wert…

  2. Andersreisender meint:

    @Erdal: Oh…beruflich in die Mongolei, das wäre ja auch mal spannend. Habe in Deinem Blog nirgends herausgefunden, was Du beruflich machst. Wahrscheinlich habe ich an den falschen Stellen geschaut *neugierigsei*

  3. Ich bin freiberuflicher Bauingenieur. In Ulan-Bator ist man gerade dabei, Niedrigenergiehäuser zu bauen. Das hatte sich interessant angehört. Aber dann wurde mir klar, warum die das brauchen: Es ist die kälteste Hauptstadt der Welt

    Da war der Gedanke dann doch schnell wieder weg.

  4. Andersreisender meint:

    @Erdal: Da hast Du Recht: Vor allem im Winter ist es dort extrem kalt. Und im Sommer tagsüber zwar sehr heiß, aber in der nacht auch eher frostig. Ich denke, da ist Thailand auf jeden Fall angenehmer :-) Würde ich gegenüber der Mongolei persönlich auch bevorzugen.

  5. hallo Andersreisender. Ich war nicht schon 3 Jahre in meiner Heimat. Dieses Video gefällt mir sehr sehr gut :D. Ich liebe meine kleine, “hübshe” Hauptstadt.
    Derzeit lebe ich in Wien und lerne Deutsch (aber es ist sehr schwer :P)um hier zu studieren.

  6. Andersreisender meint:

    @Artga: Willkommen im Anders Reisen Blog. Könnte ich so gut Mongolisch sprechen wie Du Deutsch, dann würde ich mich freuen :-) Liebe Grüße nach Ulan Bator bzw. Wien :-)

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