China ist doch immer wieder für spannende Nachrichten gut. Heute bin ich im Blog von Chineast auf einen sehr interessanten Reisetipp der Chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua gestoßen. Der Nachricht zufolge sollen im Norden Schwedens in einer Stadt mit 25.000 Einwohner ausschließlich Lesben leben.
Die Stadt in den nordschwedischen Wäldern wurde im Jahre 1820 von einer vermögenden Witwe gegründet. Zwei blonde Damen halten vor der rein von homosexuellen Frauen bewohnten Stadt Wache. Männern, die es wagen, die Lesbenstadt zu betreten, gehen das Risiko ein, halb zu Tode geprügelt zu werden.

Die meisten Einwohnerinnen der “Chako Paul City” genannten Stadt arbeiten in der Holzindustrie, gut zu erkennen an ihren weißen Hüftgürteln mit jeder Menge Werkzeugen darin. Natürlich ist auch der Tourismus stark am Wachsen. Hotels und Restaurants bieten die nötige Infrastruktur, um die lesbischen Touristen aus aller Welt zu versorgen.
Der Harbin News Report weiß zu berichten, dass die Frauen deshalb Lesbisch wurden, da sie ihre sexuellen Bedürfnisse nicht ausleben konnten. Und bei der Shanghai Media Group war die Meldung der Nachrichtenagentur Anlass für einen Fernsehbeitrag.
Da staunten die Chinesen und Chinesinnen nicht schlecht, ist die Vorstellung von einer Stadt mit 25.000 Schwedinnen für manchen Mann eine nicht gerade uninteressante Vorstellung. Die Nachricht verbreitete sich in China wie ein Lauffeuer. Natürlich dauerte es auch nicht lange, bis die Schwedischen Medien die Nachricht erreichte.
Schwedische Medien recherchierten
“The Local“, mit Nachrichten aus Schweden in englischer Sprache, recherchierte genauer zum Thema und fragten bei den regionalen Behörden nach. Cleas Bertilson, der Pressesprecher des Schwedischen Verbands der Gemeinden und Regionen zeigte sich zur vermeintlichen Existenz einer reinen Frauen-Stadt überrascht. Zum einen würde eine 25.000 Einwohner-Stadt im Norden Schwedens zu den größten Städten zählen und zum anderen könne er sich nicht vorstellen, dass man deren Existenz über 150 Jahre lang geheim halten hätte können.
Ganz andere Probleme hatte die nordschwedische Stadt Pajala in den 1980er Jahren: Damals herrschte in dieser Stadt extremer Frauen-Mangel. Darum wurden Busladungen mit Frauen in den Norden Schwedens gebracht, um dieses demographische Problem zu beheben. Wäre dies nicht geschen, würde diese Nachricht nun vielleicht anders aussehen…
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Ich stelle mir das gerade vor..eine Busladung mit Männern…Hm also für mich als Frau auch keine uninteressante Vorstellung *gg*
Allein würd ich da definitiv nicht hinfahren^^
interessant ist es aber schon, aber ich würde da auch nicht alleine hinreisen Die scheinen ja sehr militant zu sein;-)
@Arven: Hmm…diese Vorstellung hat natürlich auch was
Mal sehen, ob sich das arrangieren lässt!
@Markus: Ich kann nur sagen: Seehhr gefährlich! Aber dass man in diese Stadt versehentlich “hineintappst” ist ja eher unwahrscheinlich. Glaubt man zumindest den schwedischen Behörden mehr als den Chinesen
@Barbara: Willkommen im Andersreisen-Blog! Also Frauen hätten dort – zumindest was körperliche Gewalt angeht – nichts zu befürchten…
Interessant, dass die Meldung inzwischen in den Boulevard-Medien angekommen ist. Und bezeichnend, dass dort so ziemlich die Haelfte falsch wiedergegeben wird. Nicht mal richtig abschreiben koennen die…
@Chineast: Ja, stimmt – das ist mir auch schon aufgefallen. Der Geschichte werden gleich allerhand Dinge dazugedichtet, die nicht ganz stimmen.
Meine sehr wörtliche Übersetzung vom “Schwedischen Verband der Gemeinden und Regionen” habe ich übrigens auch wieder gefunden *gg*
Boiah wie übelst … die sollten sich doch freuen, wenn da mal nen Mann reinschneiut … diese Lesben ^^
Gut dass du mich aufgeklärt hast
@Jens: Tja…anscheinend möchte man doch lieber unter sich bleiben
@Andy: Bitteschön – gern geschehen!