Mit dem Zug nach Nirgendwo

Wer schon mal auf Rügen seinen Urlaub verbrachte, kennt bestimmt die malerische Stadt Putbus. Die Stadt Putbus wurde im Jahre 1810 von Wilhelm Malte I. Fürst zu Putbus gegründet. Damit sein Heimatort mit dem Schloss und dem Park stilistisch zusammen passte, ließ er die Häuser der Stadt weiß streichen. Bis heute trägt Putbus den Namen die “Weiße Stadt”.

Für Touristen gibt es in der 4.700 Einwohnern-Stadt auf der Insel Rügen einiges zu besichtigen. Nicht nur das Schloß sondern z. B. auch das 1818 erbaute Badehaus oder die Kirche in Kasnevitz werden alljährlich von vielen Touristen besucht.

Mit dem “Rasenden Roland” nach Putbus

Besonders beschaulich reisen Gäste mit der Rügenschen Kleinbahn, auch “Rasender Roland” genannt, nach Putbus. Die Schmalspurbahn mit 750 mm Spurbreite zählt zu den Hauptattraktionen auf der Insel Rügen. Die rund 24 Kilometer lange Eisenbahnlinie verbindet Putbus über Binz, Sellin, Baabe mit Göhren. Die Schmalspurbahn wird mit Dampflokomotiven und Waggons betrieben, die bis zu knapp 100 Jahre alt sind.

Fährt man von Binz mit der Eisenbahn nach Putbus, so kommen Reisende am Putbuser Hauptbahnhof an.

Bahnhof Putbus - Bild: Rauenstein CC by-sa

Bahnhof Putbus - Bild: Rauenstein CC: by-sa

Oder sagen wir besser so: Reisende kämen mit dem “Rasenden Roland” am Bahnhof Putbus an, hätte da nicht “Verstehen Sie Spaß” einmal die Finger im Spiel gehabt. Am Weg zwischen Binz und Putbus liegt der kleine Bedarfsbahnhof Seelvitz mitten im “Nirgendwo”. Um den Reisenden einen Streich zu spielen, wurde diese kleine Haltestelle der Rügener Schmalspurbahn kurzerhand in Putbus umbenannt. Nichts ahnende Touristen suchten vergebens die Häuser der “Weißen Stadt”. Der Schaffner wußte als selbst ernannter Reiseleiter einiges über das Fehlen von Putbus zu berichten. Aber seht am Besten selbst…

Ein Großteil der Rügener Eisenbahn ist Geschichte

Das erste Teilstück der Schmalspurbahn auf Rügen wurde im Jahr 1895 eröffnet. Heute wird nur noch ein kleiner Teil des umfangreichen Schmalspur-Streckennetzes betrieben. Wirtschaftliche Bedeutung hat die Bahn auf der Insel Rügen heute nur mehr im touristischen Bereich.  

Einstmals hatten die Rügenschen Kleinbahnen für die Bewohner der Insel eine andere wirtschaftliche Bedeutung. Auf dieser Homepage wird die Bedeutung der seit 1968 stillgelegten Nordstrecke der Schmalspurbahn ausführlich beleuchtet. Als Besonderheit konnte die Eisenbahnstrecke zwischen Bergen und Altenkirchen eine Eisenbahnfähre aufweisen. Neben der Schmalspurbahn wurde die Fähre auch vom Straßenverkehr genützt. 

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4 Kommentare zu Mit dem Zug nach Nirgendwo

  • Ich war leider noch nie auf Rügen, aber das hört sich wirklich interessant an. Ich hoffe doch das ich mir das Irgendwann mal vor Ort anschauen kann.

    Lieben Gruß
    Sven

  • Rügen kann ich nur empfehlen. Wir waren letztes Jahr im Dezember dort. Das war einfach herrlich – allein schon wegen den fehlenden Touri-Strömen :)

  • @Sven: Willkommen im Andersreisen-Blog! Auf jeden Fall solltest Du bei einem Besuch auf Rügen achtgeben, dass das “Verstehen-Sie-Spass-Team” nicht in der Nähe ist ;-)

    @Wortman: Rügen im Dezember – das kann ich mir vorstellen, dass man da freie Bahn hat. Ist angenehm, wenn es nicht ständig um einen wurlt. Ich reise auch gerne außerhalb der Hauptsaison.

  • Außerhalb der Saison kann man da wirklich hervorragend urlauben :)

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