A&O Hostels: Sexistische Werbung erhitzt Gemüter

Schnell hat man es sich mit den umworbenen Kunden verscherzt und der gewünscht Erfolg ist nicht eingetroffen. Die vermeintlich gute Werbe-Idee “Sex Sells” wird immer öfter zum Werbe-Schuss, der “nach hinten” losgeht. Die Zahl der Beschwerden von Verbrauchern über sexistische oder gar gewaltverherrlichende Werbeanzeigen nehmen massiv zu und rufen immer mehr Branchenkritiker auf den Plan, wie Pressetext berichtet.

A&O Hostels im Fadenkreuz der Kritik

Die jüngste Werbung der Hostel- und Hotelkette A&O Hostels erzürnt die Gemüter. Um für die durchgehenden Öffnungszeiten zu werben, ließ das Unternehmen auf Postkarten den Unterleib einer Frau im Bikini abbilden. In der Höhe des Schambereichs ist die Aufschrift “24 h open” lesen. Zusätzlich verspricht der Bildrand “sexy Preise”. Große Werbeerfolge sind damit nicht zu erwarten, laut Werbe-Insider verpufft die Wirkung der Anzeige

A&O Hostels Werbung - Bild: www.aohostels.com/pressetext.at

A&O Hostels Werbung - Bild: www.aohostels.com/pressetext.at

Trend zu anzüglichen Slogans

“Die Tendenz zu mehr oder weniger geschmacklosen Werbeaktionen ist alles andere als neu. Wie auch im Fall A&O Hostels ist es einmal mehr der uralte Versuch, über einen Hingucker die Marke mit Leben zu füllen und Aufmerksamkeit zu erlangen. Der Schuss geht aber sehr häufig nach hinten los”, erläutert Marketingexpertin Anne M. Schüller von der gleichnamigen Münchner Beratungsgesellschaft.

Laut der Fachfrau hat der Trend zu anzüglichen Slogans auch damit zu tun, dass Kampagnen sehr oft von Männern entworfen werden, die sich die Wirkung bei Zielgruppen zu wenig überlegen.

Der bekannte Spruch unter Werbern “Sex Sells” gilt schon lange nicht mehr als Allheilmittel. Erotische Werbungen erzielen nur minimal höhere Aufmerksamkeit, zeigen aktuelle Studien.

Erotik sollte auch erotisch sein

Ich finde, wenn Erotik in der Werbung eingesetzt wird, dann sollte sie auch wirklich erotisch sein. Der Grat des guten Geschmacks ist ausgesprochen schmal – schnelle wird die geplante erotische Werbe-Kampagne zur plumpen Schmuddel-Kampagne. Ich denke, bei der Zielgruppe der Backpacker und bei individuell Reisenden, die ohnedies sehr offen durch die Welt gehen, ist eine solche Kampagne nicht angebracht. A&O Hostels betreibt in neun Europäischen Städten Hostels und Hotels, unter anderem in Hamburg*, München*, Prag* und Wien*.

Wie seht Ihr das? Findet Ihr die Werbung des Hostels eher abstoßend oder als Einladung, dort ein Zimmer zu buchen?

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4 Kommentare zu A&O Hostels: Sexistische Werbung erhitzt Gemüter

  • Meiner Meinung nach haben die A&O Hostels es geschafft, das zur Zeit viel über sie geredet wird. Auch wenn es nur negative Schlagzeilen sind. Viele werden erst jetzt darauf aufmerksam und schauen sich vielleicht auch mal die Seite von denen an. Und einige wenige werden vielleicht sogar dort buchen. Somit hätten sie genau das erreicht, was sie gewollt haben.

  • Also ganz neutral betrachtet ist das eine kreative Idee. Aber geschmacklos ist es leider auch….

  • @Pe-Su-Ki: Nun ja, es ist sehr wahrscheinlich, dass die Sache als PR-Kampagne angelegt wurde. Aber wie wirkt diese Kampagne auf die potentiellen weiblichen Gäste?

    @Onkel Jojo: Da bin ich auch Deiner Meinung.

  • Das Problem ist ja – dass ich die “Perle” nicht direkt mitbuche .. ^^

    Aber ich hab nichts gegen derlei Werbung – hab heute auch im Radio gehört, dass der Sexismus in der Werbung nen Muss ist – Sex sells – denken Die Werbemacher und Verantwortlichen … aber der Playbpy kürzt die Auflage .. .^^

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